Andrexit kann nicht ernst gemeint sein

26. Juni 2016 2 Kommentar(e)

Sowohl Samsung, als auch Huawei haben sich dahingehend geäußert, dem Betriebssystem Android den Rücken zu kehren. Was ist an diesen Äußerungen dran?

Samsung will sein eigenes OS Tizen stärken und denkt laut darüber nach, das hauseigene Betriebssystem nicht nur auf Smartwatches und einigen Haushaltsgeräten, sondern in Zukunft auf allen Samsung-Geräten einzusetzen.

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Nach dem Brexit der Andrexit?

Offenbar ist nach dem Brexit die Zeit alles und jeden in Frage zu stellen. Denn nun kommt auch Huawei und möchte seine Abhängigkeit von Googles Betriebssystem reduzieren? Wie? Indem man wie Samsung auf ein eigenes OS setzen. Kirin soll es angeblich heißen und man arbeite schon drei Jahre daran.

Mag sein, doch mehr als ein Schuss vor dem Bug von Google kann das nicht sein, ebenso bei Samsung. Huawei rudert auch schon wieder zurück und vertritt nun die Meinung, man werde an Android festhalten, so lang es Open Source ist. Okay, das kann man gut nachvollziehen und Google wird sich hüten, die Offenheit von Android infrage zu stellen. Zu sehr fühlen sich die Hersteller jetzt schon von Google gegängelt.

Wieso also nicht auf ein eigenes OS setzen?

Die Antwort ist kurz und bündig: Weil niemand mehr Android das Wasser reichen kann. Mit über 1,5 Millionen Apps ist der Play Store so gut gefüllt wie kein zweiter. Gerade iOS kann da noch mithalten. Windows Phone schon nicht mehr. Und Microsoft ist ja auch kein kleiner Fisch im OS-Becken. Allerdings nur im Desktop-OS-Pool.

Bei den mobilen Betriebssystemen kann kommen wer will, Android und iOS werden noch lange dominieren. Bis die Entwickler nur einen Bruchteil der Anwendungen für Tizen oder Kirin programmiert hätten, wären wohl die meisten Anwender schon abgesprungen. Das kann sich weder Samsung leisten noch Huawei. Also wird aus dem Andrexit nichts werden, das ist nur Donnergrollen, um Google die eigene Macht zu demonstrieren.

 

 

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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