My Virtual Girlfriend

Michael Derbort 26. April 2015 0 Kommentar(e)
My Virtual Girlfriend Androidmag.de 1 1 Sterne

Kein Erfolg bei Frauen? Da können wir Abhilfe schaffen: Bei diesem Spiel kann der selbsternannte Womanizer die (virtuelle) Frau seiner Träume aufreißen. Zunächst die eigenen Vorzüge zum Besten geben, dann die Wunschtussi auswählen und schon kann es losgehen. Wir suchen uns ein Rendermädel aus und dann geht es ans Aufreißen. (1,04 Euro, In-App-Käufe erweiternd)

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Die App fĂĽr Verzweifelte

Jaja, ich weiß: Die Dusche funktioniert schon seit einem Jahr nicht richtig, die Waschmaschine ist auch kaputt, die Seifenpreise steigen ins Uferlose, und wenn Frauen in unmittelbarer Nähe unverzüglich in Ohnmacht fallen, so liegt das nicht am umwerfenden Charme, sondern an dem besonders männlichen Odeur.

Flirtversuche sind also nur noch bei digitalen Angebeteten möglich. Und an solche Kandidaten wendet sich dieses wunderbare Spiel. Wir geben also unsere Vorzüge zum Besten (etwa Haarfarbe, Körperumfang, Intelligenz, Charme und noch vieles mehr) und stellen auch gleich die gewünschten Vorzüge unserer Schönheit ein.

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Ich probiere es und bereits Sekunden später kassiere ich die erste Abfuhr. Meine Güte, ist die Kleine empfindlich. Spielt sich auf, wie eine Diva – weiß die eigentlich, dass sie nur ein blöder Pixelhaufen ist? Zweiter Versuch, mein Finger rutscht auf dem Display versehentlich zu nahe in Richtung Oberweite, ich kassiere einen Stinkefinger und auch die zweite „Eroberung“ rauscht davon. Dumm gelaufen. So langsam verstehe ich: Es muss irgendein System dahinter stecken, dass ich keinen Erfolg bei Frauen habe …

Die App zum Verzweifeln

Nach mehreren Fehlversuchen stelle ich fest: Die Macher hatten womöglich eine witzige Idee, das Ergebnis ist öde. Die Hürden liegen hoch, die virtuellen Frauen (übrigens in üppiger Zahl vertreten) sind keineswegs pflegeleicht und ein falscher Tipp auf das berührungsempfindliche Display reicht, um einen Satz heiße Ohren zu kassieren. Bald lasse ich das Spiel wieder entnervt von meinem Smartphone verschwinden, gehe in die nächste Disco, um mir wieder ganz reale Ohrfeigen abzuholen. Die tun zwar weh, aber das vertreibt wunderbar die Langeweile, die bei diesem Spiel aufgekommen ist.

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Fazit

Die 1,04 Euro, die diese App kostet, können wir uns sparen. Dafür lassen sich wunderbare andere Dinge kaufen. Etwa Seifenblasen. Die sind auch sehr lustig. Die App selbst fällt unter das Betäubungsmittelgesetz.

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