Fitness-Armband: Samsung bringt mit S Circle noch ein Wearable

Mit dem S Circle wird Samsung neben der Gear Fit wohl bald ein weiteres Fitness-Armband auf den Markt bringen. Das Wearable soll die Nachfolge des wenig erfolgreichen S Band antreten und sich ausschließlich auf E-Health-Features wie die Messung des Herzschlages konzentrieren. 

Samsungs Wearable-Familie erhält weiteren Zuwachs: Neben den bereits auf dem Mobile World Congress 2014 vorgestellten Smartwatches Gear 2 und Gear 2 Neo, sowie dem schicken Fitness-Armband Gear Fit, steht uns wohl bald ein weiteres Fitness-Armband von Samsung ins Haus. Das S Circle, so der nicht gerade originelle Name, dürfte das Erbe des seinerzeit mit dem Samsung Galaxy S4 eingeführten S Band antreten.

Bei der Bluetooth Special Interest Group zertifziert

Euch sagt das S Band nichts? Keine Panik, da seid ihr nicht allein. Im Gegensatz zu den sehr erfolgreichen Smartphones und Tablets des südkoreanischen Herstellers, ging das S Band nämlich sang- und klanglos unter. Insofern überrascht es auch ein wenig, dass Samsung hier einen Nachfolger in den Startlöchern zu haben scheint. Bei der Bluetooth Special Interest Group (SIG), einer Interessengemeinschaft von mehr als 8000 Unternehmen zur Entwicklung und Förderung des drahtlosen Standards, ist das unter der Modellbezeichnung EI-AN900A bekannte Gerät mittlerweile zertifiziert. Eben jene Modellbezeichnung lässt auf einen Nachfolger oder zumindest auf eine Verwandtschaft zum S Band schließen, denn dieses war unter der Modellbezeichnung EI-HA10 bekannt.

Das Samsung S Band: wenig erfolgreich und kaum bekannt. Steht uns mit dem S Circle jetzt der legitime Nachfolger ins Haus?

Preislich wohl unter der Gear Fit angesiedelt

Spannend dürfte der preisliche Rahmen sein, den Samsung für sein S Circle wohl ansetzt. Orientiert sich das S Circle an seinem Vorgänger, dürften wir es mit einem sehr rudimentären Gadget zutun haben, das nur einfachste E-Health-Funktionen wie die Messung des Herzschlags bietet und wirklich nur für Sportanwendungen gedacht ist. Preislich sollte sich das S Circle damit wohl deutlich unter der Gear Fit positionieren, die neben ihrem schicken Äußeren und den E-Health-Funktionen auch Features einer ganz normalen Smartwatch bietet.

Breitere Produktpalette und Tizen als Basis

Insgesamt scheint Samsung den immer größer werdenden Wearable-Markt dieses Jahr ganz groß in Angriff nehmen zu wollen: Nachdem die im Herbst 2013 vorgestellte Samsung Galaxy Gear nicht den gewünschten Erfolg brachte, fährt man in Südkorea wohl nun eine Doppelstrategie: einerseits die eigene Produktpalette mit der Gear 2, Gear 2 Neo, Gear Fit sowie dem S Circle deutlich erweitern, andererseits die Abkehr von Android und die Verwendung von Tizen als Basis für die eigenen Wearables. Angeblich soll Tizen Energie sparen und den Wearables eine höhere Akkulaufzeit bescheren – bislang eines der größten Hindernisse für die Verbreitung von intelligenten Uhren, Datenbrillen usw.

Google veröffentlicht SDK zur Entwicklung von Wearables

Ob Samsungs Alleingang mit Tizen aber erfolgreich sein wird, darf zumindest angezweifelt werden. Schließlich versucht Google ja gerade, den Erfolg mit Android zu wiederholen und wird in zwei Wochen ein SDK zur Entwicklung von Wearables veröffentlichen. Damit erhalten auch kleinere Hersteller die Chance, auf Basis eines offenen Androids Wearables herzustellen, die mit Samsungs Produkten dann in direkte Konkurrenz treten werden.

Noch gibt es keine Infos zur Veröffentlichung oder Preis des S Circle, aber wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

Könnte euch das S Circle reizen? Wie teuer dürfte es maximal sein, damit es auf eurem Handgelenk landet? 

Quelle: Samsung-updates.com (via Mobile Geeks)