Quell

Dieses Zen-Puzzle bringt nicht nur eure Gehirnwindungen ordentlich auf Trab, es hat auch ein geniales Gameplay. (€ 0,79)

So genug der einleitenden Spannung. Nun wollen wir doch wissen, worum es bei Quell wirklich geht. Werden wir die Aufgaben lösen können oder sind unsere Gehirnwindungen zu sehr verknotet? Tatsache ist: Der Schwierigkeitsgrad steigt kontinuierlich an. Und man darf sich nicht von den ersten Aufgaben täuschen lassen. Da kommen einem doch tatsächlich solche Prädikate wie „easy“ oder „kinderleicht“ in den Sinn. Hier sollte man nicht vorschnell urteilen, es geht zunehmend anspruchsvoller zur Sache.

Durch die Wände gelangt man auf die andere Seite des Spielfeldes.

Anspruchsvoll und schön zugleich

Jetzt wissen wir aber immer noch nicht, was genau man machen muss, um die einzelnen Aufgaben zu “bezwingen”. Eigentlich folgt das Spiel einem recht simplen Spielprinzip. Auf dem Spielfeld befinden sich Blöcke, Münzen und eine Bubble bzw. ein Gummiball. Und zu späterer Stunde natürlich noch allerlei sonstige Gemeinheiten in Form von Dornen oder Sperren, aber auch Hilfen wie etwa Teleporter. Deine Aufgabe ist es, mit dem Gummiball alle Münzen einzusammeln.

Ja, und genau da könnte die Assoziation mit „leichte Aufgabe“ vorschnell geschehen. Denn die Entwickler haben sich da einiges einfallen lassen, um diese Aufgaben mit steigendem Level zu erschweren. Die Bubble kann in vier Richtungen durch Ziehen mit dem Finger bewegt werden. Das Problem dabei: sie stoppt erst, wenn sie einen der eher am Spielfeldrand angeordneten Blöcke berührt.

Nun sind die Münzen aber auch mal in der Mitte des Spielfeldes verteilt, und es ist wahrscheinlich gerade dem Anfänger nicht sofort klar, wie er denn nun überhaupt und jemals die Münzen erreichen kann. In diesem Stadium ist das Tutorial zu empfehlen. Es zeigt, wie man mit möglichst wenigen Zügen zumindest die einfachen Levels löst. Dann hat man schon einmal die grundlegenden Fähigkeiten erlernt und kann sich auf schwierigeres Terrain begeben. Allerdings nicht ohne zuvor die leichten Levels gelöst zu haben, denn Levels sind grundsätzlich sind in der vorgegeben Reihenfolge zu spielen.

Ausreichend viele Level garantieren kurzweiligen Spielspaß.

Ohne Fingerzeig geht es nicht

Für Levels die man mit der Minimalanzahl an Zügen löst, gibt es Hintpunkte. Die sollte man vorzugsweise dann einsetzen, wenn man wirklich mal nicht mehr weiterweiß – und das wird ganz bestimmt passieren. Die Hints zeigen dir mit Hilfe von Pfeilen den Weg, da brauchst du auch nicht mehr viel nachdenken, aber du kommst wenigstens zum nächsten Level. Und irgendwann musst du es natürlich wieder ohne Hilfe versuchen. Insgesamt enthält das Spiel über 80 herausfordernde Levels und gewissermaßen als Draufgabe noch einige mehr als anspruchsvolle Levels von Quell:reflect, einem weiteren Puzzlespiel desselben Herstellers.

Fazit

Über dieses Spiel ließe sich noch lange schwärmen. Die handgezeichneten Spielfelder, die atmosphärische Musik (die man dennoch irgendwann einmal auch gerne abstellt), die ausgezeichnete Spielidee, die perfekte Umsetzung – es geht einfach nicht ohne Superlative. Und die hat sich das Entwicklerteam auch redlich verdient. Hervorzuheben ist noch, dass das Spiel ohne eine einzige Berechtigung auskommt. Man sieht also, es geht auch ohne. Insofern vergeben wir mit Freude die volle Punkteanzahl bei der Bewertung. Hier ein Video zum Spiel:

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