Technik: Kluge Uhr oder Fitness-Armband? – Samsung Gear Fit 2

Peter Mußler 29. August 2016 1 Kommentar(e)

Samsungs erster Schritt auf das Tracker-Parkett war nicht von Erfolg gekrönt, kleine und grĂ¶ĂŸere Probleme verhinderten einen Verkaufs­erdrutsch. Das NachfolgegerĂ€t macht jetzt einiges besser.

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Schön anzuschauen sind die Fitness-Tracker schon, ihre Bestimmung verhehlen sie aber keineswegs. Einer klassischen Smartwatch machen sie optisch keine Konkurrenz. Im Auge wie im Namen: Fitness.

ZunĂ€chst einmal ist sein AMOLED-Display auf die Vertikalnutzung ausgelegt, man kann also den Unterarm beugen wie beim gewöhnlichen Blick auf die Uhr und sieht trotzdem alles. Auflösung und Farbe sind beim 1,5-Zoll-Schirm tadellos. Schwachpunkt bei Bildschirmen dieser Bauart ist die Sichtbarkeit bei Sonnenschein im Freien – so auch hier. Gerade fĂŒr den Outdoor-Sporteinsatz ist das nicht optimal. Aber vielleicht will das GerĂ€t einfach mehr sein als ein Fitness-Tracker?

Kein Akkuwunder, aber dicht

Prinzipiell hat der smarte Armreif aber alles, was es fĂŒrs Aufzeichnen von AktivitĂ€t braucht, nĂ€mlich neben Lage­sensoren auch einen Pulsmesser, GPS-Peilung und eine Höhenmessung ĂŒber den Luftdruck. Nach dem Joggen kann so u.a. die Strecke ganz einfach per Google-Maps verfolgt werden.
Nicht ganz so toll ist, dass man zwei Apps, zumindest fĂŒr den Sportbetrieb, benötigt: „Samsung Gear“ und „S Health“. Gravierender dĂŒrfte aber sein, dass der Akku schnell schlapp macht – besonders rasch beim zehrenden GPS-Einsatz. Ein tĂ€gliches Auftanken an der Dockingstation sollte also schon sein, eventuell sogar öfter, wenn die Gear Fit 2 auch tĂ€glich sportlich genutzt wird. Die in zwei GrĂ¶ĂŸen erhĂ€ltliche Uhr mit Handyanbindung ist ĂŒbrigens wasserdicht (IP68), fĂŒrs Tauchen und lĂ€ngere Schwimmen aber nicht geeignet. Der Preis geht bei intensiver Nutzung in Ordnung.

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschĂ€ftigt er sich gerne mit formschönen GerĂ€ten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes AlugehĂ€use. Als Redakteur fĂŒr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.