Keine Zeit? Zuviel Handy?

1. März 2021 Kommentare deaktiviert für Keine Zeit? Zuviel Handy? Kommentar(e)

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“Ein Buch lesen? Öfter Sport machen? Würde ich ja gern, aber dafür fehlt mir die Zeit!” 

Solche oder ähnliche Aussagen hat fast jeder schonmal gehört oder von sich gegeben. Doch das stimmt nicht! Wir alle haben gleich viel Zeit, 24 Stunden oder 1.440 Minuten täglich. Entscheidend ist, wie jeder einzelne diese Zeit nutzt.

Auch wenn es die Realität in den meisten Fällen nicht 100% widerspiegelt, stelle man sich zur Vereinfachung einen Muster-Wochentag vor: Nach 8h Arbeit und 8h Schlaf bleibt ein Drittel des Tages für private Angelegenheiten. Genau diese Zeit wird häufig verschenkt. Man liegt auf dem Sofa und daddelt am Handy, während im Hintergrund das Staffelfinale ausgestrahlt wird. An der Bushaltestelle öffnet man eine App – nicht, dass für drei Minuten Langeweile aufkommt. Und auf der Toilette verbringt man mehr Zeit als nötig, denn das nächste Level wird noch eben schnell gespielt. 

Wenn die Augen am Display kleben

Solche und ähnliche Szenarien kommen durch die weltweite Pandemie in deutschen Haushalten vermehrt vor. Bereits vor Corona betrug die durchschnittliche Nutzungszeit ca. 2,5 Stunden täglich, wie eine Studie von Splendid Research offenbart. Laut einer bundesweiten, repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag von Friendsurance, geben 32% aller Befragten an, ihr Handy nun deutlich häufiger zu nutzen als noch vor Corona. Besonders auffällig dabei: Unter den Eltern sind es 46%, die ihr Smartphone öfter nutzen. Die gleiche Aussage treffen Menschen ohne Nachwuchs nur zu 29%. Aus den Daten geht außerdem hervor, dass die Handynutzung mit der Zahl der Kinder zunimmt. Was einerseits logisch zu erklären ist, sollte andererseits auch zum Nachdenken anregen: Jede Minute am Handy ist eine Minute verschenkte Eltern-Kind-Zeit. In der Pandemie sind Eltern jedoch besonders gefordert. Sie müssen schlichtweg mehr Termine koordinieren, das Home-Schooling und Home-Office organisieren, Absprachen treffen, online Kleidung und Spielzeug für alle Familienmitglieder shoppen, um alle beschäftigt zu halten. Zusätzlich sind sie in dieser Zeit für die Sorgen und Besorgungen von Großeltern und Urgroßeltern oder Nachbarn da. Da überrascht es kaum, dass besonders Eltern seit Beginn der Pandemie so viel mehr Zeit am Handy verbringen.

Zeit für ein Digital Detox für Handy und Besitzer

Rund jeder Fünfte deutsche Bürger hat in Folge der Pandemie Gewicht zugelegt. Natürlich waren und sind wir alle in unserem Alltag eingeschränkt, insbesondere der wenig abwechslungsreiche Winter im Home Office war lang. Unter denen, die ihren Winterspeck erfolgreich ausgebaut haben, sind es jedoch fast 50% die angeben, ihr Handy nun öfter zu nutzen. Ob es die Notwendigkeit zur ständigen Erreichbarkeit oder aber Instagram und Co gegen die Langeweile sind, die Folgen sind sicht- und spürbar. Zeit für ein Umdenken: Wärmeres Wetter, Sportausrüstung raus und Bildschirme öfter mal ausgeschaltet lassen.  Augen sowie Handy brauchen endlich mal eine Pause. In Hinblick auf den nahenden Sommer wird es Zeit, abzuschalten. Das Handy braucht Zeit zum Herunterfahren, eventuell Updates machen und neu starten. Der Nutzer hat Zeit, die Garage auszumisten, mit der Familie Fahrrad zu fahren, den Garten auf Vordermann zu bringen, ein Buch in der Sonne zu lesen, durchzuatmen und runterzukommen. Lassen Sie Ihr Handy jedoch nicht lange in der Sonne liegen, vor allem nicht bei sommerlichen Temperaturen!  

Tun Sie sich und Ihrem Handy etwas Gutes um wieder Ihre Akkus aufzuladen, schneller und energischer zu werden und eine gesündere Beziehung zueinander zu entwickeln. Sie werden merken: Nicht nur Sie haben das gebraucht!

 

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