App-Review: Cocktailer

Redaktion 3. Oktober 2015 1 Kommentar(e)
App-Review: Cocktailer Androidmag.de 4 4 Sterne

Halloween steht kurz vor der Tür und auch auf Silvester müssen wir nicht mehr lange warten. Darüber hinaus gibt es noch unzählige weitere mögliche Termine, an denen sich mehr oder weniger spontan eine Party feiern lässt. Aber nicht mehr ganz altmodisch mit Bier und Schnäpsen – diesmal besaufen wir uns mit Stil: Mit Cocktails bis die Leber um Gnade winselt. Wer mit solchen Edel-Schlückchen punkten möchte, der greift zu dieser App. (kostenlos, In-App-Käufe werbefrei)

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Na denn Prost

Um die etwas launische Einleitung abzumildern: Natürlich plädieren wir nicht für übermäßigen Alkoholkonsum und wir stellen an dieser Stelle auch deutlich fest, dass eine Party einem geselligen Beisammensein dient und nicht dafür gedacht ist, auch die letzte Gehirnzelle in den ewigen Jagdgründen zu versenken – so viel fürs Protokoll. Es ist die (noch) kleine, aber sehr feine Auswahl an Mixgetränken, die sehr zum ausgiebigen Experimentieren einlädt. Die meisten Zutaten lassen sich auf herkömmlichem Wege beschaffen, der Gang zum Feinkosthändler ist in aller Regel obsolet. Die Aufmachung und Darstellung der App ist vorbildlich. Auf unnötige grafische Überfrachtungen wird verzichtet, es bleibt bei einem kleinen einfach gehaltenen Icon in der Auswahl, einer klar strukturierten Anleitung in der Detailseite, ergänzt durch Rezeptvariationen.

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Seltsame Dinge

Per In-App-Kauf kann die Premium-Version erworben werden.  Dabei hat der Benutzer die Auswahl, zwischen einem und fünf Dollar zu bezahlen. Wofür wir unser Geld hinlegen sollen, wissen wir nicht. Im Sinne unserer Leser haben wir einen Selbstversuch gestartet und einen Euro geopfert. Anschließend bedankt sich der Entwickler artig für die Unterstützung bei der Weiterentwicklung dieses Kleinods und die Werbung ist verschwunden – aha!

Cocktail-Rezept-Apps gibt es reichlich im Play Store, dieser Kandidat reiht sich da munter ein. Positiv fällt die einfache aber dafür übersichtliche Aufmachung auf. Auch die knappen und dennoch klaren Zubereitungshinweise geben ein gutes Bild ab. Die schiere Anzahl der Rezepte kann noch bei weitem mit den Apps der Mitbewerber nicht mithalten. Jedoch können eigene Cocktailrezepte übermittelt werden. Der Bestand wird also erweitert.

Ein weiteres kleines Manko ist, dass der Entwickler zwar in Deutschland ansässig, die komplette App jedoch englischsprachig ist. Weniger anglophile Nutzer könnten sich daran verschlucken. Wir würden an dieser Stelle also eine Lokalisierung empfehlen. Europäische Maßeinheiten für die Mengenangaben lassen sich allerdings einstellen.

Fazit

Schön, übersichtlich und überzeugend, auch wenn die Anzahl der Rezepte uns noch nicht vor Begeisterung vom Stühlchen haut. Auch die fehlende Lokalisierung und die mangelnden (oder äußerst gut versteckten) Hinweise zu den Vorteilen der Premium-Version sorgen für leichte Abzüge in der B-Note. Nichtsdestotrotz ist „Cocktailer“ einen Blick wert.

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