Abzocke mit schufa-freien Smartphones: Verbraucher erhalten Gummibärchen statt Smartphone

11. Juni 2016 0 Kommentar(e)

Schon mal ein neues Smartphone ohne Schufa-Auskunft erstanden? Hoffentlich nicht, denn dahinter lauern Abzocker.

Passiert ist dies einem Verbraucher aus Thüringen, der auf www.smartphono.de ein Smartphone bestellte. Der Preis: rund 70 Euro, zahlbar per Nachnahme. Erhalten hat er aber kein Smartphone, sondern eine Tüte Gummibärchen und ein Formular zum Ausfüllen, damit er sich nun endlich ein Smartphone kaufen kann.

Was war passiert? Er hat das Kleingedruckte nicht gelesen. Dort stand, dass es sich bei den rund 70 Euro nicht um den Kaufpreis sondern nur um eine Bearbeitungspauschale für die Vermittlung eines Smartphones mit Vertrag handelte.

Und genau das könnte jedem passieren. Denn smartphono.de ist nicht der einzige, der die Anwender auf diese Weise täuscht. myschufamobile.de, schufaphone24.de oder smartphono.info sind nur einige Beispiele für solche Fallen. Versprochen werden günstige Mobiltelefone ohne Schufa-Auskunft und darüber hinaus mit Bezahlung per Nachnahme.

Wer steckt dahinter?

Ralf Reichertz, Rechtsreferent der Verbraucherzentrale Thüringen, weiß es: „Dahinter verbirgt sich immer das gleiche Unternehmen, mit Sitz in der Karibik: Verango AG. Auch die Formulierungen sind dieselben. Schufafreie Angebote sind immer mit Vorsicht zu genießen. Auch von Zahlungen per Nachnahme raten wir dringend ab“. Wer dort bestellt hat, hat wenig Chancen, zu seinem Geld zu kommen. Es gibt keine funktionierende E-Mail-Adresse  und auch AGBs sucht man vergeblich. Im Moment werden ohnehin auf allen Webseiten Wartungsarbeiten durchgeführt.

Die Firma inte diesen Angeboten hat ihren Sitz in Dominica: das in Verbindung mit DE-Domains sollte Warnung genug sein.

Die Firma hinter diesen Angeboten hat ihren Sitz in Dominica: das in Verbindung mit DE-Domains sollte Warnung genug sein.

Wie erkennt man Abzocke?

Grundsätzlich gibt es solche Warnzeichen. „Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind kopiert bzw. enthalten Fehler, Impressumsangaben verweisen aufs Ausland – die Kontodaten sind aber in Deutschland, Vorauszahlung oder Nachnahme als Zahlungsweg. Bei diesen Punkten sollten Verbraucher unbedingt stutzig werden“, so Reichertz.

Quelle: Verbraucherzentrale Thüringen

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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