Das Moto Z2 Force im Test

18. Dezember 2017 Kommentare deaktiviert für Das Moto Z2 Force im Test Kommentar(e)

Das Moto Z2 Force überzeugt auf den ersten Blick mit ungewöhnlicher Optik und jeder Menge Verwandlungsmöglichkeiten. Kann das Innenleben da mithalten?

Konzepte für modulare Smartphones gibt es schon längere Zeit, tatsächlich bereits seit der Ära der „dummen“ Telefone. Damals waren Ansteckkameras eine Zeit lang populär, die Technologie wurde letztendlich aber mit dem Aufkommen der Smartphones zu Grabe getragen. Der letzte prominente Versuch, ein Smartphone im Baukasten-System zu verkaufen, stammt von LG. Das LG G5 blieb, aber auch aufgrund des unausgereiften Konzepts, deutlich hinter den Erwartungen zurück.

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Motorola als Platzhirsch

LG kehrte dementsprechend rasch wieder auf das gewohnte System zurück. Die Lücke, die der südkoreanische Hersteller dabei hinterließ, will nun Lenovo füllen. Unter dem „Moto“-Branding werden seit geraumer Zeit verschiedene Smartphones vertrieben – und ein Teil davon bietet eben ein modulares Konzept. Der letzte Streich aus dem Hause Lenovo (respektive Motorola) hört auf den Namen „Moto Z2 Force“. Um Darth Vader-Fans gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Der Beiname hat nichts mit Star Wars zu tun. Das Moto Z2 Force hat vielmehr die Macht, verschiedene Aufsätze, die „MotoMods“, zu koppeln. Für unseren Test bekamen wir ein Gamepad, einen Lautsprecher-Aufsatz samt Alexa-Integration und eine 360 Grad-Kamera. Der Nutzen ist unterschiedlich: Der Aufsteck-Lautsprecher klingt beispielsweise besser als die verbauten, Alexa ist ein nettes Gimmick. Auch die Kamera erfüllt ihren Zweck, wird aber nur eine kleine Zielgruppe ansprechen. Das gilt auch für das Gamepad, das uns im Test allerdings nicht überzeugen konnte. Viele der als kompatibel ausgewiesenen Spiele funktionierten nicht mit dem Gamepad. So ist das Gadget nicht empfehlenswert, vielleicht bessert der Hersteller hier aber noch nach.

Starke Leistungswerte

Beim Smartphone selbst haben wir indes wenig zu beklagen. Die Prozessorleistung siedelt sich in unserer Rangliste knapp unterhalb des Podests an – was aber nicht verwundert, kümmert sich doch ein Snapdragon 835 um den Antrieb. Der Prozessor kann auf 6 GB RAM zurückgreifen. Grafikintensive Spiele, die wir mit dem Gamepad spielten, luden schnell, alle herkömmlichen Aktionen sowieso. Fünf von fünf Punkten sind verdient.

Ein anderes Bild zeigt sich beim 5,5 Zoll-Display. Dessen nackte Daten überzeugen auf den ersten Blick zwar, unsere Messdaten brachten aber auch Schwächen zutage. So ist der Bildschirm nicht sehr hell, im Gegenteil – die Werte liegen unter dem Durchschnitt. Das ist schade, gerade ein für Spiele gemachtes Gerät muss auch unter direkter Sonneneinstrahlung Spaß machen. Kontrast und Schwarzwerte sind hingegen top.

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Akku & Kamera

Der Akku ist brauchbar, mehr aber auch nicht. Sowohl Lade- als auch Laufzeiten präsentieren sich solide, einen Tag hält das Moto Z2 Force bei moderater Nutzung durch. Die geringe Akkukapazität von 2.730 mAh ließ das Ergebnis schon vermuten. Geschuldet ist das der schlanken Bauweise, die wegen der doch dickeren MotoMods notwendig ist. Die gute Nachricht: Es gibt auch einen Akku-Mod, der zusätzliche 3.490 mAh mitbringt.

Die Kamera ist ähnlich zu bewerten: ganz okay. Dank zweier Linsen sind Tiefenschärfe-Effekte und bei guter Ausleuchtung sogar recht gute Ergebnisse möglich. An der Vorderseite sitzt eine 5 MP-Knipse.

Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, das Moto Z2 Force könne auf 4 GB RAM zurückgreifen. Das war falsch, tatsächlich sind es 6 GB RAM. Wir bitten um Entschuldigung. 

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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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