Bluetooth Ring Fin auf Indiegogo erfolgreich finanziert – erleichtert Steuerung von elektronischen Geräten

Redaktion 19. Februar 2014 0 Kommentar(e)

Spätestens seit dem Film Minority Report gehört die nahtlose Gestensteuerung zu den großen, leider aber auch uneingelösten Versprechen der Computerindustrie. Bringt Fin jetzt den Durchbruch? Der Bluetooth Ring des indischen Startups RHLvision will neue Maßstäbe in der Gestensteuerung setzen. 

Mit einem sanften Strich über die eigenen Finger die Lautstärke des Smartphones ändern, den Sender am Fernseher wechseln oder sogar die Türen des Autos entriegeln – das alles und noch viel mehr verspricht Fin, der kleine Fingerring des indischen Startups RHLvision.

Optischer Sensor im Ring registriert Daumenbewegungen

Die Funktionsweise von Fin ist so einfach wie auch genial: der kleine Ring wird am Daumen getragen und verwandelt die Hand in eine Schaltfläche zur Gestensteuerung. Im Ring ist ein optischer Sensor integriert, der die Bewegungen des Daumens registriert, während er über die Innenfläche der restlichen vier Finger fährt. Möglich sind dabei sowohl Wisch- als auch Tipp-Bewegungen. Diese Gesten verarbeitet Fin anschließend in Befehle, die dadurch angeschlossene Geräte wie Smartphone, TV, Computer oder sogar Autos steuern.

Folgendes Video zeigt die Funktionsweise und vielen Einsatzmöglichkeiten des intelligenten Fingerschmucks:

Bluetooth Low Energy soll für lange Laufzeit sorgen

Verbunden sind die Geräte über Bluetooth 4.0 Low Energy, was nicht nur für eine bessere Reichweite sorgen, sondern auch den Akku schonen dürfte. Geladen wird der Ring über einen Micro-USB-Anschluss. Eine volle Akkuladung soll bis zu einen Monat halten, wie die Macher versprechen.

Die Eingabe-Punkte des Fin zeigen viele verschiedene Nutzungsmöglichkeiten.

Die Eingabe-Punkte des Fin zeigen viele verschiedene Nutzungsmöglichkeiten.

Software-Development-Kit für Mitte des Jahres geplant

Entwickelt wurde Fin vom indischen Startup RHLvision. Im Januar wurde das kleine Gadget auf der CES im Zuge des Hardware Battlefield unserer Kollegen TechCrunch vorgestellt. Ende Februar ist auf dem Mobile World Congress in Barcelona zudem eine Live-Demo geplant. Mitte des Jahres ist die Ausgabe des erste Software-Development-Kits (SDK) vorgesehen, um Dritt-Entwicklern weitere Nutzungspotentiale zu ermöglichen.

Reduzierter Preis für Sehbehinderte

Mit einer Investoren-Kampagne auf Indiegogo, einer Crowdfunding-Plattform wie Kickstarter, hat RHLvision das anvisierte Ziel von 100.000 US-Dollar schon fünf Tage vor Ablauf geknackt. Wenn jetzt noch die Marke von 150.000 US-Dollar gebrochen wird, will RHLvisison sehbehinderten Menschen den smarten Ring zu einem deutlich reduzierteren Preis anbieten. Ab Juli soll der Fin zu einem Preis von 120 US-Dollar erhältlich sein, wer die Kampagne auf Indiegogo jetzt noch unterstützt, kann sich den Bluetooth Ring noch für 99 US-Dollar sichern.

Wie ist eure Meinung zum Fin? Praktisches Gadget oder nur eine Spielerei?

Quelle: wearfin.com (via t3n, Android Autority)

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