Nexus Q: Google will mit cloudbasierter Medienstreaming-Box das Wohnzimmer erobern

28. Juni 2012 2 Kommentar(e)

2011 wurde auf der I/O, der Entwicklerkonferenz von Google, die Entwicklung der Android@Home-Reihe bekanntgegeben. Gestern, bei der ersten Keynote der diesjährigen I/O – also gerade einmal ein Jahr später – hat der Softwareriese das erste Gerät der Serie präsentiert: Nexus Q.

Zugriff auf Multimedia-Content

Das Gerät wurde vollständig von Google entwickelt und soll einfachen Zugriff auf die Multimedia-Inhalte des Play Stores ermöglichen – unter anderem auf Musik, Zeitschriften und Filme. Auch Youtube-Videos können problemlos wiedergegeben werden. Gedacht ist das Nexus Q als kompakte Medienstreaming-Box für das Wohnzimmer, daher auch das hochwertige, extravagante Design. Das kugelförmige Gerät besitzt einen leuchtenden Seitenstreifen, gleichzeitig  fungiert die obere Hälfte als Lautstärkeregelung – ein Touch darauf, und der Ton ist aus. Bei der Größe befindet sich das Q ungefähr im Bereich einer CD, Platzmangel ist also kein Problem.

Starke Hardware

Neben der gelungenen Optik macht auch die verbaute Hardware einen guten Eindruck: Das Nexus Q kommt mit einem Texas Instrument-Prozessor – genauer einem TI OMAP 4460. Diese CPU ist auch in Samsungs Galaxy Nexus verbaut. Als Arbeitsspeicher steht 1 GB RAM zur Verfügung, zudem sind 16 GB interner Speicher an Bord.

Mit anderen Geräten verbunden wird das Nexus Q mit einer Reihe von Anschlüssen: Für den Fernseher steht ein microHDMI-Anschluss zur Verfügung, außerdem ist ein micro-USB-Anschluss verbaut – damit soll auch die sogenannte „Hackability“ gewährleistet sein. Das heißt im Endeffekt nichts anderes, als dass Google sich Inputs und Apps von außenstehenden Entwicklern erhofft. Die Internetkonnektivität wird durch WLAN a/b/g/n oder einen LAN-Port ermöglicht. Außerdem findet man auf der Rückseite noch einen Ausgang des integrierten 25-Watt-Verstärkers vor.

Soziale Streaming-Box

Gesteuert wird das Nexus Q über ein Smartphone oder ein Tablet. Die Konfiguration ist bei NFC-fähigen Geräten besonders einfach, denn hält man das Device an das Nexus Q, wird die Verbindung automatisch hergestellt. Wählt man nun einen Film oder einen Song, streamt das Nexus Q den gewählten Content aus dem Play Store also aus dem Internet. Das ist auch mit mehreren Android-Geräten möglich, die Google-Box ist also „sozial“. Andere Benutzer können nach dem Herstellen der Verbindung ebenfalls im Play Store gekaufte Inhalte an das Q streamen oder die Playlists bearbeiten.

Als Betriebssystem läuft Android 4.0 ICS, über ein Update auf das ebenfalls gestern vorgestellte Android 4.1 Jelly Bean ist noch nichts bekannt. Da das Gerät vollständig in den USA gefertigt wird und großer Wert auf Qualität gelegt wurde, überrascht auch der Preis von 299,- US-Dollar nicht wirklich. Ob und wann das Nexus Q in Europa verfügbar sein wird, steht ebenfalls noch in den Sternen – aktuell hätte ein Lauch in unseren Breitengraden aber noch wenig Sinn, ist doch bei uns außer Apps und Büchern auch kaum noch Content im Play Store verfügbar.

Spezifikationen:

Durchmesser: 116 mm

Gewicht: 923 Gramm

Prozessor: TI OMAP 4460 Dual-Core

Arbeitsspeicher: 1 GB RAM

Speicher: 16 GB intern

Betriebssystem: Android 4.0 ICS

Anschlüsse: microHDMI, microUSB, Audio,

Konnektivität: WLAN a/b/g/n, NFC, Bluetooth

Sonstiges: integrierter 25 Watt-Verstärker

Hier noch einige Bilder:

Das offizielle Introducing-Video:

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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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