Yoga Tab 3 Pro: Der Dreizylinder im Test

Martin Reitbauer 12. Februar 2016 0 Kommentar(e)
Yoga Tab 3 Pro: Der Dreizylinder im Test Androidmag.de 4 4 Sterne

Mit dem Yoga Tab 3 Pro hat Lenovo sein zweites ­Tablet mit integriertem Mini-­Projektor in den ­Handel ­gebracht. Das neue Modell ist ­handlicher, der Beamer ist ­besser positioniert.

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Es ist nicht das erste Projektor-Tablet von Lenovo Рmit dem Yoga Tablet 2 Pro hatten die Chinesen 2014 schon ein Gerät mit integriertem Beamer herausgebracht, das mit ­seinem 13,3 Zoll großen Bildschirm allerdings sehr unhandlich ausgefallen war. Der nun erhältliche Nachfolger Yoga Tab 3 Pro misst ­zivilisierte 10,1 Zoll und ist auch weniger schwer als das letzte Modell Рmit 668 Gramm ist der Alu-Bolide aber immer noch kein Leichtgewicht.

Tablet mit Röllchen

Gleich geblieben ist der charakteristische ­Zylinder an der Seite des Bildschirms, in dem wie bei ­allen Yoga-Tablets ein ausklappbarer ­Standfuß Platz findet. Damit lässt sich das Gerät im ­Querformat schräg aufstellen Рgeschieht das in ­spitzem ­Winkel, wird die Eingabe von Texten per Bildschirm­tastatur bequemer, steiler aufgestellt lassen sich Videos ansehen. Mittig hat der Standfuß eine Aussparung, mit der sich das Gerät flach an die Wand hängen lässt. Bei geschlossenem Standfuß dient die seitliche Rolle als Griff, um das Gerät im Hochformat leichter halten zu können. Ganz flach lässt sich das Tablet damit aber nicht auf den Tisch legen. Das hat die unangenehme Folge, dass die Anzeige manchmal ungewollt vom Hoch- ins Querformat springt.

Ist der Raum abgedunkelt, reicht die ¬≠Lichtleistung des kleinen Tablet-Projektors durchaus f√ľr ein brauchbares Bild.

Ist der Raum abgedunkelt, reicht die ¬≠Lichtleistung des kleinen Tablet-Projektors durchaus f√ľr ein brauchbares Bild.

Riesen-Akku

Der markante Zylinder erf√ľllt eine weitere Funktion: Er schafft Platz f√ľr einen √ľberdimensionier¬≠ten Akku. 10.200 mAh (=38,8 Wattstunden) fasst der Energiespeicher – Dimensionen, wie man sie von Laptops gewohnt ist. Wer sich angesichts ¬≠dessen √ľberragende Laufzeiten erwartet, wird aber entt√§uscht. Im Test lie√ü sich das Yoga Tab etwa 7,5 Stunden f√ľr Video Streaming, 5,5 Stunden f√ľr 3D-Spiele oder 10,5 Stunden zum Internetsurfen einsetzen. Das sind respektable Werte – aber andere Tablets schaffen das mit wesentlich kleineren (und damit leichteren) Akkus.

Pico-Kino

Nun aber zum Ausstattungsmerkmal, das bei der Pr√§sentation die meiste Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat: dem Pico-Projektor. War dieser beim Vorg√§nger noch am Ende des Zylinders angebracht, befindet er sich nun in der Mitte und l√§sst sich mit dem Standfu√ü drehen. So kann man das ¬≠Tablet zum Beispiel vor sich auf die Bettdecke legen, das Bild nach oben projizieren und liegend einen Film genie√üen. Tats√§chlich ist der Projektor am ehesten f√ľr n√§chtliches Ausstrahlen geeignet: Die Lichtleistung betr√§gt nur 50 Lumen, ein Bruchteil dessen, was gro√üe Beamer schaffen. Positiv f√§llt aber die automatische Perspektivenkorrektur auf, die den ‚ÄěTrapez-Effekt‚Äú minimiert, wenn das Bild nicht im rechten Winkel auf die Projektionsfl√§che trifft. Eine eigene Projektor-Anwendung erlaubt es, den Inhalt von Bildschirm und Projektor zu teilen. So kann man auf dem Projektor ein Video laufen lassen oder ein Dokument pr√§sentieren und auf dem physischen Display gleichzeitig etwas v√∂llig anderes anstellen. Die App ist aber nur f√ľr lokal gespeicherte Inhalte konzipiert, was ihren Nutzen in ¬≠Zeiten von Cloud-Content stark einschr√§nkt.

Mit dem integrierten, stufenlos verstellbaren Standfuß lässt sich das Gerät in verschiedenen Neigungswinkeln aufstellen.

Mit dem integrierten, stufenlos verstellbaren Standfuß lässt sich das Gerät in verschiedenen Neigungswinkeln aufstellen.

Scharfer Bildschirm

Der Bildschirm des Tablets selbst schl√§gt sich ausgezeichnet – er ist mit 459 cd/m¬≤ deutlich heller als die meisten aktuellen Konkurrenzprodukte und zeigt dank der ¬≠hohen Aufl√∂sung sehr scharfe Bilder und starke Farben. Eine Besonderheit des Panels ist die sogenannte ‚ÄěAnyPen‚Äú-Technologie, die Bildschirmeingaben mit jedem beliebigen Stift erlaubt. Voraussetzung ist lediglich, dass das Material des Instruments leitf√§hig ist. Kurioserweise funktioniert es daher zum Beispiel auch mit einer Karotte – wegen deren Eisenanteils.

Ausstattung

Unter der Aluminium-Haube des Yoga Tab arbeitet ein Intel-Prozessor mit 2 GB RAM – das ist im Jahr 2015 zwar keine Spitzen-Ausstattung, aber Apps und Spiele laufen damit schnell genug. Die √ľber dem Bildschirm angebrachte Stereo-¬≠Lautsprecher schaffen hohe ¬≠Lautst√§rken, klingen aber etwas blechern. F√ľr einen Aufpreis von 100 Euro bekommt man das Yoga Tab auch mit einem LTE-Modul f√ľr den mobilen Betrieb.

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Auf der R√ľckseite ist das Geh√§use zum Teil mit griffigem Kunstleder √ľberzogen. Der Rest besteht aus Alu und Kunststoff.

Fazit

Auf der Haben-Seite verbucht das Yoga Tab einen ausgezeichneten Bildschirm, ein gut verarbeitetes Geh√§use mit einem vielseitig einsetzbaren Standfu√ü und einen Beamer, der mehr ist als ein Party-¬≠Gag. Dem steht allerdings das hohe Gewicht des ¬≠Ger√§ts gegen√ľber.

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EUR 449,00
 
Android
5.1
10,1"
2560x1600
Gewicht
667 g
13 MP
5 MP
Kamera
32 GB
GB
Speicher
2 GB
RAM
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2,24 GHz
CPU



OK MicroSD OK USB OK Audio OK GPS OK WLAN (a,b,g,n,ac) OK Bluetooth 4.0
Abmessungen: : 179,1x246,9x4,6 (in mm - Höhe x Breite x Tiefe)

Display: 5 Sterne
Speed: 4 Sterne
Akku: 5 Sterne
Verarbeitung: 5 Sterne
Ausstattung: 4 Sterne
Design: 4 Sterne
Haptik: 4 Sterne
Kamera: 4 Sterne
Leistung:
3226
 
Grafik:
2361
 
Browser:
3769
 
Akku:
1010
 
Max. 80627
Max. 4942
Max. 7176
Max. 900
Gesamtwertung: 34/40
 

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Martin Reitbauer   Chefredakteur

Als Chefredakteur von Android Magazin und ANDROID APPS sowie als Redakteur der Plattform-agnostischen Zeitschrift SMARTPHONE ist Martin haupts√§chlich mit den Print-Magazinen des Verlags hinter androidmag.de besch√§ftigt. Ab und an bleibt dennoch Zeit f√ľr einen Blog-Artikel. Neben Android gilt seine Begeisterung GNU/Linux und freier Software ganz allgemein.

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