Google Nearby: Komfortabler Datenaustausch fĂĽr Android und iOS

Redaktion 16. Juli 2015 0 Kommentar(e)

Mit „Nearby“ hat Google jetzt offiziell eine Kommunikationstechnologie vorgestellt, mit der sich Smartphones und Tablets in unmittelbarer Nähe automatisch koppeln lassen und Daten austauschen können. Die Technik ist sowohl mit Android als auch iOS kompatibel und ist bereits Teil der Google Play Services 7.8, die derzeit ausgerollt werden. 

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nearby

Seit knapp einem Jahr geistert „Nearby“ in der einen oder anderen Form durch die Gazetten – jetzt hat der Suchmaschinenbetreiber die Funktion offiziell vorgestellt. Worum geht’s? Im Kern handelt es sich um eine Technologie, mit der sich in der Nähe befindliche Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets automatisch koppeln lassen und Daten austauschen können. Dabei nutzt „Nearby“ eine Kombination aus WLAN, Bluetooth und hochfrequenten Audiosignalen, die von Lautsprecher und Mikrofon gesendet und empfangen werden können, um die Verbindung aufzubauen.

Die neue Technik mag sich auf dem ersten Blick zwar relativ unspektakulär anhören, doch „Nearby“ hat tatsächlich das Potential, die Art und Weise unserer Smartphone-Nutzung zu verändern. Da das manuelle Koppeln entfällt, bieten sich Entwicklern nämlich ganz neue Möglichkeiten, aufregende und interessante Apps zu erstellen. „Nearby“ könnte zum Beispiel Spieler des gleichen Multiplayerspiels darauf aufmerksam machen, dass sich neue Gamer in der unmittelbaren Nähe befinden, um so direkt vor Ort eine Runde auszutragen.

eddystone-beacon

Erste Apps nutzen bereits „Nearby“

In Verbindung mit dem Low Energy-Beacon namens „Eddystone“ wäre es für Kaufhäuser etwa auch möglich, ihre Kunden in der Nähe auf neue Sonderangebote aufmerksam zu machen. Auch Verspätungen von Bus und Bahn könnten direkt und automatisch auf dem Smartphone eintrudeln. Da „Nearby“ außerdem sowohl mit Android als auch iOS kompatibel ist, wird eine breite Nutzerschaft abgedeckt. Zu den ersten Apps, die „Nearby“ bereits verwenden, gehören Edijing und Truila. Die erstgenannte ermöglicht es DJs, Clubbesuchern vor Ort direkt Playlists zur Verfügung zu stellen. Truila ist hingegen für die Wohnungssuche gedacht. Die Anwendung erstellt Boards mit Wohnungsgesuchen- oder Angeboten, die Menschen in der Umgebung dann direkt einsehen können.

Aktuell wird die neue „Nearby“-Funktionalität samt passender APIs bereits mit einem Update der Google Play Services auf Version 7.8 ausgerollt. In der nächsten Zeit sollten wir also deutlich mehr Apps zu Gesicht bekommen, die das neue Feature verwenden.

Quelle: Google (1), (2) (via: GIGA (1), (2), Netzwelt, ZDNet)

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