Technik: Xiaomi Mi 5-Kurztest

Peter Mußler 25. August 2016 0 Kommentar(e)

Xiaomi demonstriert mit dem Mi 5 eindrucksvoll, dass man es in China nicht l√§nger n√∂tig hat, die Innovationen anderer zu kopieren. Dieses Smartphone l√§sst viele teurere Konkurrenten hinter sich zur√ľck – auch beim Erfindergeist.

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China mausert sich von der ‚ÄěWerkbank der Welt‚Äú immer mehr zur Innovationsmaschine. Au√üerdem nimmt man auch in der Kategorie Verarbeitungsqualit√§t immer √∂fter eine Vorreiterposition ein. Beides demonstriert Xiaomi mit dem Mi 5 in Vollendung. Vorder- und R√ľckseite sind aus Gorilla Glas 4 gefertigt, das absolut nahtlos in einen Rand aus Aluminium √ľbergeht. Die Navigationstasten¬†wurden unter das Display verbannt und lassen den Touchscreen noch schlanker erscheinen. Durch seine hohe Bauform und den geringen Abstand zwischen Bildschirm- und Geh√§userand liegt das grazile Handy gut in der Hand.

Das Display setzt auf IPS-Technologie, l√∂st bei 5,15 Zoll Diagonale in Full HD auf und ist somit schlichtweg scharf. Auch die Blickwinkelstabilit√§t ist tadellos. Vor allem aber √ľberzeugt Xiaomis Sinn f√ľrs Detail. So zeichnet sich die Blitz-LED durch angenehm warmwei√ües Licht aus. Die 16-MP-Kamera schie√üt dank gut abgestimmter Software tadellose Bilder. Diese k√∂nnen durchaus mit den Aufnahmen anderer, deutlich teurerer Top-Phones mithalten.

Leistungsstarker Prozessor

Der Snapdragon 820-Prozessor stellte in unserem Test unter Beweis, warum er schon im Vorfeld so gelobt wurde. W√§hrend die hier getestete Standard-Edition des Mi 5 √ľber einen Prozessor mit 1,85 GHz verf√ľgt, taktet die (teurere) Pro-Ausgabe die Kerne mit 2,15 GHz. Prinzipiell handelt es sich aber um die gleichen Chips, denen ein riesiger RAM mit 4 Gigabyte zur Seite steht.

Ein Infrarot-Sender macht das Handy zu einer Fernbedienung f√ľr den Fernseher, eine entsprechende App ist vorinstalliert. Der einzige sp√ľrbare Mangel ist die Einschalt-Taste, die f√ľr eine Nutzung √ľber viele Jahre fast ein wenig zerbrechlich wirkt.

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Neue Eigenständigkeit

Die Software liegt momentan nur auf Englisch und Chinesisch vor. √úberhaupt fordert die Bedienung dem Normal-Anwender einige M√ľhen ab: Googles Play Store ist nicht vorinstalliert. Alternativ bietet sich Amazons App Store oder ein manueller Bezug √ľber Quellen wie ¬≠APK-Mirror.com¬†an. Anleitungen f√ľr all diese L√∂sungswege finden sich im Netz. Der Drang nach Eigenst√§ndigkeit zeigt sich aber auch andernorts. War das Hardware-Design des Vorg√§ngers noch stark am damals aktuellen iPhone orientiert, lehnt sich das Mi 5 eher an Samsungs S-Reihe an. Auch die Software-Oberfl√§che erinnert nur noch stellenweise an iOS: Es fehlt z.B. die sonst f√ľr Android-Handys typische App-Schublade.

Wie jedes Handy, das eigene Wege geht, hat das Mi 5 St√§rken und Schw√§chen. Dass uns das Ger√§t sehr √ľberzeugt hat, liegt vor allem an der Verarbeitungsqualit√§t, die nicht zu toppen ist, am Betriebssystem, das auf Wunsch ohne ¬≠Googles Apps auskommt, und an vielen kleinen Raffinessen. Zu kaufen gibt es das Mi 5 bei ausgew√§hlten Importeuren und Online-H√§ndlern.

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Peter Mu√üler   Redakteur

Als √Ąsthet besch√§ftigt er sich gerne mit formsch√∂nen Ger√§ten und √úberschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugeh√§use. Als Redakteur f√ľr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine √úberschrift alleine macht noch keinen Artikel.