Das eine schick, das andere langweilig: Nexus 6 (2015) & Nexus 5 (2015) geben ihr Design preis

Peter Mußler 16. August 2015 5 Kommentar(e)

Schöner Schwan und hässliches Entlein? Auf Basis von Blaupausen, die LG und Huawei Zubehörherstellern zugeschickt haben, wurden jetzt Renderbilder der kommenden Nexus-Geräte erstellt. Während das Nexus 6 (2015) offenbar ein echtes Schmuckstück zu werden scheint, enttäuscht das Nexus 5 (2015) jedoch mit einem ziemlich langweiligen Design.

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Wer sich schon immer neugierig gefragt hat, wieso just zur Vorstellung eines neuen Smartphones schon genügend Zubehörartikel wie Hüllen und Cases verfügbar sind, verraten wir jetzt ein (offenes) Geheimnis: Blaupausen, es sind die Blaupausen! Denn schon weit vor der offiziellen Vorstellung verschicken Samsung, HTC, Sony & Co. Blaupausen ihrer noch geheimen Smartphones, sodass Zubehörhersteller genügend Vorlauf haben, um unterschiedliche Hüllen, Cases, Taschen und vieles mehr anfertigen zu können. Auf Basis eben jener Blaupausen wurden jetzt die Renderbilder des Nexus 5 (2015) und Nexus 6 (2015) erstellt, die im Spätsommer als Vorzeige-Plattform für Android M in den Handel kommen werden.

Nexus 5 (2015): Langweiliges Design

Beim Blick auf die besagten Bilder zeigt sich allerdings leider ein ziemlich zweischneidiges Schwert, denn das Nexus 5 (2015) aus dem Hause LG kann nicht mal ansatzweise mit dem schicken Nexus 6 (2015) von Huawei mithalten. Dem Vernehmen nach soll LGs Nexus mit einem Metallrahmen daherkommen. Die Kanten sind außerdem abgeschrägt und versprühen damit ein wenig den Charme des Galaxy S6. Soweit, so gut – leider war’s damit aber auch schon. Mehr Eyecatcher scheint das Nexus 5 (2015) nicht zu besitzen, denn die Rückseite soll aus einem langweiligen Kunststoff bestehen und die Kamera, die deutlich absteht, ist auch kein Garant für einen Schönheitspreis. Darunter befindet sich der Fingerabdruckscanner. Zwar gibt uSwitch zu bedenken, dass die Plastikrückseite noch keine beschlossene Sache sei und das besagte Nexus auch mit einem Unibody-Gehäuse aus Metall ausgestattet sein könnte – angesichts der Tatsache aber, dass auch das Nexus 5 (2013) einen Rücken aus Kunststoff besaß, ebenso wie das Nexus 6 (2014), würden wir nicht allzu viel darauf verwetten.

Außerdem sind an der Front zwei Stereo-Lautsprecher zu finden, an der rechten Seite der Powerbutton und Lautstärkeregler und an der unteren Seite dann ein 3,5 mm-Klinkenstecker in Gesellschaft eines USB Typ C-Anschlusses. Die Displaydiagonale soll sich auf 5,2 Zoll belaufen und damit einem Hauch größer als beim originalen Nexus 5 ausfallen, das seinerzeit ein 4,95 Zoll in der Diagonale messendes Display an Bord hatte.

Nexus 6 (2015): Der Schönling

Kommen wir zum schöneren der beiden Nexus-Geschwister: dem Nexus 6 (2015) aus der Feder von Huawei. Hier sticht sofort die Rückseite ins Auge, die in Metall gehalten ist und dem Gerät einen edlen Look verleiht. Lediglich an der Ober- und Unterseite sind Kunststoffverstrebungen angebracht, um dort offenbar die Mobilfunkantennen unterzubringen, sodass ein einwandfreier Empfang garantiert werden kann. Zu den Farbvarianten gibt es noch nichts Handfestes zu berichten – es dürfte aber wahrscheinlich sein, dass Huaweis Nexus in mehreren Farbtönen angeboten werden wird.

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Wie beim Nexus 5 (2015) von LG, sind auch hier die Kanten abgeschrägt. Allerdings erscheinen die Ecken des Geräts deutlich abgerundeter als bei LGs Nexus, weshalb das Nexus 6 (2015) einen insgesamt weicheren Eindruck hinterlässt. Fingerabdruckscanner auf der Rückseite und ein USB Typ C-Port auf der Unterseite sind ebenso vorhanden wie Stereo-Frontlautsprecher an der Front. Der 3,5 mm-Klinkenanschluss sitzt beim Nexus 6 (2015) hingegen auf der Oberseite. Die Abmessungen belaufen sich auf 159,4 x 78,3 x 6,6 bis 8,5 Millimeter, offenbar experimentiert Huawei außerdem mit gleich zwei Displaygrößen: 5,5 Zoll in der Diagonalen sowie 5,7 Zoll.

Wie gefällt denn euch das Design der beiden Nexus-Smartphones? Besser oder schlechter als die Vorgänger? Sagt es uns in den Kommentaren!

Quelle: uSwitch (1), (2)

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.