Lobbying: Google stand in den letzten vier Jahren mindestens einmal pro Woche auf der Matte vom Weißen Haus

Redaktion 26. März 2015 0 Kommentar(e)

Dass der Suchmaschinengigant Google eine Menge Interessensvertreter in der Politik sitzen hat, ist ja nichts Neues mehr. Interessant ist aber, dass der Konzern seit vier Jahren mindestens einmal pro Woche den Fuß in der Tür des Weißen Hauses hatte.

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Google Logo 2010

Google und die US-Regierung sind dicke Freunde. Zumindest macht es den Eindruck, denn ein Bericht vom Wall Street Journal legt nahe, dass hochrangige Google-Mitarbeiter – Eric Schmidt eingeschlossen – in den letzten vier Jahren 230 Mal beim Weißen Haus auf der Matte standen. Besonders oft wurde die Regierung im Jahr 2012 aufgesucht. Zu diesem Zeitpunkt stand die FTC (Bundeshandelskommission) vor der Tür von Google und war im Begriff eine vermeintliche Strafe über den Suchmaschinengiganten zu verhängen. Dank dem massiven Lobbying hat die FTC allerdings kein Urteil gefällt – das suggerieren zumindest die jetzt vorliegenden Informationen.

Auch wenn in den Dokumenten keine Aufzeichnungen über die besprochenen Themen enthalten sind, so können wir dennoch davon ausgehen, dass jene Überprüfung durch die FTC ganz oben auf der Agenda stand. Natürlich bestreitet das die Behörde auch. In einem Interview hat man dem Wall Street Journal zu verstehen gegeben, dass man eine unabhängige Behörde sei und sich von niemanden beeinflussen lasse.

Unsummen werden in Lobbying gesteckt

Google hat im letzten Jahr satte 16,8 Millionen Dollar für die Interessensvertretung in der Politik ausgegeben. Damit belegt man Platz Zwei hinter Comcast. Der Kabelnetzbetreiber hat allerdings deutlich weniger Einfluss und ist auch weniger oft im Weißen Haus zu Gast, denn innerhalb der letzten Jahre sind die Comcast-Mitarbeiter nur 20 Mal dort gewesen. Außerdem hat sich Google erst kürzlich mit Megan Smith (ehemalige Vizepräsidentin bei Google) als neuer Chief Technology Officer noch weiter in die Politik „eingekauft“.

Google hat damit also nicht nur das Internet in der Hand sondern auch die Politik der Vereinigten Staaten.

Quelle: Wall Street Journal (via: TheVerge)

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