App-Review: Spaces

Hartmut Schumacher 4. Juni 2016 0 Kommentar(e)
App-Review: Spaces Androidmag.de 4 4 Sterne

„Im engen Kreis teilen“ lautet der Slogan der neuen Google-App „Spaces“. Überflüssig oder aber eine willkommene Bereicherung im Markt der sozialen Netze und Instant-Messenger? (kostenlos, ohne In-App-Käufe)

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Die App „Spaces“ erlaubt es, ein soziales Netz im Miniformat zu errichten. Gedacht ist das für Planungen in kleinen Gruppen – beispielsweise beim Vorbereiten von Reisen oder Partys.

Konkret läuft das folgendermaßen ab: Du legst für ein Thema einen „Space“ an, also eine Art Chat-Raum. Dort kannst du dann Texte posten sowie Internet-Verweise, Fotos und Videos. Das Suchen nach Internet-Seiten und YouTube-Videos kannst du bequemerweise direkt aus der App heraus erledigen.

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Anschließend darfst du Freunde in diesen Raum einladen – unter anderem per E-Mail, per Facebook oder per WhatsApp. Die einzige Voraussetzung dafür: Jeder der Freunde muss über ein Google-Konto verfügen. Die eingeladenen Freunde dürfen Kommentare zu deinen Beiträgen abgeben (worüber du Benachrichtigungen erhältst) oder aber eigene Beiträge posten.

Sinnvollerweise lassen sich alle diese Dinge nicht nur aus der App heraus bewerkstelligen, sondern auch im Web-Browser deines PCs (allerdings etwas weniger komfortabel) – und zwar über folgende Site: spaces.google.com.

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Nicht ohne Schwächen

Die App erweist sich als durchaus nützlich und lässt sich erfreulich einfach bedienen. Allerdings sind zumindest in dieser ersten Version noch einige Mankos vorhanden: Es ist beispielsweise nicht möglich, zusätzlich zu Fotos auch andere Dateien zu teilen. Bislang lassen sich auch keine Umfragen einrichten. Zudem suchst du vergeblich nach einer Funktion zum schnellen Eingeben von Reaktionen wie „Gefällt mir“ oder „Gefällt mir nicht“. Und nicht zuletzt lässt die Suchfunktion der App noch zu wünschen übrig.

Fazit

Spaces ist eine Mischung aus sozialem Netz und Messenger, die einerseits durch eine unkomplizierte Bedienung zu überzeugen weiß, andererseits aber bislang nur grundlegende Funktionen bietet. Ob das reicht, um sich gegen die etablierte Konkurrenz durchzusetzen? Wir sind eher skeptisch – drücken aber die Daumen, da die App prinzipiell einen durchaus sympathischen Eindruck hinterlässt.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.