Luxus trifft ├ľko – der Tesla Model S

Hartmut Schumacher 25. Februar 2015 2 Kommentar(e)

Langweilig ist beim Model S von Tesla nur der Name: Das beste Auto der Welt verwendet einen Elektromotor, bietet eine Autopilot-Funktion mit Radar ÔÇô und l├Ąsst sich vom Smartphone aus fernbedienen.

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Seit 2012 ist die sportliche Limousine Model S in den USA erh├Ąltlich ÔÇô und seit 2013 auch in Deutschland. Weltweit wurden seitdem etwa 46.000 dieser Luxusfahrzeuge des Herstellers Tesla Motors verkauft. Besonders erfolgreich ist das Model S in Kalifornien und in Norwegen. Europaweit belegte es im ersten Halbjahr 2014 bei den Verkaufszahlen den zweiten Platz (mit etwa 5.300 verkauften Fahrzeugen). Auf Deutschlands Stra├čen sind derzeit knapp 800 dieser Autos unterwegs.
Die unabh├Ąngige Verbraucherzeitschrift ÔÇ×Consumer ReportsÔÇť hat dem Fahrzeug im Jahr 2013 bescheinigt, in ihren Tests jedes andere Auto (egal ob Elektro oder Benzin) geschlagen zu haben.

ÔÇ×Die [f├╝r die Zukunft geplanten] Ladestationen [mit Solarmodulen] werden auch dann noch funktionsf├Ąhig sein, wenn das gesamte landesweite Stromnetz ausfallen sollte. Selbst wenn also eine Zombie-Apokalypse stattfinden sollte, werden Sie dank des Tesla-Supercharging-Systems immer noch imstande sein, zu reisen.ÔÇť – ELON MUSK

Erh├Ąltlich ist der Elektro-Flitzer in vier Ausf├╝hrungen, die sich voneinander unter anderem durch die Kapazit├Ąt ihrer Akkus unterscheiden: Das Tesla Model S 60 hat eine Reichweite von 345 Kilometern mit einer einzigen Akkuladung. Model S 85 und S85 D bringen es auf rund 470 Kilometer. Und das neue Model S P85D – mit Allradsantrieb und 700 PS unter der Haube – schafft auch nicht mehr. Die Preise beginnen ab rund 72.000 Euro. Ein in niedrigeren Preisregionen (um die 40.000 Euro) angesiedeltes Elektroauto namens Tesla Model 3 soll 2017 auf den Markt kommen.

Aufgeladen wird der Akku des Tesla Model S ganz traditionell an Haushaltssteckdosen, an einer Wandladestation in der eigenen Garage oder an ├Âffentlichen Ladestationen. Dar├╝ber hinaus hat Tesla Motors ein Netz aus bislang 250 Supercharger-Stationen aufgebaut (davon 87 in Europa). Diese erlauben ein sehr schnelles Aufladen: In 20 Minuten ist der Akku schon wieder zur H├Ąlfte gef├╝llt.

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Allradantrieb mit zwei Motoren

Die neuen Model-S-Varianten 85D und P85D verwenden einen Allradantrieb, bei dem jede der beiden Achsen ├╝ber einen eigenen Motor verf├╝gt. Das sorgt f├╝r optimale Stra├čenlage und Handhabung selbst bei schwierigen Fahrbedingungen. Dar├╝ber hinaus ist diese Antriebsart auch energieeffizienter: Das Model 85D hat eine 15 Kilometer gr├Â├čere Reichweite als die Variante mit Hinterradantrieb.

Fernsteuern per App

Einige Funktionen des Model S k├Ânnen Sie vom Smartphone aus fernsteuern. Die daf├╝r notwendige App ist sowohl f├╝r Android-Smartphones als auch f├╝r iPhones erh├Ąltlich.

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Die App erm├Âglicht es, das Aufladen des Auto-Akkus zu ├╝berwachen, zu starten und abzubrechen.

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Sie k├Ânnen die Heizung und die Klimaanlage des Tesal Model S einschalten, noch bevor Sie im Wagen sitzen.

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Nicht zuletzt zeigt Ihnen die Smartphone-App die Position Ihres Fahrzeugs auf einer Stra├čenkarte an.

Bordcomputer und Handy

Der Bordcomputer des Fahrzeugs verf├╝gt nicht nur ├╝ber einen Bildschirm hinter dem Lenkrad f├╝r das Anzeigen von grundlegenden Informationen wie Geschwindigkeit und Uhrzeit, sondern auch ├╝ber einen riesigen (17 Zoll gro├čen) ber├╝hrungsempfindlichen Bildschirm. Funktionen wie die Klimaanlage, das Navigationssystem und das Abspielen von Musik kann der Fahrer ├╝ber diesen Touchscreen bedienen, bzw. ├╝ber Tasten am Lenkrad oder aber per Sprachsteuerung.

Mobiltelefone lassen sich per Bluetooth mit dem Bordcomputer verbinden. Es ist dann m├Âglich, Telefonate ├╝ber das Audiosystem des Autos zu f├╝hren. Dar├╝ber hinaus kann das System das Adressbuch, die Anrufliste und den Terminkalender mit dem Handy abgleichen sowie Musik abspielen, die sich auf dem Telefon befindet. F├╝r Smartphones mit den Betriebssystemen Android und iOS gibt es zudem eine App, die es erlaubt, etliche Funktionen des Fahrzeugs fernzusteuern (siehe oben ÔÇ×Fernsteuern per AppÔÇť).

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Autopilot

Das Model S verf├╝gt serienm├Ą├čig ├╝ber eine Frontkamera, Radar, 360-Grad-Ultraschallsensoren und automatische Bremsen. (Zumindest gilt dies f├╝r die Fahrzeuge, die seit Oktober aus der Fabrik rollen. ├ältere Autos lassen sich nicht nachr├╝sten.)

Diese Ausstattung wird es dem Fahrzeug durch Software-Aktualisierungen in Zukunft erlauben, seine Umgebung zu ├╝berwachen, wodurch fortschrittliche Assistenz- und Sicherheitsfunktionen m├Âglich werden.

Diese Funktionen sollen nicht nur beim Einparken helfen und Zusammenst├Â├če vermeiden oder deren Auswirkungen abmindern, sondern sind auch imstande, automatisch die Spur zu halten oder aber diese zu wechseln, wenn der Fahrer den Blinker bet├Ątigt. Und nicht zuletzt k├Ânnen sie die Fahrgeschwindigkeit sowohl an die Vorgaben der Stra├čenbeschilderung als auch an die jeweilige Verkehrssituation anpassen.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren f├╝r eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als n├╝tzliche Strukturierungsmittel ÔÇô und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person ├╝ber sich selbst.