App-Review: Dreamify

Tam Hanna 22. August 2015 0 Kommentar(e)
App-Review: Dreamify Androidmag.de 4.5 4.5 Sterne

Googles Deep Dream-Algorithmus verwandelt Fotos in psychedelische Motive im Stil indischer Meditationstempel. Mit dieser App kannst du die Software auf deine Fotos und Videos hochladen. (kostenlos, ohne In-App-Käufe)

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Die dahinterstehende Idee ist einfach. Ein neuronales Netzwerk durchsucht deine Motive nach charakteristischen Pixelstrukturen, die danach betont werden. Aus einigen nebeneinanderstehenden Punkten wird so – je nach Anordnung – ein Hundekopf oder gar eine Pagode. Die resultierenden Fotos sehen irgendwie seltsam, aber auch faszinierend aus.

Dreamify erleichtert dir die Arbeit mit dem Programm insofern, als es einige Vorlagen anbietet. Die besten Ergebnisse erreichst du indes durch das manuelle Beeinflussen der Parameter. Dazu stellt das Programm vier Slider zur Verfügung, in denen du deine Wunschwerte eingibst. Im nächsten Schritt folgt das eigentliche Aufnehmen des Quellbilds. Du darfst übrigens auch Motive aus deinen Alben am Handy auswählen. Foto und Parametersatz machen sich sodann auf den Weg zum Server des Anbieters.

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Arbeit am Server

Unser Test-Foto nahm nach der Übertragung rund 40 Sekunden Rechenzeit in Anspruch, bevor es im Completed-Tab aufschien. Dort ließ es sich über die Share-Funktion des Handys per E-Mail oder Bluetooth verschicken; eine Möglichkeit zum direkten Zurückspeichern in die Galerie bietet Dreamify im Moment (noch) nicht.

Wer in die Galerie-Rubrik der App wechselt, erlebt sein blaues Wunder. Im Recent-Ordner erscheinen permanent neue Motive aus aller Welt – darunter mitunter auch deines. Ein kleines soziales Netzwerk erlaubt das Vergeben von Likes, die eine Art Bestenliste mit Material versorgen.

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Fazit

Dreamify wäre eine höchst witzige App, die die Welt der Bildbearbeitung aufmischen könnte. Leider liegt die Betonung auf dem Wort wäre, denn dass hochgeladene Motive ohne Rückfragen  mit der Allgemeinheit geteilt werden, ist grenzwertig. Dass sich das ursprüngliche Bild durch Anklicken für jedermann sichtbar machen lässt, verwandelt das Produkt in eine Datensau erster Güte.

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna befasst sich seit dem Jahr 2004 mit der Entwicklung und Anwendung von Handcomputern. Er steht unter tamhan@tamoggemon.com jederzeit fĂĽr Fragen, Trainings und Vortragsanfragen zur VerfĂĽgung.