Home-Office, Mobile Office und der Datenschutz

5. November 2020 Kommentare deaktiviert für Home-Office, Mobile Office und der Datenschutz Kommentar(e)

Home-Office ist seit der Corona-Pandemie deutlich mehr verbreitet als vor der Pandemie. Die Arbeit von zu Hause hat Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen zählen sicherlich für den Arbeitnehmer ein geringeres Ansteckungsrisiko und die Zeiteinsparung für den Arbeitsweg. Nachteilig dürfte sein, dass es zu Hause mehr Quellen gibt, die konzentriertes Arbeiten verhindern. Abgrenzend zum Home-Office gibt es das Mobile Office, bei dem Mitarbeiter weder orts- noch zeitgebunden arbeiten.

Shutterstock: sdecoret

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Home-Office und Mobile Office

Generell sollte der Arbeitsort im Arbeitsvertrag geregelt sein. Wird Home-Office vereinbart, spricht der Gesetzgeber von Telearbeit, welche in der Arbeitsstättenverordnung erwähnt ist. Demnach handelt es sich um einen Bildschirmarbeitsplatz, den der Arbeitgeber im Privatbereich des Arbeitnehmers einrichtet. Dabei erfolgt eine Vereinbarung über die Dauer der Einrichtung und die wöchentliche Arbeitszeit. Die benötigte Ausstattung des Arbeitsplatzes muss der Arbeitgeber stellen.

Mobiles Arbeiten bedeutet ortsungebunden zu arbeiten. Auch die Arbeitszeit lässt sich flexibel gestalten. Die Arbeitsstättenverordnung kennt diese Form der Arbeit nicht. Anzutreffen ist das Mobile Office häufig bei Handelsvertretern. Diese agieren meist als Selbstständige, was erklärt, dass der Gesetzgeber keinen Regelungsbedarf sieht. Wer im Mobile Office arbeitet, nutzt meist Notebook, Smartphone oder Tablet und loggt sich in mobile Netze ein, um seine Arbeit zu erledigen. Häufig handelt es sich um öffentlich zugängliche mobile Netze, was für die Datensicherheit ´Gefahren birgt.

Auch beim Arbeitsschutz gibt es Unterschiede. Im Homeoffice ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass der Arbeitsplatz arbeitsschutzrechtlichen Regelungen entspricht. Der Mitarbeiter im Mobile Office muss selbst aktiv werden. Er erhält zwar eine Unterweisung zu Risiken, muss aber ansonsten selbst Risiken erkennen und diese gegebenenfalls seinem Arbeitgeber melden. Die Frage, ob ein Unfall zu Hause ein Arbeitsunfall ist oder nicht, hängt vom Einzelfall ab. So ist ein Unfall auf dem Weg zur Toilette nach richterlicher Meinung kein Arbeitsunfall, der Weg zum Drucker dagegen schon.

Die Datensicherung

Die Erfahrung während der Pandemie hat durchaus Vorteile durch die Arbeit im Home-Office gezeigt, aber auch einige Nachteile. Schwerwiegend könnte für Unternehmen sein, dass viele Sicherheitsexperten in der Heimarbeit ein Risiko für das Unternehmensnetzwerk sehen. Nicht immer werden im privaten Bereich regelmäßig Updates durchgeführt. Auch das Mobile Office ist ein Problem, denn oft werden Daten zwischen Mitarbeitern und Firma über öffentliche Netze ausgetauscht. Hier besteht ein ernstzunehmendes Risiko, Opfer von Cyberattacken zu werden.

Ein Problem beim Home-Office ist, dass viele Firmen auf diese Form der Arbeit technisch nicht vorbereitet sind. Wenn es keine Möglichkeit gibt, sich von zu Hause in das Firmennetz einzuloggen, bleibt nur der Austausch von Daten über E-Mails. Andererseits könnte ein Austausch über externe Datenträger erfolgen. In beiden Fällen könnte die Arbeit nicht in das Backup des Unternehmens integriert werden.

Eine Lösung ist die Verwendung von Microsoft Office 365, mit der die Daten geräteunabhängig an jedem Ort verarbeitet werden können. Die Speicherung erfolgt über den Cloud-Dienst von Microsoft. Die Sicherung von Daten ist allerdings auch hier nötig, denn Microsoft stellt bei Datenverlust keine Hilfe zur Verfügung. Verluste von Daten können durch das versehentliche Löschen von Dateien, bösartige Nutzeraktionen (Sabotage) oder Hackerangriffe auftreten. Den Schutz gewährt eine Office 365 Backup-Lösung, welche in das betriebliche Backup integriert wird. So sind alle Dokumente auf einem aktuellen Stand als Kopie verfügbar, sollte es doch einmal zu einem Datenverlust kommen.

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