Eleganter Handy- Neustart: LG Velvet

Christoph Lumetzberger 28. Oktober 2020 Kommentare deaktiviert für Eleganter Handy- Neustart: LG Velvet Kommentar(e)

Die Handysparte von LG hat sich selbst einen neuen Anstrich verpasst. Mit dem Velvet kommt ein 5G Smartphone auf den Markt, welches mit einer modernen Optik, einer starken Kamera und einer umfangreichen Ausstattung punkten kann.

Wir staunten nicht schlecht, als wir das Velvet in die Redaktion bekamen. Das Gerät kannten wir zwar schon von Bildern, allerdings ist es in der Realität doch deutlich beeindruckender. Vor allem die geschmeidige Verarbeitung und das kontraststarke Display gefallen gleich beim ersten Hinsehen sehr gut. Wenn man im Line-Up des Technologieriesen nach einem Vorgänger sucht, muss das G8 herhalten, aber das eigentliche Ziel von LG war es, der doch etwas angestaubten Smartphonesparte neues Leben einzuhauchen. Und das ist auch gelungen.


Dezent- Die Triplekamera des Velvet wurde dezent auf der Rückseite platziert. Nur die Hauptknipse ist etwas erhaben, die anderen Linsen und der LED-Blitz sind zur Gänze in der Gehäuserückseite eingelassen.

Schicker Body

Das LG Velvet ist einwandfrei verarbeitet. Keine Spaltmaße oder Materialunregelmäßigkeiten stören das Gesamtbild. Die Vorderseite besteht fast nur aus dem 6,8 Zoll großen P-OLED-Bildschirm. Wenn Sie sich jetzt zurecht fragen, was der Unterschied zwischen P-OLED und OLED ist? Nun, in erster Linie ist es eine Marketingformulierung, die Technik hinter der Bezeichnung ist im Prinzip dieselbe. Die Auflösung des Displays beträgt 2.460 x 1.080 Pixeln, die maximale Helligkeit rund 500 Candela. Kurz gesagt: Man blickt einfach gerne auf das Display, es ist knackig scharf und alle Inhalte sind auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch problemlos ablesbar. Außerdem hat man das Gerät ob der länglichen Bauform und dem Seitenverhältnis von 20,5:9 gut und sicher in der Hand. Währernd die Displayränder auf der linken und rechten Seite praktisch nicht vorhanden sind, stören sie oben und unten doch etwas das ansonsten moderne Gesamtbild. Die Frontkamera verbaut LG in einer Tropfennotch in der Mitte und verzichtet auf Experimente wie eine Punch Hole (Displayeinkerbung) oder gar eine ausfahrbare Linse.

Der optische Fingerabdruckscanner befindet sich unter dem Displayglas und ist vielleicht minimal zu weit unten platziert. Die Einrichtung dauert vergleichsweise lange, dafür ist uns in der Bedienung nichts Negatives aufgefallen. Der Sensor ließ sich zu jeder Zeit problemlos bedienen und reagierte zügig und zuverlässig. Die Tasten auf der linken und rechten Seite haben alle einen guten Druckpunkt. Neben dem Powerbutton und den Lautstärketasten hat das Velvet außerdem eine Taste für den Google Assistant zu bieten. Wer den digitalen Helfer nutzt, wird dies zu schätzen wissen. USB-C- und Klinkenanschluss befinden sich an der Unterseite, der Schlitten für die SIM-Karte sowie eine Micro-SD-Karte ist an der Oberseite zu finden.

Potente Triplekamera

Auf der Rückseite hat es LG geschafft, die Triple-Kamera äußerst dezent erscheinen zu lassen. Die Hauptlinse ist etwas erhaben, aber sowohl die Weitwinkelkamera, als auch der Sensor für Tiefeninformationen sind plan mit der Displayrückseite. Generell ist zu sagen, dass die Rückseite einen äußerst schicken Anstrich erhalten hat. Unser Testgerät kam in der Farbe Aurora White und sieht echt klasse aus. Allerdings muss auch ob der glänzenden Glasrückseite von einem Fingerabdruckmagneten gesprochen werden. Da ist es gleich doppelt schade, dass LG darauf verzichtet, eine Hülle in den Lieferumfang zu packen. Neben dem Handy finden sich lediglich Ladekabel, Netzadapter und das SIM-Karten-Tool in der Verpackung.

Die Qualität der Kamera kann sich sehen lassen, gerade bei guten Lichtbedingungen offenbart die Knipse ihre ganze Stärke und fertigt knackscharfe sowie kontrastreiche und farbenfrohe Bilder. Bricht die Dämmerung herein, werden die Ergebnisse allerdings etwas verwaschen und beginnen außerdem zu rauschen. Dies liegt möglicherweise auch daran, dass darauf verzichtet wurde, einen optischen Bildstabilisator zu verbauen. Knipst man Bilder bei schlechten Lichtbedingungen mit Hilfe eines Stativs, werden die Ergebnisse ungleich besser.


Bei uns: nur zwei Farben
Auch wenn LG das Velvet in etlichen Farbvarianten auf seinen zahlreichen, internationalen Kanälen bewirbt, so ist das Telefon bei uns nur in zwei Versionen (Aurora White und Aurora Grey) erhältlich.

Fast keine Wünsche offen

Sehr löblich ist auch die Ausstattung, die LG dem Velvet spendiert hat. Dual-Speaker, eine IP68-Zertifizierung, die neueste 5G-Funktechnologie und kabelloses Laden sind echte Highlights, vor allem für ein Gerät aus der Mittelklasse-Preiskategorie. Den Fingerabdruckscanner unter dem Display haben wir bereits erwähnt, etwas schade ist das Fehlen einer Dual-SIM-Funktion. Vom internen 128 GB-Speicher sind werksseitig bereits mehr als 33 GB belegt, was wir so bisher noch bei kaum einem Handy gesehen haben. Immerhin kann dieser Speicher per Micro-SD-Karte erweitert werden. Auf dem Gerät läuft das aktuelle Android 10 samt der hauseigenen LG UX 9-Software-Oberfläche flüssig und stabil.

Christoph Lumetzberger (Chefredakteur):

LG ist es mit dem Velvet gelungen, seine etwas angestaubte Smartphone-Sparte in eine moderne Gegenwart zu bringen. Das Gerät hat einen schicken Look und geizt auch nicht mit allerhand brauchbarer Technik. Kamera und Display sind für ein Handy der Mittelklasse-Preiskategorie sogar herausragend.

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