Elektroschocks: Indiegogo-Projekt Pavlok soll schlechte Gewohnheiten abtrainieren

Redaktion 1. Oktober 2014 0 Kommentar(e)

Weniger Rauchen, gesünder Ernähren oder mehr Sport treiben: Die Liste unserer guten Vorsätze ist lang – vor allem, wenn mal wieder ein neues Jahr vor der Tür steht. Von den ambitionierten Vorhaben bleibt aber wenige Wochen später nicht mehr viel übrig. Der Pavlok will das ändern und Menschen dabei helfen, ihre schlechten Gewohnheiten abzulegen. Die Geheimwaffe des Armbands: Elektroschocks. 

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pavlok-armband

Elektroschocks gegen schlechte Gewohnheiten

Laut Verhaltenspsychologen erreichen wir ein selbst gestecktes Ziel dann am besten, wenn wir auf dem Weg dorthin die richtige Mischung aus Belohnung und Bestrafung an den Tag legen. Der Pavlok allerdings lässt den Teil mit dem Zuckerbrot weg und setzt dagegen voll und ganz auf die Peitsche. Das Prinzip des Armbands ist so einfach wie sadistisch: Zusammen mit der passenden App stellt der Träger einen Trainingsplan auf. Anhand der im Wearable verbauten Beschleunigungssensoren und Pedometer überwacht Pavlok anschließend, ob sich der Möchtegern-Sportler dann auch an den Plan einhält. Tut er dies allerdings nicht und lässt sich von seiner Faulheit besiegen, setzt der Pavlok zur Bestrafung an und es gibt ordentlich Elektroschocks vom Armband. Die sollen zwar nicht so hart sein, dass es ernsthafte Gesundheitsgefahren gibt, aber dennoch so unangenehm, dass man sich das nächste mal doch lieber an den Trainingsplan hält. Der Erfinder des Pavlok, Maneesh Sethi, will mit dieser Methode schon 13 Kilo abgenommen haben.

Aber nicht für Sport eignet sich das Armband, sondern auch zur Änderung anderer ungeliebter Gewohnheiten. Dank einer Chrome-Erweiterung können Träger beispielsweise Webseiten auf eine Blacklist stellen, deren Besuch sie vermeiden wollen. Surfen sie dann dennoch auf Facebook, Buzfeed oder andere Seiten, die zu sehr ablenken und Zeit fressen, versetzt ihnen Pavlok ebenfalls einen Elektroschock.

Finanzierung beinahe abgeschlossen

Auch wenn die Methoden von Pavlok vielleicht etwas brutal und masochistisch anmuten – für Menschen, die nur schwer ihre Gewohnheiten ändern können (und mal ehrlich, dazu gehören wir doch alle), könnte das kleine Armband der Retter in der Not werden. Wenig verwunderlich also, dass Pavlok auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo ein Renner sondergleichen ist: Die Finanzierungskampagne endet zwar erst am 30. Oktober, doch bereits jetzt wurden über 49.000 US-Dollar der erhofften 50.000 US-Dollar eingenommen. 129 US-Dollar (Plus 25 US-Dollar für Versand außerhalb der USA) kostet Pavlok Unterstützer. Die ersten Exemplare werden laut Hersteller im April 2015 verschickt.

Was haltet ihr vom Pavlok?

Quelle: Pavlok@Indiegogo (via Pocketnavigation, SpOn)

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