Hacker und Spammer missbrauchen Angst vor Ebola

Hartmut Schumacher 22. Oktober 2014 0 Kommentar(e)

Internetkriminelle kennen keine Scham: Seit Kurzem nutzen sie die weltweite Angst vor Ebola aus, um bösartige Software zu verbreiten.
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Die Infektionskrankheit Ebola ruft viele Ängste hervor. Dies machen sich auch Kriminelle und unseriöse Werbetreibende zu Nutze: Nach Informationen des IT-Sicherheitsunternehmens Trustwave versenden Hacker gefälschte E-Mail-Nachrichten, die angeblich von der Weltgesundheitsorganisation WHO stammen und Sicherheitshinweise bieten sollen – in Wahrheit aber einen Computervirus enthalten.

Bei dem Virus handelt es sich um den „DarkComet Remote Access Trojan“, der imstande ist, sich vor Antivirus-Software zu verstecken. Er gewährt den Hackern Zugriff auf die Dateien und Kennwörter des Opfers sowie auf dessen Mikrofon und Kamera.

Eine weitere gefälschte E-Mail-Nachricht mit Informationen über Ebola stammt angeblich von der mexikanischen Regierung, versucht jedoch über ein Word-Makro bösartige Software herunterzuladen.

Nach Angaben von Trustwave würden diese E-Mail-Nachrichten bislang aber noch nicht häufig verschickt.

Die Angst vor Ebola, die sich nicht nur in Afrika, sondern auch in Europa ausbreitet, ist der Nährboden für Aktivitäten von Computerkriminellen und unseriösen Werbetreibenden. (Foto: European Commission DG ECHO)

Die Angst vor Ebola, die sich nicht nur in Afrika, sondern auch in Europa ausbreitet, ist der Nährboden für Aktivitäten von Computerkriminellen und unseriösen Werbetreibenden. (Foto: European Commission DG ECHO)

Spam-E-Mail

Auch Versender von Spam-E-Mail nutzen das Interesse und die Befürchtungen aus, die durch Ebola hervorgerufen werden: Derzeit verschicken sie viele Nachrichten mit Betreffzeilen wie „Ebola Survival Guide“, „Was Sie über den tödlichen Ebola-Ausbruch wissen müssen“ und „Geheimes Heilmittel gegen Ebola?“.

Seriöse Informationen

Seriöse Informationen über Ebola sowie Verhaltensmaßnahmen erhältst du unter anderem beim Robert-Koch-Institut und bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Informationen über Ebola, über Krankheitssymptome und über Vorsichtsmaßnahmen liefert auch die kostenlose App „About Ebola“.

Quellen: Trustwave, The Verge, Robert-Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.

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