Das HTC U11+ im Androidmag Test

25. Januar 2018 Kommentare deaktiviert für Das HTC U11+ im Androidmag Test Kommentar(e)

Größer ist besser – mag man glauben, wenn man sich die letzten Flaggschiffe der diversen Hersteller ansieht. HTC denkt auch so und bietet als letzter der bekannten Hersteller ein 6 Zoll- Phone an. Wir verraten, wie gut das HTC U11+ ist.

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Das Jahr 2017 war sicherlich kein einfaches für HTC. Mit dem U11 sorgten die Taiwaner zwar bereits zu Jahresbeginn für ein echtes Highlight, danach wurde es allerdings wieder ruhiger um den früher so beliebten Hersteller. Kurz vor dem Jahreswechsel präsentierte HTC dann aber doch noch zwei Ableger der Serie, die das Unternehmen einerseits wieder mehr in den medialen Fokus rücken und den HTC-Fans weltweit die Möglichkeit geben, aus einem deutlich breiter aufgestellten Portfolio zu wählen.

Mit dem U11 Life steht einerseits ein abgeschwächtes, kleineres Modell zur Auswahl, während das U11+ andererseits ganz dem aktuellen Trend folgt und ein riesiges Display mit potenter Hardware verbindet – (fast) rahmenloses Design inklusive. Seitlich ist keine nennenswerte Fläche um das Display vorhanden, oben und unten allerdings schon. Der Homebutton, beim HTC U11 noch fixer Bestandteil, ist nunmehr aber Geschichte.

Alles größer – aber was ist neu?

Im Vergleich zum Anfang 2017 gezeigten Topmodell halten sich die Neuerungen dennoch in Grenzen. Das zeigt zwar, dass HTC mit dem U11 sehr früh dran war, aber eben auch, dass die Plus-Variante kaum nennenswerte Upgrades bietet. Als Antriebseinheit fungiert nach wie vor der Snapdragon 835, der aber auch nach über einem Jahr noch nicht zum alten Eisen gehört. Im Gegenteil: Die Messwerte können sich sehen lassen und platzieren das U11+ direkt im Spitzenfeld. Unser Testmodell konnte zudem auf starke 6 GB RAM zurückgreifen, als Festspeicher stehen 128 GB zur Verfügung. Unter der Haube wurde ansonsten nur dem Bluetooth-Modul ein Update verpasst, gefunkt wird nun mit der Version 5.0. Und, selbstverständlich: Die erweiterte Größe des Bildschirms erfordert eine Anhebung der Akkukapazität. Statt 3.000 mAh wie beim U11 gibt es nun 3.930 mAh. Das macht allerdings keinen allzu großen Unterschied, wie unsere Messwerte belegen. Aufgrund des doch erheblich größeren Displays benötigt die Plus-Variante mehr Strom, was zur Folge hat, dass sich die Laufzeiten trotz der größeren Nennkapazität nur marginal unterscheiden. Beide Modelle erreichen eine Videolaufzeit von etwa acht Stunden und ermöglichen es dem Nutzer, über zehn Stunden lang zu surfen.

Großes, dunkles Display

Das Display misst sechs Zoll in der Diagonale, bei einem Seitenverhältnis von 18:9. Das hat sich (im High End-Preissegment) mittlerweile als Standard etabliert und macht auch durchaus Sinn. Das Smartphone wirkt zwar etwas in die Länge gezogen – so auch das U11+ – liegt aber noch annehmbar in der Hand. Gerade bei Videos oder Games macht der WQHD-Screen (2.880 x 1.440 Pixel) aber einfach Spaß. Die Pixeldichte bleibt im Vergleich zum Standard-Modell fast gleich, bei 538 Bildpunkten pro Zoll ist mit freiem Auge kein Pixel mehr zu erkennen. Einzig die Helligkeit überzeugt nicht, 320 cd/m² sind für ein ausgewiesenes Topmodell zu wenig. Fraglich ist allerdings, ob der Fehler in der Hardware oder in der Software liegt. Wir vermuten letzteres, die adaptive Helligkeit, also die automatische Regulierung anhand der Umgebungshelligkeit, ließ sich in unserem Test nicht deaktivieren – beziehungsweise wurde sie auch dann als „An“ ausgewiesen, wenn wir den virtuellen Schalter auf „Aus“ stellten. Bis zum Redaktionsschluss hatten wir keine Antwort von HTC, wir liefern die Stellungnahme gegebenenfalls nach.

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Kamera: älter, aber gut

Die Hauptkamera bleibt indes gleich. Bereits das HTC U11 konnte in diesem Bereich aber überzeugen und besaß sogar für eine Weile die wohl beste Knipse überhaupt. Auch einige Monate später hat die 12 MP-Linse mit f/1.7-Blende nichts an Qualität verloren, vor allem bei guter Ausleuchtung gelingen hervorragende Fotos. Und selbst bei schwierigen Verhältnissen werden die Aufnahmen noch mehr als brauchbar.

Fazit

HTC springt als letzter der großen Hersteller auf den Zug auf und präsentiert ein 6 Zoll-Monster im 18:9-Format. Den einzigen Punkteabzug gibt es für das Problem mit der Helligkeit. Aber auch damit ein Top-Smartphone!

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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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