Baphomets Fluch: Director‘s Cut

24. Januar 2013 0 Kommentar(e)
Baphomets Fluch: Director‘s Cut Androidmag.de 4 4 Sterne

Gelungenes Comeback des kultigen Adventure-Klassikers. (€ 2,99)

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Im Play Store ist immer hĂ€ufiger nostalgisches SchwĂ€rmen angesagt, bei all den in die Jahre gekommenen Spiele-Perlen, die auf Android-Smartphones und -Tablets ihr Revival feiern. Nach Final Fantasy und Max Payne folgt nun ein Klassiker des Adventure-Genres: Das 1996 erstveröffentlichte Spiel „Baphomets Fluch“ (im englischen Original: „Broken Sword“). Wir verraten dir, ob das rund 16 Jahre alte Spiel auch heute noch etwas taugt.

Folgenreicher Urlaub in Paris

FĂŒr den Amerikaner George Stobbart sollte es ein entspannter StĂ€dteurlaub in Paris werden. Doch just als er es sich in einem charmanten Innenstadt-CafĂ© gemĂŒtlich macht, ĂŒberschlagen sich die Ereignisse und er erlebt einen Bombenanschlag am eigenen Leib mit. Der als Clown verkleidete AttentĂ€ter flĂŒchtet und die Polizei stellt seltsamerweise die Ermittlungen ein. Der neugierige George lĂ€sst aber nicht locker und beginnt gemeinsam mit der ebenfalls an dem Fall interessierten Journalistin Nicole Collard auf eigene Faust nachzuforschen. Dabei kommen die beiden einem Komplott des sagenumwobenen Templerordens auf die Spur, das sie im weiteren Spielverlauf auch nach Irland, Spanien, Syrien und Schottland fĂŒhrt.

Per Touch auf das jeweilige Symbol wird das entsprechende Thema in Dialogen angesprochen.

Per Touch auf das jeweilige Symbol wird das entsprechende Thema in Dialogen angesprochen.

Point & Click-Adventure im Zeichentrick-Stil

Die Spielmechanik von Baphomets Fluch orientiert sich an anderen Mitte der 90er Jahre erschienenen Adventures, wie etwa „Discworld“ oder „Simon the Sorcerer“. Im Gegensatz zu noch Ă€lteren Vertretern des Genres, wie etwa „Maniac Mansion“ oder „Monkey Island“, lĂ€uft die Interaktion mit der Umgebung etwas vereinfacht ĂŒber das Anklicken von grafischen Icons und das Hin- und Herschieben von GegenstĂ€nden ab. Die Android-Version erleichtert das Ganze, weil Interaktions-Punkte immer wieder leicht sichtbar hervorgehoben werden. Zudem stoßen George und Nicole immer wieder auf knifflige RĂ€tsel, bei denen es etwa ein Schloss zu knacken oder eine Geheimbotschaft zu dechiffrieren gilt. Den Großteil des Spiels verbringst du und die beiden Hauptdarsteller aber damit, Zeugen zu befragen und nach Hinweisen zur AufklĂ€rung der Morde zu suchen.

Das EntschlĂŒsseln von chiffrierten Briefen ist zwar nicht einfach, macht aber Spaß.

Das EntschlĂŒsseln von chiffrierten Briefen ist zwar nicht einfach, macht aber Spaß.

Neuerungen im Director‘s Cut

Im Vergleich zur Originalversion aus dem Jahr 1996 wurde der Director‘s Cut mit einigen tiefgreifenden Neuerungen versehen: Neben George ist in dieser Fassung auch Nicole Collard in neu gezeichneten und vertonten Szenen spielbar. Diese Sequenzen dienen vor allem dazu, die Rolle von Nicole in der Geschichte nĂ€her zu beleuchten, erweitern das Spiel um einige schwierige RĂ€tsel und erhöhen die Spielzeit auf satte zwölf Stunden. Neu sind zudem auch die Portraits, die wĂ€hrend Unterhaltungen am oberen Bildschirmrand zu sehen sind. Da es bei Spielen dieser Art schon mal vorkommt, dass man ins Stocken gerĂ€t, ist zudem ein praktisches Hilfe-MenĂŒ mit Tipps zur aktuellen Situation mit dabei. Im ebenfalls neuen Tagebuch lassen sich die bisherigen Geschehnisse jederzeit nachlesen, was ebenfalls meist recht nutzbringend ist.

Die beiden Hauptdarsteller George und Nicole arbeiten als Team und kommen sich langsam nÀher.

Die beiden Hauptdarsteller George und Nicole arbeiten als Team und kommen sich langsam nÀher.

Die Technik als Achillesferse

ZunĂ€chst zum Positiven an der Technik: Lobenswert ist, dass alle Dialoge des Spiels auf hohem Niveau vertont wurden. WĂ€hrend die neuen Sprachaufnahmen mit qualitativ hohem Niveau ĂŒberzeugen, wurden die Originaldialoge der 96er-Version aber nicht extra neu aufbereitet und klingen deshalb dumpf und kraftlos. Gleiches gilt fĂŒr die Grafik, denn auch hier sind neue Director‘s Cut-Sequenzen hochauflösender und sauberer gezeichnet als die angegrauten und verpixelten HintergrĂŒnde der Original-Version. Besonders fĂ€llt dies beim Spielen auf einem Tablet auf, bei einem Smartphone ist alles aufgrund des kleineren Bildschirms halb so wild. Im Play Store ist ĂŒbrigens auch die englische Version des Spiels erhĂ€ltlich, die aber wegen der hervorragenden Synchronisation der deutschen Fassung nur wenige deutschsprachige Spieler interessieren dĂŒrfte.

Im Director’s Cut sind einige neue, speziell fĂŒr Touchscreens ausgelegte RĂ€tsel enthalten.

Im Director’s Cut sind einige neue, speziell fĂŒr Touchscreens ausgelegte RĂ€tsel enthalten.

Fazit

FĂŒr Adventure-Fans und Nostalgiker ist die Android-Umsetzung von Baphomets Fluch absolut zu empfehlen. Das Spiel stellt die ideale Möglichkeit dar, einen Meilenstein der Videospielgeschichte neu oder noch einmal zu erleben. Aufgrund einiger technischer SchwĂ€chen bei Grafik und Sound gibt es aber einen Punkteabzug.

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Andreas Gutzelnig   Leitung der Redaktion

 

Freut sich, dass Android immer mehr den Einzug in die spannende Technik-Welt der Autos und HĂ€user findet.

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