Gerücht: Google plant eigenen WhatsApp-Konkurrenten

Hartmut Schumacher 4. Oktober 2014 0 Kommentar(e)

Wird es Zeit für den WhatsApp-Messenger, sich warm anzuziehen? Voraussichtlich nächstes Jahr wird Google mit einer konkurrierenden App auf den Markt kommen.
Auch interessant: Jugendliche kommunizieren bevorzugt via Kurznachrichten

Google plant, einen eigenen Messenger auf den Markt zu bringen, der etablierten Apps wie WhatsApp Konkurrenz machen soll. Zumindest nach Informationen der „Times of India“.

Am 19. Februar 2014 wurde WhatsApp von Facebook aufgekauft – für 19 Milliarden US-Dollar. Angeblich war auch Google an WhatsApp interessiert, musste sich letzten Endes aber geschlagen geben. Nun folgt also der Versuch, sich mit einer eigenen App einen Anteil am Messenger-Markt zu sichern.

Google hat mit Hangouts bereits jetzt eine Messenger-App im Sortiment. Anders als dort soll es bei dem neuen Messenger jedoch nicht nötig sein, sich mit einem Google-Konto anzumelden. Stattdessen wird die App zum Identifizieren des Benutzers voraussichtlich die Telefonnummer des Smartphones verwenden – so wie es bereits beispielsweise von WhatsApp und vom Facebook Messenger bekannt ist.

Das Verwenden des Google-Messenger soll kostenlos sein, anders als bei der Konkurrenz WhatsApp, die (zumindest theoretisch) kostenpflichtig ist.

Der Google-Messenger befindet sich derzeit noch in einer „frühen Entwicklungsphase“ und soll voraussichtlich im Jahr 2015 veröffentlicht werden. Auf den Markt kommen wird er wahrscheinlich zunächst in Indien und in anderen „aufstrebenden Märkten“.

Messenger beliebter als E-Mail

Messenger haben sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel entwickelt, vor allem bei jüngeren Leuten: Für 70 Prozent der Jugendlichen in Deutschland sind Kurznachrichten (sowohl über SMS- als auch über Messenger-Apps) die am häufigsten verwendete Methode, um mit ihren Freunden zu kommunizieren. E-Mail-Nachrichten dagegen spielen mit lediglich noch 7 Prozent keine große Rolle mehr.

Trotz der Marktmacht von Google dürfte es für einen neuen Messenger schwierig werden, sich durchzusetzen. WhatsApp (350 Millionen aktive Anwender), WeChat (100 Millionen aktive Anwender), Facebook Messenger (mindestens 300 Millionen registrierte Anwender) und Viber (200 Millionen registrierte Anwender) haben den Markt bereits weitgehend unter sich aufgeteilt.

Quellen: The Times of India, Techchangers, BITKOM

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_HS

Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.

Kennst du schon unsere Magazine?

Alle Magazine anzeigen