„Chat“: Google will eigenen Messenger etablieren

24. April 2018 Kommentare deaktiviert für „Chat“: Google will eigenen Messenger etablieren Kommentar(e)

Google hatte bislang kein Glück mit dein eigenen Messenger-Diensten. In den vergangenen Jahren folgte zwar ein Versuch auf den nächsten, von Erfolg gekrönt war allerdings keiner. Mit „Chat“ soll sich das nun ändern – allerdings erst in den nächsten Jahren.

Bild: Search Engine Land

Bild: Search Engine Land

Egal ob Hangouts oder zuletzt Allo: Google versucht seit Jahren, mit WhatsApp und Co. konkurrieren zu können. Allerdings: Erfolg war dem Tech-Riesen keiner beschienen. Das hat zur Folge, dass sich Android-Nutzer nach wie vor auf Drittanbieter verlassen müssen – was zwar nicht allzu tragisch, mitunter aber zumindest lästig ist. Weil: Nutzt ein Teil des Freundeskreises nur Telegram, schaut der WhatsApp-Part durch die Finger – und umgekehrt. iOS-Nutzer haben es da etwas einfach, läuft „iMessage“ doch auf jedem Apple-Phone. Wer mit dem Messenger Nachrichten an Telefone sendet, die keine Multimedia-Inhalte darstellen können (oder an Android-Phones), muss sich auch keine Sorgen machen, wandelt der Messenger die Nachricht doch automatisch in eine SMS um.

Ähnliches hat auch Google vor: Gemeinsam mit LG, Samsung, HTC und acht weiteren Smartphone-Herstellern und über 50 Providern will man „Chat“ weltweit als allgemeinen Standard etablieren. „Chat“ basiert auf dem RCS-Standard, der auch das Versenden von Bildern, Fotos und Musik erlaubt. Der Vorteil: Es wird keine eigenen App notwendig sein, um den Dienst zu verteilen – er wird die vorhandene Nachrichten-App lediglich um die genannten Funktionen erweitern. Wer also Multimedia-Inhalte sendet, verschickt die Nachricht per Mobilfunk, wer nur Text benötigt, verschickt aus dem gleichen Messenger heraus auch SMS.

Wann der Dienst verteilt wird, ist noch unklar – das könnte noch ein paar Jahre in Anspruch nehmen. Außerdem dürfte „Chat“ (noch) nicht End-to-End-verschlüsselt sein, was wohl auf nicht allzu viel Gegenliebe treffen dürfte.

Quellen: Curved, Google Watchblog

 

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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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