Google gibt Scannen von Emails in neuen Nutzungsbedingungen zu

Daniel Kuhn 15. April 2014 0 Kommentar(e)

In einem neuen Absatz in den Nutzungsbedingungen gibt Google nun offen zu, die Nutzer-E-Mails zu scannen, allerdings nur für gezielte Werbung, angepasste Suchergebnisse und zum Schutz vor Spam und Malware.

gmail-logo

Google scannt die E-Mails der Nutzer. Das ist ungefähr so überraschend wie das Datum des Heiligabend in diesem Jahr. Bisher war allerdings nicht ganz klar, was Google da eigentlich alles scannt und was mit den Daten genau geschieht. Aus diesem Grund hat das Unternehmen aus Mountain View nun die Nutzungsbedingungen aktualisiert und um genau diesen Punkt erweitert.

Our automated systems analyze your content (including emails) to provide you personally relevant product features, such as customized search results, tailored advertising, and spam and malware detection. This analysis occurs as the content is sent, received, and when it is stored.

Mit anderen Worten: Inhalte, inklusive E-Mails, werden automatisch vom System analysiert um dem Nutzer persönlich relevante Produkt-Features zu bieten. Dazu gehören angepasste Suchergebnisse, gezielte Werbung sowie der Schutz vor Spam und Malware.

Gegenüber The Next Web hat ein Google-Sprecher erklärt, das Unternehmen möchte die Nutzungsbedingungen simpel und für den Nutzer leichter verständlich machen und dieser Zusatz soll dabei helfen. Als Basis wird das in letzter Zeit erhaltene Feedback von Nutzern angeführt, es ist aber zu vermuten, dass eine Klage in den USA der eigentliche Auslöser war. Einige Nutzer sind der Meinung, dass das Scannen der Mails gegen die Abhörgesetzt in den USA verstößt – diese Klage wurde zwar abgewiesen, Google hat den Zusatz aber vermutlich als proaktive Maßnahme gegen künftige Klagen eingebaut.

In den deutschen Nutzungsbedingungen ist der Paragraph unter dem Punkt „Ihre Inhalte in unseren Diensten“ bisher noch nicht zu finden, wir gehen aber davon aus, dass dieser auch hier bald nachgetragen wird.

Quelle: Google Terms of Service (via The Next Web)

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