Technik: Fun-Ticker

Michael Derbort 24. Oktober 2016 Kommentare deaktiviert für Technik: Fun-Ticker Kommentar(e)

Mit Pokémon verwechselt: Fußgänger erschlagen

In der vergangen Woche wurde in der britischen Hauptstadt London ein 58-jähriger Fußgänger auf offener Straße erschlagen. Zunächst war die Polizei von einem Terrorakt ausgegangen, musste allerdings später feststellen, dass es sich eher um einen sehr abstrusen „Unfall“ handelte.

Der 24-jährige Täter war gerade mit dem Augmented-Reality-Spiel „Pokémon Go“ auf der Jagd nach den quietschbunten Zeichentrickfiguren und im Spielerausch hatte er im Laufe der Zeit die Unterscheidung zwischen Spielewelt und tatsächlicher Realität eingebüßt. Wenig hilfreich für das Opfer war in diesem Zusammenhang, dass es ein schreiend gelbes Hemd trug.

Die Londoner Polizei warnt inzwischen davor, in der Öffentlichkeit Kleidung zu tragen, die dazu geeignet ist, den Träger mit einer dieser Figuren zu verwechseln. Dem Spieler droht inzwischen eine Klage wegen fahrlässiger Tötung.

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Blinddarm-Operationen künftig selbst durchführen

Ein Crowdfunding-Projekt könnte die Medizin künftig revolutionieren: Mit dem sogenannten „Body Repair Kit“ ist es nämlich möglich, dass Patienten ihren Blinddarm selbst entfernen können.

Die steril verpackten Instrumente können via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden werden, eine App erklärt die einzelnen Arbeitsschritte umfassend und Bilder und Videos sorgen für die nötige Detailkenntnis, um diese Arbeiten unbeschadet zu überstehen. Das Kit soll für 199 Dollar erhältlich sein. Ebenfalls zum Lieferumfang gehört die benötigte Dosis an schmerzstillenden Medikamenten.

Sollte sich dieses Konzept als tragfähig erweisen, sollen weitere spezialisierte Kits, etwa für Zirkumzisionen oder Vasektomien folgen. Bei Ärzten ist dieses Produkt allerdings hochumstritten. Ein Ärztesprecher warnt vor unkalkulierbaren Folgen bei solchen Sebsteingriffen.

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„After my Death“: App versendet posthum Posts

Ist das nicht ein lustiger Gag? Ihre Angehörigen bekommen immer noch Nachrichten von Ihnen, obwohl bereits die Würmer an Ihnen knabbern.

In der App „After my Death“ definieren Sie munter Nachrichten vor, die Ihren Freunden und Angehörigen nach Ihrem Tod gesendet werden sollen. Sind diese Nachrichten und die gewünschten Empfänger erst einmal eingestellt, müssen Sie sich einmal im Monat anmelden. Ansonsten geht die App davon aus, dass Sie inzwischen verblichen sind und beginnt mit dem Versand der Nachrichten oder der Posts.

Stellen Sie sich einfach mal die Gesichter der Leute vor, die eine Nachricht von einem Absender erhalten, mit dessen Kommunikationsfähigkeit sie eigentlich gar nicht mehr rechnen. Auch vor dem Tod kann dieses Tool bereits seine Arbeit aufnehmen, wie etwa nach einem irreversiblen Gehirnschaden oder bei einer Demenz.

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