App-Review: Migräne-App

Hartmut Schumacher 10. März 2017 Kommentare deaktiviert für App-Review: Migräne-App Kommentar(e)
App-Review: Migräne-App Androidmag.de 4.5 4.5 Sterne

Die „Migräne-App“ soll es Patienten erlauben, „eine aktive Rolle bei der effektiven und zeitgemäßen Vorbeugung und Behandlung ihrer Migräne und Kopfschmerzen zu übernehmen“.(kostenlos, ohne In-App-Käufe)

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Die „Migräne-App“ hat prinzipiell eine riesige Zielgruppe: jene 18 Millionen Menschen in Deutschland, die an Migräne leiden. Entwickelt wurde die App von Experten der Schmerzklinik Kiel, des bundesweiten Kopfschmerzbehandlungsnetzes und der Techniker Krankenkasse.

Bei der App handelt es sich im Grunde genommen um eine digitale Version des bewährten Kopfschmerztagebuchs – das dem Arzt und dem Patienten behilflich ist unter anderem beim Herausfinden von Auslösern und bei Beurteilung der Wirksamkeit von Medikamenten.

Eintragen in dieses digitale Tagebuch können Sie die Stärke der Schmerzen, weitere Symptome, die eingenommenen Medikamente und deren Wirkung.

In einer Übersicht zeigt die App die Anzahl der Kopfschmerztage innerhalb der letzten 30 Tage an, die Anzahl der Tage, an denen Sie Medikamente eingenommen haben, und die durchschnittliche Wirksamkeit dieser Medikamente. Ähnliche Übersichten lassen sich auch für vergangene Monate und für das gesamte Jahr abrufen.

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Tests, Anleitungen und Erinnerungen

Neben dieser Hauptfunktion bietet die App beispielsweise einen Chronifizierungstest, der herausfinden soll, ob Ihre Kopfschmerzen chronisch werden können. Sowie einen Schnelltest, der Ihnen verrät, ob es sich bei den Schmerzen um Migräne handelt, um Spannungskopfschmerzen, um Cluster-Kopfschmerzen oder um Kopfschmerzen, die durch die übermäßige Verwendung von Medikamenten verursacht wurden.

Die Funktion „Expertensuche“ informiert Sie (wenn auch ein wenig umständlich) über die Adressen von Schmerzexperten.

Darüber hinaus ist die App imstande, akustische Anleitungen samt dazu passender Musik für Muskelentspannungsübungen abzuspielen – mit unterschiedlichen Anweisungstexten für Erwachsene und für Kinder.

Nicht zuletzt kann die Migräne-App Sie an Ihre Entspannungsübungen erinnern und Sie vor zu häufiger Medikamenteneinnahme warnen.

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Positive Erfahrungen

Und, hilft’s? – Anscheinend schon. Zumindest laut einer Befragung des Herstellers: In einer Befragung von 176 Benutzern gaben neun von zehn an, dass die App besser als ein Kopfschmerztagebuch aus Papier dazu beitrage, Therapieregeln einzuhalten. Zudem bewerteten sechs von zehn der Befragten die Unterstützung der Therapie durch die App als „sehr gut“.

Fazit

Kopfschmerztagebücher sind schon seit langer Zeit ein wirkungsvolles Hilfsmittel für Ärzte und Patienten. Diese digitale Version erweist sich im Vergleich mit traditionellen Ausführungen in Papierform als bequemer und flexibler.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.

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