ASUS MeMO Pad 7: Das schicke 7 Zoll Tablet im Test

Peter Mußler 15. März 2015 1 Kommentar(e)
ASUS MeMO Pad 7: Das schicke 7 Zoll Tablet im Test Androidmag.de 4 4 Sterne

Asus ist ein Hersteller, der vielen noch wegen der Markteinführung von Mini-Laptops, der sogenannten Netbooks, bekannt ist. Viel Leistung auf kleinem Raum  scheint also die Markenparole zu sein. Wir prüfen das am kleinen MeMO Pad 7 nach.

Fashion meets function,

Design meets quality!

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Ansprechendes Design, helles und scharfes Display, schneller Prozessor und solides Gehäuse. 

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Ein Pluspunkt ist auch Makel: Das Design ist nicht neutral und wird den Kundenkreis polarisieren.

Beim ersten Sichtkontakt mit dem handlichen 7-Zöller kann man leicht geblendet werden von so viel Design. Besonders unser Testmodell in der Farbe Rose Champagne wirkt gar nicht wie ein gewöhnliches schlicht-elegantes High-Tech-Gerät, mehr wie ein Accessoire, das auch ein wenig Elektronik birgt, aber in erster Linie gut aussehen soll.

Die Clutch in Männerhänden! Zurückhaltender sind die Farben Burgundy Red und Gentle Black, das sogar mit textiler Struktur.

Die Clutch in Männerhänden! Zurückhaltender sind die Farben Burgundy Red und Gentle Black, das sogar mit textiler Struktur.

Fashion meets function

Schnell wird einem klar – vor allem beim Blick auf die Asus-Webseite, die vor Glitzercover und Frauenhänden nur so strotzt -, welche Klientel da optisch bestochen werden soll: die weibliche. Aber nicht nur schöner Schein. Blicken wir hinter die modische Fassade, werden wir aber alsbald von beeindruckenden Leistungsdaten ĂĽberrumpelt. Ein 64-Bit-Prozessor von Intel (Atom als 1,83GHz Quadcore) sorgt fĂĽr sehr hohe Werte beim Antutu-Leistungscheck, der Belastungstest fĂĽr die Grafikkarte verblĂĽfft ebenso mit einem sehr guten Ergebnis. Was die Grafikkarte generiert, findet sich zĂĽgig auf dem Display. Das ĂĽberzeugt beim MeMO Pad 7 nicht nur mit Full-HD-­Auflösung, sondern vor allem mit auĂźergewöhnlicher Helligkeit. Die Asus-eigene Anwendung „Splendid“ lässt zudem leicht Einstellungen wie Sättigung und Farbtemperatur zu. Auch macht es den Eindruck, dass man fast horizontal auf die Bildfläche schauen muss bis Schärfe- und Helligkeitsverlust spĂĽrbar werden.

Weniger gut – wie bei vielen Tablets – sind hingegen die beiden Kameras. Die RauschunterdrĂĽckung macht schon bei gar nicht so schlechten Lichtverhältnissen aus den Bildern Aquarelle. Das ist schade. Zu kompensieren versucht Asus dieses Manko mit interessanten Bildmodi: „ZeitrĂĽcklauf“ nimmt schon zwei Sekunden vor DrĂĽcken des Auslösers auf (so entsteht ein Minifilm, dessen besten Frame man dann verwenden kann) und ein GIF-Maker loopt Bewegungen.

Apps wohin das Auge reicht. Nicht alle lassen sich deinstallieren. Abgesehen davon liegt das Tablet sehr gut in der Hand.

Apps wohin das Auge reicht. Nicht alle lassen sich deinstallieren. Abgesehen davon liegt das Tablet sehr gut in der Hand.

Design meets quality

Nicht nur Optik und Leistung scheinen das MeMO Pad 7 auszuzeichnen. Auch Materialien und Verarbeitung wirken fast wie aus einem Guss. Lediglich das leicht aus dem Gehäuse ragende Display stört ein klein wenig den sehr guten Gesamteindruck. Eine hohe Qualitätsanmutung stellt sich jedoch ganz ohne Metall ein. Der Rahmen ist griffig gummiert, die Rückseite wirkt ein wenig wie Alu, ist aber auch aus Kunststoff. Besonders toll: Auf ihr werden überhaupt keine Fingerabdrücke sichtbar, an der Front dank spezieller Beschichtung nur in vergleichsweise geringem Maß. Das gesamte Tablet wirkt auch haptisch hochklassig. Selbst bei starker mechanischer Einwirkung bleibt es unbeeindruckt, macht weder knarrende Geräusche noch zeigt es dunkle Stellen auf dem Display.

Viel Kunststoff, aber ein angenehmes Gefühl. Einzig beim Anblick des nicht vollständig versenkten Displays bekommt unsere Stirn ein paar Sorgenfalten.

Viel Kunststoff, aber ein angenehmes Gefühl. Einzig beim Anblick des nicht vollständig versenkten Displays bekommt unsere Stirn ein paar Sorgenfalten.

Viele Apps vorinstalliert

Nicht nur mit Leistung wird nicht gegeizt, sondern auch mit Software. Viele Apps sind zwar nützlich, was man aber nicht braucht, das will man gerne loswerden, da es Speicherplatz besetzt, eventuell ungefragt aktiv ist bzw. sich updatet. Das geht leider nicht immer. Wer sich von den ungeladenen Gästen befreien möchte, muss zu härteren Bandagen greifen.

Gute Bedienung

Kleine Tablets wie das getestete werden vornehmlich vertikal verwendet. Darauf haben sich manche Hersteller eingestellt. So auch Asus beim MeMO Pad 7, mit dem Ergebnis, dass einige Anwendungen nur im Hochformat zu benutzen sind. Dieses Diktat scheint unnötig. Schön dagegen ist, dass es auch eine Splitscreen-Funktion gibt. Bei Asus heißt sie schlicht „Dual-Apps“. Mit ihr kann man endlich auf Youtube Musik hören und nebenbei noch im Internet surfen. Angenehm sind auch noch andere Adaptionen, die das Schnelleinstellungsmenü (öffnet sich beim Swipe von oben nach unten) anbietet, darunter ein Modus, der das Display so konfiguriert, dass es beim Lesen für die Augen angenehmer strahlt.

Fazit

Das MeMO Pad 7 ist ein schicker und leistungsstarker Begleiter, der mehr wie ein Schmuckstück wirkt als wie ein modernes Werkzeug. Seine Kompaktheit prädestiniert das Tablet aber eher für den mobilen Einsatz, was einen doch lieber zur LTE-Variante für 299 Euro greifen lassen sollte.

daumen_hoch
Schnelle Hardware, hervorragendes Display
Extravagantes Handtaschen Design

 

daumen_runter

Sehr frĂĽh eingreifende RauschunterdrĂĽckung
Viele unnötige Apps vorinstalliert

 

Aktueller Preis auf Amazon:
EUR 150,93
 
Android
4.4
7,0"
1920x1200
Gewicht
269 g
5 MP
2 MP
Kamera
16 GB
64 GB
Speicher
2 GB
RAM
4x
1,83 GHz
CPU



OK MicroSD OK USB OK Audio OK GPS OK NFC OK WLAN (a,b,g,n) OK Bluetooth 4.0
Abmessungen: : 200x114,4x8,3 (in mm - Höhe x Breite x Tiefe)

Display: 5 Sterne
Speed: 4 Sterne
Akku: 3 Sterne
Verarbeitung: 5 Sterne
Ausstattung: 5 Sterne
Design: 5 Sterne
Haptik: 5 Sterne
Kamera: 5 Sterne
Leistung:
39432
 
Grafik:
1680
 
Browser:
3459
 
Akku:
563
 
Max. 80627
Max. 4942
Max. 7176
Max. 900
Gesamtwertung: 35/40
 

Gerätevergleich Rang 1

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Peter MuĂźler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.