Guide: So wirst du in 9 Schritten zum WhatsApp-Profi

Hartmut Schumacher 5. Januar 2016 0 Kommentar(e)

Möchten Sie ­WhatsApp mit einem ­Kennwort schützen? Die empfangenen ­Fotos ­verstecken? Oder sogar überlange Videos ­verschicken? Alles kein Problem – mit den ­richtigen Tipps.

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WhatsApp ist mit gutem Grund weltweit der beliebteste Messenger: Die App ist leistungsfähig, flexibel und recht leicht bedienbar. Einige der fortgeschrittenen Funktionen sind jedoch etwas versteckt. Darüber hinaus hat WhatsApp etliche Einschränkungen – die Sie allerdings mit Hilfe von Zusatz-Apps überwinden können. Dieser Artikel zeigt Ihnen neun Tipps, die den Umgang mit WhatsApp wesentlich komfortabler und effizienter werden lassen.

WhatsApp auf dem PC?

Anders als viele seiner Messenger-Konkurrenten lässt sich WhatsApp nur auf dem Smartphone verwenden, nicht aber auf dem PC. Seit Anfang dieses Jahres gibt es jedoch zumindest eine behelfsmäßige Lösung: Sie können WhatsApp nun im Web-Browser Ihres PCs benutzen – ­allerdings nur dann, wenn Ihr Smartphone mit dem Internet verbunden ist.

Um eine Verbindung zwischen der Smartphone-App und dem Web-Browser herzustellen, rufen Sie mit dem Browser die Site web.whatsapp.com auf. Dort bekommen Sie einen QR-Code angezeigt. Rufen Sie auf dem Smartphone den WhatsApp-Menüpunkt „WhatsApp Web“ auf, und richten Sie die Kamera auf den QR-Code.

1) Online Infos und Lesebestätigungen

WhatsApp ist ein wenig zu auskunfts­freudig. Es ist aber nicht allzu ­schwierig, Ihre Privatsphäre zu schützen.

WhatsApp zeigt Ihnen im Fenster eines Chats an, wann Ihr Gesprächspartner das letzte Mal online war. Und verrät Ihnen darüber hinaus (durch das Blaufärben der beiden Häkchen) bei jeder einzelnen Nachricht, ob der Partner sie gelesen hat.

Dieselben Informationen erhalten Ihre Gesprächspartner auch über Sie. Das gefällt Ihnen nicht? Dann schalten Sie dies aus. Das erledigen Sie, indem Sie im Hauptfenster der App den Menüpunkt „Einstellungen“ aufrufen

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und dann die Schaltflächen „Account“ und „Datenschutz“ antippen. Im Fenster „Datenschutz“ wählen Sie bei der Option „Zuletzt online“ die Einstellung „Niemand“ aus. Und schalten zusätzlich die Option „Lesebestätigungen“ aus.

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Der Nachteil, wenn Sie diese Optionen ausschalten: Auch Sie erhalten die Online-­Informationen und Lesebestätigungen Ihrer Gesprächspartner nicht mehr.

 

2) Mehr Übersicht für lange Unterhaltungen: Nachrichten finden und Medien auflisten

Im Laufe der Zeit werden WhatsApp-Unterhaltungen unübersichtlich. Die Suchfunktion erlaubt es Ihnen jedoch, bestimmte Nachrichten schnell wiederzufinden. Darüber hinaus können Sie sich alle verschickten Fotos, Videos und Sprachnachrichten auflisten lassen.

Die Suchfunktion rufen Sie ganz einfach über den Menüpunkt „Suchen“ im Chat-­Fenster auf. Nachdem Sie in das Suchfeld am oberen Bildschirmrand das gewünschte Stichwort eingegeben haben, färbt die App dieses Wort in allen Nachrichten, in denen es auftaucht, gelb ein.

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Einen Überblick über sämtliche verschickten und empfangenen Fotos, Videos und Sprachnachrichten einer Unterhaltung erhalten Sie, indem Sie im Chat-Fenster den Menüpunkt „Medien“ aufrufen. Tippen Sie Fotos, Videos oder Sprachaufnahmen an, um sie anzuzeigen oder abzuspielen. An andere WhatsApp-Anwender können Sie eine Multimediadatei weiterleiten, indem Sie die Pfeil-Schaltfläche am oberen rechten Bildschirmrand antippen.Möchten Sie das Bild beispielsweise lieber per E-Mail oder Bluetooth weiterleiten oder aber über soziale Netze wie Facebook oder Instagram verteilen? Dann rufen Sie den Menüpunkt „Teilen“ auf und wählen anschließend die gewünschte App zum Weiterleiten oder Teilen aus.

 

3) Bringen Sie WhatsApp Ihre neue Nummer bei

Haben Sie den Mobilfunkanbieter gewechselt und verwenden nun eine neue Telefon­nummer? Dann müssen Sie dies der Whats-App-Software klarmachen, um Ihr bisheriges WhatsApp-Konto weiterhin verwenden zu können.

Schicken Sie zunächst Ihren WhatsApp-Gesprächspartnern eine Nachricht, in der Sie ihnen Ihre neue Telefonnummer mitteilen.

Legen Sie dann die neue SIM-Karte in das Smartphone ein. Stellen Sie sicher, dass diese SIM-Karte in der Lage ist, SMS-Nachrichten zu empfangen und Daten aus dem Internet abzurufen.
Rufen Sie in WhatsApp den Menüpunkt „Einstellungen“ auf. Tippen Sie dann auf die Schaltflächen „Account“ und „Nummer ändern“. Im Dialogfenster „Nr. ändern“ tippen Sie auf die Schaltfläche „Weiter“.

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Anschließend geben Sie Ihre bisherige Telefonnummer in das obere Feld ein – und die Telefonnummer der neuen SIM-Karte in das untere Feld. Bestätigen Sie diese Eingaben durch Antippen der Schaltfläche „Fertig“ in der rechten oberen Bildschirmecke.

 

4) WhatsApp mit Kennwort schützen

WhatsApp bietet keine Funktion zum Schützen Ihrer Daten durch ein Kennwort. Es gibt aber Abhilfe …

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Die App „Messenger Schützen“ („ChatLock+“) ermöglicht es Ihnen, ein Kennwort festzulegen, um den Zugriff auf WhatsApp und auf andere Apps zu schützen. Beim ersten Start der App geben Sie das gewünschte Kennwort ein. Anschließend wählen Sie diejenigen Apps aus, die Sie schützen möchten. Anschließend sollten Sie sicherheitshalber noch in den Einstellungen die Optionen „Eine Deinstallation verhindern“, „Schutz Ihrer Einstellungen“, und „Schutz Google Play“ einschalten.

 

5) Nachrichten an mehrere Empfänger schicken

Anders als bei einem Gruppen-Chat wissen die Empfänger einer Broadcast-Nachricht nichts voneinander.

 

Um eine Broadcast-Nachricht zu verschicken, rufen Sie im „Chats“-Register der App den Menüpunkt „Neuer Broadcast“ auf. Tippen Sie im Dialogfenster „Neuer Broadcast“ auf die „+“-Schaltfläche, um die Empfänger der Nachricht auszuwählen. Tippen Sie dann auf die Schaltfläche „Erstellen“. Anschließend können Sie wie gewohnt eine Nachricht schreiben und abschicken.

Für jeden der Empfänger sieht die Broad-­cast-Nachricht aus wie eine normale Nachricht. Die Empfänger können Ihnen auf Ihre Nachricht antworten, ohne dass die anderen Empfänger der Broadcast-Nachricht diese Antwort zu Gesicht bekommen.

 

6) Abschicken mit der Eingabetaste

Für schnelle Tipper ist es praktisch, Nachrichten einfach durch Antippen der Eingabetaste abzuschicken.

Bei WhatsApp geben Sie standardmäßig mit der Eingabetaste (je nach Tastatur) entweder eine neue Zeile ein oder rufen das Fenster mit den Emoticons auf.

Sie können jedoch dafür sorgen, dass die App beim Antippen der Eingabetaste die eingegebene Nachricht abschickt. Rufen Sie zu diesem Zweck die Einstellungen auf und tippen Sie dort die Schaltfläche „Chats und Anrufe“ an. Im Dialogfenster „Chats und Anrufe“ schalten Sie dann die Option „Enter = Senden“ ein.

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7) WhatsApp-Unterhaltung weiterleiten

Sie können eine Unterhaltung per Mail weiterleiten – beispielsweise um jemanden über den Inhalt zu informieren.

Tippen Sie im „Chats“-Register lange eine der Unterhaltungen an. Im Kontextmenü rufen Sie dann den Eintrag „Chat per E-Mail senden“ auf.

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Entscheiden Sie, ob die Multimediadateien der Unterhaltung ebenfalls versendet werden sollen. Wählen Sie anschließend (falls nötig) Ihr E-Mail-Programm aus und geben den gewünschten Empfänger an. Der komplette Inhalt der ausgewählten Unterhaltung wird dann als Textdatei an eine E-Mail-Nachricht angehängt.

 

8) Lange Videos verschicken? Kein Problem!

Lange Videos können Sie per WhatsApp nur dann verschicken, wenn Sie zu einem kleinen Trick greifen.

Videos verschicken Sie, indem Sie erst die Büroklammer-Schaltfläche und dann die „Galerie“-Schaltfläche antippen. Allerdings dürfen diese Videos maximal 16 MB groß sein.

Falls Sie ein Video auswählen, das ­größer ist, bietet Ihnen WhatsApp die Möglichkeit, das Video zu kürzen. Was aber, wenn jede Sekunde des Videos wichtig ist? Dann verringern Sie die Qualität des Videos, um eine geringere Dateigröße zu erreichen. Das können Sie bequem mit der App „Video Trimmer Guru“ erledigen.

Tippen Sie in dieser App auf die Schaltfläche „Select a video“ und wählen Sie dann die gewünschte Videodatei aus. Verringern Sie anschließend mit der Option „Video Size“ die Bildgröße des Videos auf den Wert „320P“.

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Um die Videoqualität zu verringern, verwenden Sie die Option „Video Quality“: Wählen Sie die Angabe „Custom“ aus, und legen Sie mit dem Schieberegler
eine Dateigröße von 15 MByte fest. ­Starten Sie schließlich das Verkleinern des Videos durch Antippen der Schalt­fläche „Compress“.

 

9) Verstecken Sie die Fotos, die Sie mit WhatsApp empfangen, vor neugierigen Blicken

Haben Sie WhatsApp mit einem Kennwort geschützt (siehe Tipp Nummer 4)? Schön. Die Bilder jedoch, die Sie mit WhatsApp empfangen, bekommt dennoch jeder zu sehen, der die „Fotos“-App startet. Es sei denn, Sie unternehmen etwas dagegen …

WhatsApp speichert die empfangenen Fotos in dem Ordner „WhatsApp/Media/WhatsApp Images“ als normale Bilddateien. Dadurch lassen sie sich problemlos mit der App „Fotos“ oder mit anderen Bildanzeigern betrachten. Mit einem kleinen Trick können Sie jedoch dafür sorgen, dass Bildanzeige-­Apps den Inhalt dieses Ordners ignorieren.

Das erledigen Sie, indem Sie in diesem Ordner eine leere Datei mit dem Namen „.nomedia“ anlegen. Am bequemsten lässt sich dies mit Hilfe der App „QuickPic“ erreichen: Öffnen Sie mit dieser App den Ordner „WhatsApp Images“. Rufen Sie dann den Menüpunkt „Ausblenden“ auf.

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Um die „.nomedia“-Datei zu entfernen und dadurch diesen Ordner wieder für ­andere Bildanzeige-Apps sichtbar zu machen, rufen Sie im Hauptfenster von QuickPic den Menüpunkt „Verstecktes anzeigen“ auf, öffnen den Ordner „WhatsApp Images“ und rufen den Menüpunkt „Einblenden“ auf.

 

 

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.