BroApp: Die fragwürdige App, die sich automatisch um SMS an deine Freundin kümmert

Martin Reitbauer 7. Juli 2014 0 Kommentar(e)

„Wie war dein Tag?“, „Ich vermisse dich :)“, „Wir sehen uns am Abend, Baby!“: Die „BroApp“ verschickt automatisch Nachrichten an die Freundin und soll männlichen Beziehungsmuffeln so die Tipparbeit ersparen .

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Ein weiteren Grund zum Jubel: Die Beziehungsarbeit des strahlenden Königspaares übernimmt nun eine Smartphone-App.

Ein „Flügelmann“ in Beziehungsfragen soll „BroApp“ sein : Über den Tag verteilt verschickt sie SMS an die Partnerin, und erspart dem „Bro“ somit wertvolle Zeit, die er sinnvoller hinter einem Humpen Bier, unter einer Hantelstange oder im Solarium verbringen kann.

Die App wendet sich – nicht ganz politisch korrekt – explizit und ausschließlich an männliche Nutzer. Frauen mit „high maintenance boyfriends“  können die Anwendung aber natürlich ganz genau so zur Beziehungs-“Pflege“ nutzen.

Zuerst wird die Nummer der Freundin gewählt, dann wird ein Fundus von Nachrichten eingegeben – eine ganze Reihe ist zwar schon vordefiniert, allerdings ausschließlich auf Englisch. Jede Nachricht wird mit einem Wochentag versehen – „Wie läuft’s in der Arbeit“ passt eben nur an einem Arbeitstag.

Freundin definieren, Nachrichten definieren, "No Bro Zones" und Uhrzeiten festlegen - und schon ist die Beziehung "gerettet".

Freundin definieren, Nachrichten definieren, Ausnahmen und Uhrzeiten festlegen – und die Beziehung ist „gerettet“.

Dabei geht die Bro App ziemlich smart – man könnte beinahe sagen: hintertrieben – vor: Um keine unpassenden Nachrichten zu senden, werden anhand von Wifi-Hotspots Orte (oder „No Bro Zones“) definiert, von denen aus keine Nachrichten gesendet werden – die Wohnung der Partnerin etwa: Würde doch blöd aussehen, wenn „Bro“ plus Freundin gerade gemeinsam auf der Couch fernsehen, wenn die Nachricht „Ich vermisse dich :)“ reinrollt.

Auch die Uhrzeit wird leicht variiert, um keine auffälligen Muster aufkommen zu lassen. Solche Spitzfindigkeiten lassen darauf schließen, dass die Entwickler die App minutiös getestet haben.

Einen Bereich (oder Bro-reich?) gibt es, in den sich die BroApp nicht vorwagt: Mehrere Partner/innen können damit nicht „gemanagt“ werden. Mit etwas Glück können sich Nutzer der App die Tipparbeit übrigens auch nachhaltig ersparen: Dann nämlich, wenn die Freundin dahinterkommt und das Weite sucht.

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Martin Reitbauer   Chefredakteur

Als Chefredakteur von Android Magazin und der Plattform-agnostischen Zeitschrift SMARTPHONE ist Martin hauptsächlich mit den Print-Magazinen des Verlags hinter androidmag.de beschäftigt. Ab und an bleibt dennoch Zeit für einen Blog-Artikel. Neben Android gilt seine Begeisterung GNU/Linux und freier Software ganz allgemein.

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