Die Zukunft des Autos ist smart! Smartphone und Auto – vernetzt in die Zukunft!

Peter Mußler 30. August 2016 0 Kommentar(e)

Die Verbindung von Smartphone und Auto ist kein wirklich neues Thema, aber die Zahl der Piloten, die mit Ihrem GefĂ€hrt auch anderweitig verbunden sind als mit Herz, Hand und Hinterteil ist dennoch ĂŒberschaubar. Wir sagen, was heute schon möglich ist und wie der Individualverkehr kĂŒnftig noch smarter werden kann.

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Ferngesteuert. Der PKW hat eine Internetverbindung und nutzt diese, um mit dem Fahrzeughalter bzw. dessen Handy zu kommunizieren und dadurch Befehle zu erhalten. Sie wollen das Fahrzeug klimatisieren um nicht bei ungemĂŒtlicher Saunatemperatur sich hinters Lenkrad klemmen zu mĂŒssen? Vernetzung macht‘s möglich!

Erstaunlicherweise ist das Auto von der Vernetzungswut unserer Tage bei weitem nicht so stark berĂŒhrt wie das Haus. Dort ist es schon lange keine Seltenheit mehr, dass sich Fenster und TĂŒrschlösser, Heizung, Beleuchtung und Wettersensoren stĂ€ndig mit einer Schaltzentrale austauschen und den Bewohnern per Handy Meldung machen, etwa wenn Eindringlinge registriert werden, jedoch auch Befehle aus der Entfernung annehmen: „Aufheizen, wir kommen morgen aus dem Urlaub zurĂŒck!“

Der Tesla als Vorbild

Beim Auto konnte man von einem derartigen Zusammenspiel lange nicht reden: Vielleicht ließ sich die Standheizung per App bedienen, ĂŒber Bluetooth freisprechen oder ein Peilsender zeigte den Standort des geklauten Wagens an. VorstĂ¶ĂŸe der deutschen Premiumhersteller in ihren Oberklassefahrzeugen mit automatischem Notruf bei Panne oder Unfall waren mehr Demonstration der Engstirnigkeit als Wegweiser fĂŒr die Zukunft. Es musste erst ein Neuling auf das Herstellerparkett treten, damit der Stein ins Rollen kam: Tesla hat mit seinem Model S quasi eine Limousine rund um ein Maxi-Tablet gebaut, das stĂ€ndig in regem Austausch mit der Welt via Internet steht. Wo ist mein Sohn gerade mit meinem Wagen? Wie lange muss ich an der RaststĂ€tte noch warten, bis der Akku wieder auf 80% ist? Gibt es ĂŒber Nacht ein Update?

Android Auto als Lösung?

Eine Schnittstelle zwischen unserem Leben und dem Internet ist das Smartphone. In den meisten FĂ€llen lĂ€uft das mit Android. Ein Interface zwischen Google und dem Auto wĂ€re demnach sehr sinnvoll. Android Auto gibt es sogar schon, nur ist man noch nicht so weit, dass man ĂŒber Google Now den Sprachbefehl zum VorwĂ€rmen geben könnte. Das Handy wird an Bord benötigt und man spiegelt lediglich Inhalte wie z.B. die Navigation auf das Bord-Display. Um mit dem Auto zu „sprechen“, braucht es aber eine Hersteller-App. Wir zeigen rechts, wie weit die Vernetzung bei Volumenhersteller VW gediehen ist.

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VWs Lösung: car-NeT

Einer der grĂ¶ĂŸten Automobilhersteller der Welt, der außerdem ĂŒber eine riesige Modellpalette verfĂŒgt, stellt sich der Herausforderung der KonnektivitĂ€t mit diesem System. Was es kann und was nicht.

FĂŒr die Kommunikation mit dem Smartphone und damit die Nutzung der dort installierten Anwendungen bietet VW drei Möglichkeiten: Entweder nutzen Android-User MirrorLink oder Android Auto, um ĂŒber USB-Kabel und das Bord-Entertainmentsystem auf Inhalte zugreifen zu können. Apple-Usern steht CarPlay zur VerfĂŒgung. Dabei sind die Steuertasten am Lenkrad einsatzfĂ€hig, auch die Spracheingabe ĂŒber das Bordmikrofon bleibt nutzbar. Über MirrorLink bietet VW eigene Apps (vom Spritspartrainer bis zur KameraĂŒberwachung der Kinder auf der RĂŒckbank).

App-Connect und Streckeninfos

Über die Car-Net-App sammelt Ihr VW auf Wunsch aktuelle Informationen zur Umgebung (Guide & Inform). Wo ist die gĂŒnstigste Tankstelle? Wo das nĂ€chste BlumengeschĂ€ft? Wie schaut es dort aus, wo ich in zwei Stunden ankommen will? Andere News? Die VerfĂŒgbarkeit mancher Dienste hĂ€ngt auch von der verbauten Hardware ab. Dennoch vermag das System zweifellos einiges zu leisten. Schade nur, dass die volle Nutzung all dieser Möglichkeiten mit betrĂ€chtlichen Kosten einhergeht.

e-Remote: exklusiv fĂŒr Stromer

Gewisse Mechanismen sind bei einem Fahrzeug, in dem alles elektrisch funktioniert, leichter zu steuern als in einem Auto mit Verbrennungsmotor. So wĂ€re die Vorklimatisierung des Wagens dort nur mit laufendem Motor machbar – das ist nicht zu verantworten.

Den E-Fahrzeugen von VW wird deshalb exklusiv eine Reihe von Steuerungs- und Check-Systemen geboten: Batterie-Management, Klimatisierung, Fahrdatenauswertung, SchlossĂŒberprĂŒfung und Protokoll des Standorts. Einiges davon wĂ€re aber auch auf konventionelle Fahrzeuge ĂŒbertragbar.

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschĂ€ftigt er sich gerne mit formschönen GerĂ€ten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes AlugehĂ€use. Als Redakteur fĂŒr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.