Galaxy Mega 6.3

Grenzgänger zwischen Smartphone und

Tablet.

Das größte Smartphone in Samsungs Sortiment. Durchschnittliche Hardware, das Display bietet aber Vorteile.

Als Samsung vor rund zwei Jahren das Galaxy Note der ersten Generation vorstellte, war die Verwunderung groß: Es gab nicht wenige Experten, die dem Gerät wegen der für damalige Verhältnisse riesigen Displaydiagonale von 5,3 Zoll wenig Chancen einräumten. Samsung allerdings hielt an seinen Riesenbabys fest: Mit dem Note 2 wurde erstmals die 5,5 Zoll-Grenze erreicht und mit dem Galaxy Mega knacken die Koreaner nun sogar die 6 Zoll-Marke. Wir haben das größte Smartphone im Samsung-Sortiment genauer unter die Lupe genommen und verraten Ihnen, wie viel Tablet in diesem Smartphone steckt.

Das Galaxy Mega ist …

… Perfekt für Fans großer Geräte, die Wert auf einfache Bedienung und viele Extras legen

Das Galaxy Mega ist nichts für dich, wenn du…

… auf der Suche nach einem kompakten Gerät bist.

Die inneren Werte

Auf den ersten Blick wirkt das Mega wie ein zu klein geratenes Tablet. Zwar verschwimmen die Grenzen zwischen Smartphone, Phablet und Tablet immer mehr, die meisten Nutzer werden das Mega auf den ersten Blick aber wohl der letzten Kategorie zuordnen – obwohl es sämtlichen Ausstattungsmerkmale eines Smartphones aufweist. Bleiben wir doch gleich bei der Ausstattung: Angetrieben wird der Koloss von einem Snapdragon 400 mit einer Taktung von 1,7 GHz. In der Theorie mag dies mit schwacher Brust assoziiert werden, in der Praxis erfüllt der Qualcomm-Prozessor seine Aufgaben aber tadellos. Auch grafikintensive Spiele sind kein Problem, im mehrtägigen Testzeitraum kam es nur sporadisch zu merklichen Aussetzern. Auch der An-TuTu-Benchmark bestätigt diesen Eindruck: Mit einem Ergebnis von 13.871 Punkten siedelt sich das Galaxy Mega im Bereich eines Galaxy S3 an.

Zur absoluten Spitze fehlen zwar fast 10.000 Zähler, der durchschnittliche Nutzer wird mit der gebotenen Leistung aber zufrieden sein. Zur Seite stehen der CPU ein 1,5 GB RAMRiegel und 8 bzw. 16 GB interner Speicher. Die kleinere Version wird in der Praxis den wenigsten Nutzern ausreichen. Vor allem deshalb, weil effektiv nur in etwa die Hälfte frei nutzbar ist – der Rest geht für Android 4.2 und die vorinstallierten Anwendungen drauf. Samsung packt aber eine 4 GB microSD-Karte in den Lieferumfang.

Ein dickes Ding: Mit dem Galaxy S4 (links) teilt sich das Galaxy Mega (rechts) zwar das Design, allerdings ist es deutlich größer ausgefallen.

Bekanntes Äußeres

Auch wenn das Mega mit seinem 6,3 Zoll-Display neue Maßstäbe setzt, sollten Sie in Sachen Optik nicht mehr erwarten, als den bekannten Einheitsbrei der Koreaner. Das Mega sieht aus wie ein überdimensioniertes Galaxy S4. Mit nur Das größte Smartphone in Samsungs Sortiment. Durchschnittliche Hardware, das Display bietet aber Vorteile. Mit nur acht Millimetern Bautiefe ist es allerdings überraschend dünn, wenngleich dies in Bezug auf das Handling keinen Unterschied mehr macht. Das Mega kann mit einer Hand zwar gehalten werden, eine einhändige Bedienung ist aber auf keinen Fall möglich. Aber Samsung hat mitgedacht und wenigstens den On/Off-Button und die Lautstärkewippe mittig am Rahmen platziert – die physischen Tasten sind also auch mit einer Hand problemlos erreichbar.

Display und Oberfläche

Neben der Größe lässt auch die Oberfläche eindeutige Bezüge zu einem Tablet erkennen: Das Mega verfügt über einen Landscape-Modus, der Homescreen lässt sich also ins Querformat drehen – ein Novum auf dem Smartphone-Sektor. Der 6,3 Zoll große Bildschirm löst dabei mit High Definition auf, das sind 1.280 x 720 Pixel. Durch die Größe des Displays kommt das Mega auf eine Pixeldichte von unterdurchschnittlichen 233 PPI – diesbezüglich hätte Samsung besser auf ein Full HD-Panel setzen sollen. Abgesehen von der Auflösung gibt es beim SC-LCD-Panel allerdings nichts mehr zu kritisieren: Es überzeugt mit realistischen Farben, einem satten Schwarzwert und ausgezeichneter Blickwinkelstabilität.

Smartphone oder Tablet?: Wer dachte, das Galaxy Note sei groß, hatte noch kein Galaxy Mega am Ohr. In der Hosentasche wird es aufgrund des überdimensionierten Formfaktors jedenfalls eng.

Extras und Features

Bis auf den überdimensionalen Bildschirm unterscheidet sich das Mega kaum von anderen Samsung- Smartphones. In puncto Ausstattung packt der Hersteller die üblichen Features in das Gerät: NFC ist ebenso an Bord wie LTE-Unterstützung. Am oberen Rahmen ist ein Infrarot-Sender verbaut, mit dem Sie Ihren Smart TV steuern können. Im Gegensatz zum Galaxy S4 ist das Mega allerdings nicht lernfähig, das heißt, Sie müssen die Konfiguration Ihres Fernsehgeräts manuell in das Smartphone einspeisen. Auf einen Stylus, wie bei den ähnliche Käuferschichten ansprechenden Note-Geräten, hat Samsung allerdings verzichtet. Das ist schade, ein Stift hätte die Bedienung doch um einiges einfacher gemacht.

Fazit

Verkauft wird das Mega dezidiert als Smartphone, wenngleich Größe und Software eine andere Sprache sprechen. Das Display hat zwar seine Vorteile – und überzeugt auch im Test – ein kompaktes Gerät zum Telefonieren ist das Mega allerdings nicht mehr. Wenn Sie die Größe nicht stört, können Sie allerdings getrost zuschlagen: Die Hardware ist durchschnittlich, aber ausreichend, die Software bringt einige nützliche Extras – und zum Telefonieren gibt es ja schließlich auch noch Headsets.