Technik: Das Huawei Mediapad M3 im Test

Martin Reitbauer 11. Februar 2017 Kommentare deaktiviert für Technik: Das Huawei Mediapad M3 im Test Kommentar(e)

Nur wenige Android-Tablets haben es im vergangenen Jahr auf den Markt geschafft – nun bringt Huawei mit dem Mediapad M3 wieder etwas frischen Wind.

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Smartphone-Displays sind in den letzten Jahren so groß geworden, dass 5-Zoll-Geräte bei manchen Herstellern schon als „Mini“-Modelle angepriesen werden. Vielen Nutzern reicht die (nun nicht mehr so) kleine Bildschirmfläche zum Lesen, Spielen und oft gar zum Ansehen von Filmen.
Der Bedarf an großformatigen Tablets ist daher spürbar gesunken und die Auswahl an Neugeräten ist – insbesondere im Android-Bereich – empfindlich eingeschränkt. Huawei wagt sich mit dem auf der IFA präsentierten Mediapad M3 dennoch mit einem neuen Android-Tablet auf den Markt.

Kompakter Begleiter für unterwegs

Das Design des Mediapad M3 ist angenehm dezent und von hochwertigen Materialien geprägt: Das Gehäuse ist aus Aluminium gefräst, die Oberfläche mattiert und nur von wenigen weißen Kunststoffeinsätzen unterbrochen. Mit seinem 8,4 Zoll-Format und dem Gewicht von knapp über 300 Gramm eignet es sich nicht nur zum Surfen am Küchentisch, sondern passt auch leicht in Rucksack oder Handtasche. Und es gibt ein weiteres Merkmal, welches das M3 für den Einsatz unterwegs rüstet: Ein Schlitten an der Unterseite bietet Platz für eine SIM-Karte mit Datentarif, sogar LTE beherrscht das Gerät. Bei vielen Tablets ist für die Mobilfunk-Variante ein Aufpreis fällig, so auch bei Huawei: Mit 50 bis 60 Euro mehr muss man augenblicklich rechnen. Abgesehen davon ist dann neben der SIM auch Platz für eine microSD-Karte, mit der sich der 32 (bzw. 64) GB-Speicher im Gerät um bis zu 256 GB erweitern lässt – genug Platz etwa, um gleich mehrere Serienstaffeln von Netflix in HD auf dem Gerät zwischenzuspeichern (der Streaming-Dienst hat vor kurzem ja eine Offline-Funktion eingeführt).
Neben dem üppigen Speicher trägt auch der Bildschirm im 16:9-Format zum Videovergnügen bei. Für Filme ist das Seitenverhältnis ideal, weil es die schwarzen Streifen oben und unten vermeidet oder zumindest minimiert. Der Bildschirm zeigt eine hohe Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln, was auf 8,4 Zoll eine beachtliche Pixeldichte erzeugt. Bei der Helligkeit stellt das Mediapad sogar iPad pro und Microsoft Surface pro in den Schatten: Wir maßen beim Huawei 412 cd/m², bei Samsung und Microsoft nur 397 bzw. 392 cd/m².

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Möchtegern-Tonkünstler

Für den guten Ton sollen Stereo-Lautsprecher an den Rändern des Geräts sorgen, die Huawei in Kooperation mit dem HiFi-Spezialisten Harman/Kardon entwickelt hat. Hält man das Mediapad im Querformat, ist der Stereo-Klang tatsächlich besser und die maximale Lautstärke höher als bei anderen Tablets dieser Preisklasse. Zu viel darf sich der Käufer allerdings nicht versprechen – der Qualitätsspielraum bei Lautsprechern dieser Größenordnung ist stark begrenzt, Naturgesetze kann weder Huawei noch Harman/Kardon ändern.

In puncto Akkulaufzeit schlägt sich das M3 ganz gut, wenn auch nicht herausragend. Wer bei mittlerer Helligkeit Videos in Full HD von YouTube ansieht, muss das Tablet nach etwa 8,5 Stunden wieder ans Ladegerät stecken. Zum Vergleich: Das Google Pixel C schafft hier elf Stunden, das Samsung Tab S2 knapp zehn.
Eine kleine Besonderheit am Mediapad M3 ist der Fingerabdruck-Sensor im Home-Button. Bei Tablets gehört ein solcher keineswegs zur Standard-Ausstattung. Neben der praktischen Bildschirm-Entsperrung per Fingerspitze ermöglicht der Sensor auch die Navigation durch Berührungsgesten: Ein langer Druck bringt den Homescreen zum Vorschein, ein kurzer Tipp navigiert in Apps oder im Browser zurück und ein Wisch nach links oder rechts erlaubt es, zwischen Apps zu wechseln.

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Martin Reitbauer   Chefredakteur

Als Chefredakteur von Android Magazin und der Plattform-agnostischen Zeitschrift SMARTPHONE ist Martin hauptsächlich mit den Print-Magazinen des Verlags hinter androidmag.de beschäftigt. Ab und an bleibt dennoch Zeit für einen Blog-Artikel. Neben Android gilt seine Begeisterung GNU/Linux und freier Software ganz allgemein.

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