Huawei MediaPad M5 – So bewerten unsere Leser das Huawei-Tablet

13. Juni 2018 Kommentare deaktiviert für Huawei MediaPad M5 – So bewerten unsere Leser das Huawei-Tablet Kommentar(e)

Unserem Aufruf auf androidmag.de folgten mehrere hundert Bewerber, die sich allesamt das neue Huawei MediaPad M5 genauer ansehen wollten. Vier glücklichen Gewinnern sendeten wir die Tablets für einen Zeitraum von mehreren Wochen zu. Unsere Anforderungen an die Leser: Ein Text mit mindestens 2.000 Zeichen, ein paar Fotos und eine Bewertung.

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In vollem Umfang online

Wer lesen möchte, wie unsere vier Tester das MediaPad M5 im Detail bewerten, kann das auf unserer Homepage machen. Dort haben wir sämtliche Artikel hochgeladen. Den Link finden Sie weiter unten.

Grundsätzlich ist das Bild sehr positiv. Besonders oft gelobt werden Verarbeitung, Haptik und die leistungsstarke Hardware, Kritik gibt es für die Positionierung der physischen Tasten. Ein Manko, das auch wir in unserem Test kritisierten. Wie unser Testleser sonst über das Tablet denken, lesen Sie in Auszügen in den Kästen unten. Im Namen von
Huawei bedanken wir uns für den reibungslosen Ablauf!

Unsere Expertenmeinung

Auch wir durften einige Wochen mit dem MediaPad M5 verbringen und kamen zu folgendem Schluss:

Die Größe der Smartphones nimmt zu, somit ist der Produktzweig „Tablet“ weniger beliebt als noch vor ein paar Jahren – und dementsprechend wenige Innovationen drängen auf den Markt. Huawei schwimmt gegen den Strom und stellte auf dem MWC das MediaPad M5 vor – ein High End-Tablet mit besonders guten Lautsprechern.

Letztere stammen von Harman Kardon, bekannt für starke Audio-Lösungen. Der Klang ist tatsächlich einwandfrei, was vor allem bei Netflix und Co. Sinn ergibt und Spaß macht. Einzig die Tastenpositionierung ist unglücklich gewählt, die sind nur schwer zu erreichen, wenn das Tablet flach aufliegt.

Lob verdient auch das Display: 10,8 Zoll Diagonale mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln reichen vollends aus, Kontrast und Detaildarstellung geben keinen Anlass zur Kritik.
Der hauseigene Kirin-­960-Prozessor­ konnte in unseren Leistungstest überzeugen und liegt in etwa auf dem Niveau eines Google Pixel 2 oder Meizu Pro 7
– kann also durchaus mit Top-Phones mithalten. Insgesamt ein starkes Paket!

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Der äußere Eindruck:

Das Tablet kommt dem Preis angemessen in einer schicken Box, das ist nichts Besonderes mehr aber die Verarbeitung ist wirklich gut. Der Lieferumfang fällt angemessen aus, USB-C Kabel und Ladegerät sind Standard, der zugegeben sehr kurze Adapter USB-C auf Klinke hat mich aber dann doch überrascht, ein Klinkenanschluss ist folglich nicht vorhanden. Die allgemeine Optik ist minimalistisch, das Tablet wirkt dadurch edel und die schmalen Displayränder machen sich wirklich nicht schlecht. Wenn man allerdings große Hände hat kann es vorkommen dass der Handballen das Scrollen auf Webseiten behindert. Die Verarbeitung ist top. Spaltmaße gibt es nicht, der Aluminiumrahmen liegt gut in der Hand und wirkt wertig und robust. Die Oberfläche des Aluminiums fühlte sich anfangs etwas weich an, ist aber angenehm. Dass der Fingerabdruckscanner an der rechten Seite angebracht ist und nicht unten mittig wie beim Vorgänger ist angenehm, so kann man den Scanner bequemer erreichen. Die Kamera steht zwar hinten aus dem Gehäuse hervor, das Tablet liegt trotzdem flach und stabil auf dem Tisch. Der größte Nachteil beim Design des MediaPads sind die Knöpfe für Lautstärke und der Einschalter. Liegt das Tablet auf dem Tisch ist es leider unmöglich ohne lange Fingernägel diese zu erreichen. Das stört im Alltag aber nur wenn man die Lautstärke verändern will, Einschalten funktioniert wunderbar über den Fingerabdruckscanner. Dieser ist sehr schnell, beinahe das Niveau der aktuellen Flaggschiffe von Samsung und Co.

Die technische Seite:

Hardwareseitig ist das Tablet für diese Preisklasse gut ausgestattet, der Prozessor war im Test zu keinem Zeitpunkt am Limit, der RAM ist mit 4GB großzügig bemessen, eines meiner Hauptargumente für das MediaPad M5. Viele Tablets aus der niedrigeren Preiskategorie haben hier oftmals viel zu wenig. Das Display ist scharf, es gibt keine Treppenbildung und fast alle Apps sehen einfach gut aus. Das Display ist sehr hell und auch bei Sonnenlicht einwandfrei lesbar. Was auffällt ist, dass Videos von Netflix oder YouTube, die nicht in 1080p abgespielt werden, irgendwie breiig aussehen, das irritiert ein wenig. Das Tablet hat die letzte Woche nicht nur den Fernseher und den PC ersetzt, auch den Bluetooth-Lautsprecher habe ich nicht gebraucht. Der Sound ist für ein Tablet wirklich überragend. Harman+Kardon haben dem Tablet Stereolautsprecher spendiert die ordentlich laut und klanglich wirklich super sind. Bedingt durch die Bauform sind Bässe natürlich eher schwach, mich als Laien in Sachen Audio hat es aber wirklich sehr überzeugt. Die Kameras wiederum enttäuschen leider ein wenig, Bilder sind bei schlechtem Licht sehr körnig, bei der Frontkamera noch schlimmer als bei der Hauptkamera. Die Konnektivität ist einwandfrei, WLAN und Bluetooth funktionierten im Test immer und ohne Aussetzer.

Auf Softwareseite hat Huawei sein eigenes OS, EMUI installiert. Es basiert auf Android 8.0.0 und ist äußerlich nicht zu stark angepasst. Die Oberfläche ist schick und lässt sich schnell bedienen, Mikroruckler sind im Gegensatz zum MediaPad M3 sehr selten und dann kaum zu merken. Leider nicht verbessert gegenüber dem Vorgänger wurde die Funktion NaviDot, hier wird ein kleiner Joystick über den Bildschirm gelegt mit dem man das Tablet, ähnlich der drei Navigationstasten unten, steuern kann. Leider fehlen hier für einen wirklich sinnvollen Betrieb noch eine Scroll Funktion für Webseiten oder auch Textfelder. Es ist aber, vor allem wenn man auf Multitasking steht, wirklich eine sehr interessante Idee. Allgemein ist auf dem Tablet etwas viel vorinstalliert, allerdings sind die Apps clever ausgewählt. Für Mobile Gamer hat Huawei die Game Suite an Bord. Hier kann man Apps angeben die optimiert werden sollen, das funktioniert gut. Die vorinstallierte SwiftKey-Tastatur ist schön groß und spricht gut an, Teile dieses Textes sind auf dem Tablet entstanden und es ließ sich erstaunlich gut tippen.

Fazit:

Das Tablet überzeugt vor allem durch seinen sehr guten Klang und die flüssige Bedienung dank guter technischer Ausstattung, es macht Spaß mit diesem Tablet zu surfen, Fernzusehen oder zu spielen. Beim Arbeiten überzeugt die Tastatur, die es wirklich angenehm macht damit auch mal einen Text zu schreiben, sowie der Akku den ich in dieser Woche gerade zwei Mal laden musste. Die kleinen Nachteile, wie die schlecht erreichbaren Knöpfe oder die Kamera sind zu verkraften, wenn man auf Fotografie keinen großen Wert legt. Das Tablet macht wirklich Spaß und ist preislich sehr angemessen positioniert. Der durchschnittliche User wird hier nichts finden was ihn den Kauf bereuen lässt.

-Daniel B.


 

Da ich schon seit längerer Zeit nach einer guten Alternative anstelle meines Laptops für meinen Schulbesuch bin (der Laptop ist mir auf Dauer für den Schulbesuch zu groß und unhandlich), kam mir der Test des neuen Huawei Mediapads super gelegen. Nur einen Tag, nach der Benachrichtigung, dass wir als Testfamilie ausgewählt wurden, klingelte der Postler und wir konnten unser Paket voller Neugierde öffnen. Schon die edle, weiße Verpackung aus Karton mit eleganter Goldenen Aufschrift lässt auf einen hochwertigen Inhalt schließen. In der Packung lag behutsam eingepackt unser Testobjekt. Sofort fiel uns die hochwertige Verarbeitung, das elegante Aluminiumgehäuse und die ansprechende Größe auf. Auch die Erstinstallation war im Nu durchgeführt. Nach etwa fünf Minuten konnten wir es dank der Synchronisierung mit meinem Huawei Smartphone verwenden und es waren auch gleich all meine Apps und Daten darauf. Auch die Einstellung der Fingerprints für alle Familienmitglieder (bis zu 5 Fingerabdrücke können gespeichert werden) war nach wenigen Minuten erledigt. Nun mussten nur noch ein paar Updates heruntergeladen werden und meine Töchter haben ihre Lieblingsspiele auf dem Tablet installiert und wollten sie natürlich sofort ausprobieren. Dabei fiel uns gleich die tolle Auflösung und der hervorragende Klang auf. Durch das große Display, fiel das Spielen meinen Töchtern Anfangs etwas schwer (Tablet lag nicht so gut in den kleinen Händen), was sich aber in den kommenden Tagen legte. Als kleines Manko möchte ich anmerken, dass Kopfhörer leider nur mit einem Zwischenstecker, der recht klein ist und daher leicht verloren gehen kann, angeschlossen werden können.

Am nächsten Tag, nach 12 Stunden intensiver Nutzung, mussten wir das Tablet zum ersten Mal aufladen. Nach einer Turboschnellen Aufladedauer von ca. 3 Stunden war das gute Stück wieder voll einsatzbereit. Nun durfte ich endlich ran und testete ausgiebig die Mathematischen Fähigkeiten mit der Geogebra App. Dank des großen 10,8 Zoll Bildschirms funktionierte dies wunderbar. Anschließend habe ich meine Aufgaben noch im One Note abgespeichert. Abends haben wir uns dann Videos auf YouTube angesehen und waren erstaunt über den ausgezeichneten Klang und die verfügbare Lautstärke des Mediapads.

Auch die Kamerafunktion wurde natürlich ausgiebig getestet und für gut empfunden. Glasklare Fotos kamen dabei raus. Man kann die Fotos im Nachhinein mit verschiedenen Filtern bearbeiten und als kleines Highlight kann man ein Wasserzeichen einfügen mit dem aktuellen Standort, der Temperatur und dem Datum. Auch können verschiedene Sticker auf den Bildern hinzugefügt werden.

Fazit unseres Tests: Wir können das Huawei Mediapad M5 guten Gewissens zu 100% weiterempfehlen.

„Meine beiden Töchter und ich sind von diesem Tablet total begeistert“, sagt unsere Lestertesterin. Besonders angetan sind die drei von der Verarbeitung, der Akkulaufzeit und der Installation. „Bereits nach ungefähr fünf Minuten konnten wir das Tablet dank der Synchronisation mit meinem Huawei Smartphone verwenden“. Dabei wurden zudem sämtliche Apps und Daten auf das Tablet übertragen. Ihr einziger Kritikpunkt betraf den Kopfhöreradapter: „Dieser ist klein und kann leicht verloren gehen.“

-Verena T.


 

Da das Auspackerlebnis Teil der Produkterfahrung ist, möchte ich an dieser Stelle das Gelingen von Huawei in diesem Bereich hervorheben. Die schlichte weiße Schachtel glänzt durch edles Design und lädt förmlich zur Inbetriebnahme des Gerätes ein. Das Tablet selbst wirkt aufgrund der Aluminium-Rückseite sehr hochwertig und fühlt sich auch dementsprechend an. Der erste Start lief schnell und reibungslos ab und so konnte ich bereits nach wenigen Minuten die ersten Funktionen ausprobieren. Leider blieb die schnelle Konfiguration der einzige Pluspunkt der ersten Betriebsminuten. Zahlreiche vorinstallierte Apps und das, an Huawei angepasste Android-Betriebssystem, ließen vorerst keine große Freude bei der Nutzung aufkommen. Auch die Platzierung des Ein-/Ausschalters sowie der Lautstärketasten auf der kurzen Seite des Displays und die damit aufgezwungene Verwendung des Tablets im Querformat stießen mir anfangs sauer auf. Nach kurzer Eingewöhnungsphase waren diese Hürden allerdings überwunden und der ausführlichen Untersuchung des Gerätes stand nichts mehr im Wege. Ohne mit technischen Details langweilen zu wollen, möchte ich die top Auflösung des Displays, den großen Arbeits- und internen Speicher (ich erhielt die 64-GB-Version) hervorheben.

Genug nun von Verpackung, Aussehen und technischen Details. Kommen wir zur dem, für das das Mediapad M5 gemacht ist, zur Verwendung für Multimedia. Die bevorzugten Apps wie Prime Video, Amazon Music, Netflix und DAZN waren schnell heruntergeladen, mein Chromcast ist schon seit langem an den Fernseher angeschlossen, somit stand dem perfekten Abend nichts mehr im Wege. Dachte ich zumindest. Leider verfügt das Tablet (ohne zusätzliche App) nicht über die Möglichkeit der Bildschirmübertragung auf den Chromecast. Anstatt dessen wird Mirrorshare für Miracast-Geräte verwendet. Dies stellt zwar bei der Nutzung der meisten Apps, wie zum Beispiel Netflix, Amazon Music, DAZN oder Google Photos kein Problem dar, die Verwendung meiner Lieblings Streaming-App Prime Video war somit aber hinfällig, da diese keine integrierte Chromcast-Funktion. Der erste Minuspunkt während der Verwendung war somit ausgemacht. Bleiben wir aber bei den positiven Eindrücken, die Akkulaufzeit war während des gesamten Tests ausgezeichnet und auch die eingebauten Lautsprecher liefern einen tollen Sound. Damit wird das Tablet auf jeder Party zum Stimmungsmacher, wenngleich die Platzierung der Lautsprecher auf der Rückseite für die Nutzung alleine unvorteilhaft ist.

Ein weiterer positiver Faktor fiel beim erstmaligen Entsperren des Gerätes auf. Als bekennender Fan des amerikanischen Konzerns mit dem Apfel, ist die Technologie des Fingerabdrucksensors zum Entsperren des Gerätes natürlich nicht neu für mich. Ich muss aber eingestehen, dass keines der mir bekannten Handys oder Tablets einen derart präzisen und schnellen Fingerabdrucksensor wie das Mediapad M5 besitzt. Der Sensor entsperrt den Display bei Berührung mit dem ausgewählten Finger in Echtzeit –  ein riesen Plus. Als verwöhnter Nutzer eben dieses amerikanischen Konzerns hatte ich allerdings etwas Schwierigkeiten mit dem Startmenü, das durch verschiedenförmige App-Icons (Kreis, Rechteck, abgerundetes Rechteck) für mich keinen positiven Eindruck hinterließ. Dies ist jedoch Geschmackssache und vor allem eine Android-Eigenschaft, weswegen sie dem Mediapad M5 nicht negativ angelastet werden darf.

Da ich das Tablet hauptsächlich als Second-Screen neben dem TV-Genuss oder zum Abspielen von Filmen, Serien und Musik verwendet habe, fiel der Kameratest eher kurz aus. Das Fazit des kurzen Tests: ordentliche Fotos und Videos, egal ob mit Front- oder Rückkamera. Für ein Tablet mehr als ausreichend. Mehr Lob für die wirklich gute Fotoqualität erspare ich mir, da ich ansonsten fürchte, dass mir bei meinem nächsten Konzertbesuch jemand während des Filmens mit dem großen 11-Zoll Display die Sicht verdeckt.

Fazit des Tests: Ein hardwaretechnisch tolles Gerät, dass allerdings aufgrund der für Huawei angepassten Software etwas an Benutzerfreundlichkeit verliert. Pluspunkte sind das große und gestochen scharfe Display, die lange Akkulaufzeit, das flüssige und schnelle Arbeiten aufgrund der 4 GB RAM, das schlanke Design, die Kamera und der Fingerabdrucksensor. Ein noch nicht erwähnter Voteil ist die Nutzung von zwei Apps gleichzeitig mittels geteilten Bildschirm. Der 11-Zoll Bildschirm bietet dafür genügend Platz. Negativ fielen während des Tests die erwähnte Abwesenheit des Screen-Mirroring für Chromecast, die Platzierung der Tasten und das Fehlen des Klinke-Steckers auf. Alles in Allem würde ich das mir zur Verfügung gestellte Gerät (inkl. LTE-Funktion und 64 GB) aufgrund des Preises von ca. 450 € nur bedingt weiterempfehlen. Der Grund dafür ist aber nicht das Tablet, sondern die nicht benötigten Extras. Für das nur-WIFI Gerät mit halber Speicherkapazität, das um knapp 120 € billiger ist, kann ich auf jeden Fall eine Kaufempfehlung aussprechen.

– Christoph K.


 

Huawei hat heuer beim MWC (Mobile World Congress) 2018 in Barcelona, dass neue Tablet „MediaPad M5“ im Format 16:9 vorgestellt. Bei diesem Testgerät, handelt es sich um die 64 GB-Version, mit 4 GB Arbeitsspeicher. Erweiterbar ist die Speicherkapazität des Tablets, mit einer bis zu „256 GB Micro-SD“.

Im Smartphone-Segment hat sich Huawei hinter Samsung und Apple, mittlerweile auf Platz 3 etabliert. Allerdings verlieren beide Top-Konzerne weiterhin Marktanteile an Huawei.

Nun ist man drauf und dran – zumindest im Android-Lager – auch im Tablet-Segment ganz oben anzukommen. Nach dem „MediaPad 3“, dürfte es hier nur noch eine Frage der Zeit sein, bis man mit dem „MediaPad 5“ ebenso erfolgreich ist, wie mit Smartphones. Die Zahl „4“ ist in China eine Unglückszahl, daher hat Huawei kein „MediaPad M4“ vorgestellt.

Die Verpackung des 16:9 Tablets ist dezent und übersichtlich gestaltet, ähnlich wie jene der Smartphones und daher einfach zu Händeln. Somit ist das sogenannte „Unboxing“ keine fummelige Herausforderung.

Hat man das Tablet nachdem ersten AHA-Effekt mal zur Seite gelegt, widmet man sich vorerst dem Zubehör. Hier gibt es neben dem „Quick Start Guide“, der „Garantiekarte“, einem „SIM-Ejekt-Tool“, dem „USB Typ: C – Ladekabel“, auch den zum Schnelladen benötigten „Quick-Charge-Stecker“ mit 18 Watt Leistung. Und nachdem offensichtlich ganz traditionell der 3,5mm Klinkenanschluss für die Kopfhörer eingespart wurde, liegt auch ein entsprechendes „Adapter-Kabel“ für die USB-Buchse bei. Ob man bei dieser Gerätegröße nicht doch den „normalen“ Kopfhöreranschluss verbauen hätte können, weiß nur Huawei selbst. Denn wer das Tablet auch mit in den Urlaub nehmen möchte und auf den Adapter vergisst, wird im besten Fall nicht nur braun werden, sondern sich auch grün und blau ärgern. Als gute Gesellschaft zum USB-Klinken-Adapter, hätte man dann beim Zubehör zumindest auch einen Standard-Kopfhörer beilegen können.

Hat man das Tablet dann endlich aus der Hülle gezogen, ist sofort die sehr gute Materialanmutung und Verarbeitung in den Händen fühlbar. Die Rückseite wurde aus Aluminium, die Frontseite aus Glas gefertigt. Man spricht hier von einem „Unibody-Metallgehäuse mit 2,5D-Displayglas“. Hätte man in dieser Qualität ein Smartphone in Händen, würde man wohl von einem Handschmeichler sprechen. Es gibt keine unangenehmen Ecken oder Kanten. Alles ist fein verarbeitet und abgerundet. Im Zusammenhang mit dem 16:9 Format, hält man das „MediaPad“ gerne in seinen Händen, um gleich drauf loslegen zu können.

Die Lautstärken-Wippe ist sehr sauber und gut verarbeitet, hat einen sehr guten Druckpunkt und nicht mehr Spaltmaß als notwendig. Ebenso verhält es sich auch mit dem „USB-Port“ und dem Einschub für Micro-SD beziehungsweise SIM-Card, die sehr sauber und präzise ausgefräst wurden. Sehr detailverliebt sehe ich auch die oberen Ausbohrungen für die Lautsprecher, die in den Antennenstreifen sehr dezent eingearbeitet wurden. Nur die „13 MP – Hauptkamera“ mit einer Blende von F2.2 & Autofokus – die durchaus gute Fotos macht – ragt etwas aus dem Gehäuse. Da die Rückseite aber ohnehin ziemlich rutschig ist und man Gefahr läuft das einem das Tablet aus den Händen rutscht, kommt über ein entsprechendes Case nicht hinweg. Somit sollte auch die Kamera mit dem Case, wieder annähernd eine Ebene und somit gute Auflagefläche bilden.

Die „8 MP – Frontkamera“ mit einer F2.2 Blende & fixen Fokus, reicht für das eine oder andere Selfie mit der Family, auf jeden Fall mehr als aus.

Die Frage, ob man in einem Tablet generell Kameras verbauen muss die kaum jemand dafür nützt, sei mal in die Runden der Hersteller geworfen. Zumal die Smartphones immer größere Displays (6“ und mehr) anbieten und auf jeden Fall bessere Fotos machen. Gerade bei HUAWEI liegt der Focus bei den Smartphones ganz klar bei den Kameras und zumindest bei den Flaggschiffen auch an der Kooperation mit LEICA.

Das Gewicht liegt mit „498 Gramm“ im Rahmen eines 10,8“ großen Tablets und fällt nicht unangenehm auf. Auch eine etwas längere Sitzung mit dem „MediaPad“, sollte somit keine schmerzliche Herausforderung für Hände und Gelenke darstellen.

Beim Einschalten des Tablets, wird man neben den Schriftzügen von Huawei und Android, mit einem sehr gut gedämpften und nicht zu lauten Vibrieren begrüßt. Hat man sich dann durch das Einrichtungsmenü gearbeitet, steht dem optischen Genuss des „IPS-Displays“ nichts mehr im Wege. Die 2K-Auflösung von 2.560 × 1.600 Pixel und einer Pixeldichte von 280 PPI, stehen dem Tablet sehr gut zu Gesicht. Sofern man den Farbmodus im Menü auf „normal“ umgestellt hat, bieten sich einem sehr lebendige und natürliche Farben. Ansonsten empfinde ich die Farben etwas zu übersättigt und unnatürlich intensiv.

Auch die Maximalhelligkeit ist zumindest in Räumlichkeiten, vollkommen ausreichend. Lediglich die automatische Helligkeitsregelung ab Werk, scheint mir dann doch um einiges zu niedrig gewählt. Hier könnte Huawei die Regler noch um einiges nach oben justieren. Im Gegensatz zur Bedienung im Schatten, ist bei direkter Sonneneinstrahlung das Display kaum mehr vernünftig abzulesen. Spätestens dann sieht man hier auch sehr gut die Hundertschafft an Fingerabdrücken. Lesen oder Filme schauen, sollte man daher entweder im Schatten, oder im inneren des Hauses. Das macht dann aber dafür so richtig Spaß. Egal ob man sich die Zeit mit einem Spiel oder einem Film, dem Internet oder mit der Pflege von sozialen Kontakten vertreibt. Das IPS-Display lässt keinen Spielraum für Kritik. Hier bekommen die Augen richtig was zu sehen. Die Bildschärfe bietet zu jeder Zeit eine ausgezeichnete Qualität. Speziell Filme oder Videos schauen, macht echt großen Spaß.

Auch der „7500 mAh“ große Akku, lässt hier ungetrübtes Film- oder Lesevergnügen zu. Sollte dann mal doch Bedarf an Strom bestehen, ist der Akku mit Hilfe von „Quick-Charge“ in einer Stunde bereits wieder auf 55% geladen. Nach nur 30 Minuten sind je nach Anwendung, wieder 1,5 Stunden Nutzung möglich. Eine Vollaufladung des Tablets von 0 auf 100%, nimmt in etwa 3 Stunden in Anspruch. Spätestens dann, kann´s mit dem Vergnügen gnadenlos weitergehen.

Ein weiteres Vergnügen bzw. Hörerlebnis sind die 4 Lautsprecher (2 oben, 2 unten), wo man wiederholt mit „Haman/Kardon“ erfolgreich zusammengearbeitet hat. Diese bieten einen beeindruckenden „3D-Stereosound“ und zeigen, dass „Harman/Kardon“ nicht zu Unrecht zu einem der weltbesten Hersteller seines Faches steht. Je nach persönlichem Geschmack, könnten die Höhen etwas geringer, dafür die Bässe etwas voller ausfallen. Das nennt sich dann aber wohl Jammern auf hohem Niveau. Noch faszinierender wird das Hörerlebnis mit Kopfhörer. In meinem Fall waren das eher günstige „In-Ears von AKG“ in der „Quincy Jones-Edition“. Hier wird es mit Sicherheit Tablet-Nutzer geben, die wesentlich hochwertigere Kopfhörer besitzen. Aber spätestens hier war ich vollends begeistert und kaum mehr davon wegzubekommen. Beim Ansehen von Filmtrailern wie z.B. „The Greatest Showman“ hatte ich das Gefühl, eine Kinokarte gekauft zu haben.

Vor allem wenn die eigenen Kopfhörer noch etwas mehr Bass anbieten glaubt man kaum, dass man es hier „nur“ mit einem „MediaPad“ im 16:9-Format zu tun hat.

Die Position der Lautsprecher, sowie die im Vergleich zum „MediaPad M3“ durchgehenden Öffnungen im Gehäuse, bieten ein fast schon unfassbares Klangerlebnis. Auf diesem Level ein paar Runden „Real Racing 3“ bei voller Lautstärke drehen, ist einfach nur grandios und definitiv auf jeden Fall ein „Fun-Factor“.

Was wäre das alles jedoch ohne einen perfekt angepassten Prozessor, den hauseigenen „Huawei-Kirin 960s Octa-Core“. Android 8.0, sowie die von Huawei namentlich an Android angepasste EMUI 8.0 laufen ohne jegliche Denkpausen. Das System ist tadellos aufeinander abgestimmt. Das öffnen und schließen, sowie das downloaden von Apps läuft quasi fließend. Auch das hoch- und runterfahren des Systems läuft ohne jegliche Verzögerung.

Aber was wäre ein Tablet oder Smartphone, wenn es nicht für die nächste Generation Verbesserungsvorschläge gäbe. So perfekt das „MediaPad M5“ auch sein mag, den einen oder anderen Punkt sollte sich Huawei vielleicht noch durch die Ingenieursköpfe gehen lassen.

Da wäre zum einen der Fingerabdruckscanner. Die Funktion an sich ist so grandios, wie man es schon von Huawei oder Honor-Smartphones kennt. Er reagiert präzise, fast schon bevor man den Finger (Daumen) noch am Sensor hat. In dieser Kategorie macht Huawei weltweit kein Hersteller etwas vor. Aber die Position! Immer wieder kommt es vor, dass man bei der Verwendung im Querformat, mit dem Daumen den Sensor „unabsichtlich“ berührt und somit das Tablet ungewollt in den Ruhe(zu)stand versetzt und offene Anwendungen schließt. Noch beim „M3“ wurde der Fingerprintsensor an die untere Seite (Querformat) verbaut, sodass man niemals zufällig auch nur in die Nähe des Sensors kam. Auf den vorderen Schriftzug hätte Huawei gerne verzichten können – der ohnehin nochmals an der Rückseite angeführt ist – und an diese Stelle den Sensor verbauen dürfen. Auch eine kleine Vertiefung wäre hier sehr praktisch, womit man ihn auch bei dunkleren Lichtverhältnissen quasi blind ertasten könnte.

Und so präzise und hervorragend verarbeitet die Tasten auf der rechten Seite (Querformat) auch sind, so unpraktisch sind sie bei der Verwendung des Tablets im Hochformat. Hier könnte es durchaus vorkommen, dass man bei angewinkelten Beinen oder wenn das Tablet aufrecht auf dem Tisch steht, die Lautstärken-Wippe oder die „On-Off-Taste“ bedient. Hier wäre es eine Überlegung wert, die Tasten auf die gegenüberliegende Seite zu verbauen. Auch wenn das gegen den Standard der meisten Smartphones und Tablets sprechen würde.

Alles in allem ist das neue „MediaPad M5“ von Huawei ein sehr gelungenes Tablet, dass nicht nur großen Spaß macht, sondern auch anderen Herstellern im Android-Segment zeigt (sofern noch Ambitionen vorhanden) wie hoch man die Latte künftig legen muss. Der Preis für die „Wifi-Version“ für das 10.8“ Zoll-Gerät mit 64 GB Speicher liegt bei € 429,- / € 479,- muss man für die „LTE-Version“ kalkulieren.

Fazit: Wer sich überlegt ein neues Tablet mit Android-Benutzeroberfläche anzuschaffen, kommt an Huawei und dem neuen „MediaPad M5“ nicht vorbei. Von mir gibt es dafür eine ganz klare Kaufempfehlung!!!

-Gerhard D.

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