Neptune Duo: Dieses Konzept bringt die Smartwatches einen Schritt weiter oder doch nicht?

Peter Mußler 18. Februar 2015 3 Kommentar(e)

Die Macher der Neptune Pine-Smartwatch kommen jetzt mit einem neuen Konzept daher, welches genauso ausgefallen ist wie ihr Erstlingswerk. Es ist insofern besonders spannend, weil damit wieder einmal ein Hersteller die Grenzen zu verschieben versucht und ĂŒber den Tellerrand schaut.

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Auf den ersten Blick sieht die Neptune Duo genauso aus wie die Smartwatch von Pop-Star Will.I.Am. Anstatt einer Uhr handelt es sich dabei nĂ€mlich vielmehr um ein Armband mit einem gebogenen OLED-Display, welches auf dem großen Screen die eingehenden Benachrichtigungen und weitere Informationen anzeigt. Soweit hört sich das Ganze ja noch sehr normal an. Interessant wird es aber erst mit dem dazugehörigen Pocket Screen. Dabei handelt es sich im Prinzip um ein „dummes“ Smartphone.

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Der Pocket Screen

Im Prinzip fungiert der Pocket Screen nur als Erweiterung fĂŒr das Wearable und zeigt die Inhalte des Hub groß auf dem 5 Zoll Display mit 1280×720 Pixel Auflösung an. Eine 8 MP-Kamera befindet sich an der RĂŒckseite, wĂ€hrend vorne eine 2 MP Linse untergebracht ist. NatĂŒrlich sind Mikrofon und Lautsprecher auch dabei. Betrieben wir das Ganze von Android 5.0 Lollipop und ist somit auf dem neuesten Stand.

Interessant ist, dass das Smartphone keinerlei Informationen speichert. Folglich ist es kein Problem, wenn du das GerÀt verlierst oder zuhause vergisst. Du kannst dir sogar den Pocket Screen von jemand anderem ausborgen und der Hub funktioniert trotzdem einwandfrei.

Die Eliminierung des Sinns

Doch an dieser Stelle taucht die Frage auf: Ist nicht eigentlich der Sinn der Wearables, dass wir das Smartphone nicht aus der Tasche holen mĂŒssen? Damit wĂŒrde ja der Pocket Screen, der als Erweiterung dient, ja diesem Bestreben entgegenlaufen und folglich keinen Vorteil bringen. Der Hersteller beharrt aber darauf, dass der Pocket Screen trotzdem eine Verbesserung bedeutet, denn schließlich muss er ja nicht verwendet werden, sondern soll nur eine ErgĂ€nzung sein. Alle Aufgaben können prinzipiell ganz normal ĂŒber das Armband ausgefĂŒhrt und erledigt werden.

Ob dem tatsĂ€chlich so ist und man auf die Verwendung des Pocket Screens wirklich gĂ€nzlich verzichten kann, wird aber wohl oder ĂŒbel erst ein Praxis-Test zeigen. Kosten soll das Duo satte 798 Dollar, allerdings kann man selbst bestimmen wie viel man bereits jetzt bezahlt, sollte man sich fĂŒr das GerĂ€t interessieren.

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Ein Gedanke am Rande

Das ist ein saftiger Preis fĂŒr zwei GerĂ€te, wobei eines eigentlich ja nur ein Display ist. Da ja bereits jeder von uns ein Smartphone besitzt, wĂ€re es ja cool, wenn man das bestehende Smartphone mit einer ROM ausstatten könnte, welche die FunktionalitĂ€t als Pocket Screen nachrĂŒstet. Damit mĂŒsste man sich nur mehr das Wearable kaufen, wodurch der Preis fallen wĂŒrde. Klar, vom technischen Standpunkt aus gesehen, ist das ein massiver Aufwand, denn die ROMs mĂŒssten ja fĂŒr eine Vielzahl an GerĂ€ten angepasst werden. Deshalb ja nur ein Gedanke.

Was haltet ihr von Neptune Duo? Sieht so die Zukunft der Wearables aus? Schreibt uns eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: Neptune

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschĂ€ftigt er sich gerne mit formschönen GerĂ€ten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes AlugehĂ€use. Als Redakteur fĂŒr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.