Tesla will Elektroauto für 30.000 US-Dollar mit Autopilot-Software von Google auf den Markt bringen

8. Mai 2013 0 Kommentar(e)

Selbstfahrende Autos sind keine Zukunftsmusik mehr und gehören dank Googles Streetview-Projekt längst zum Alltag. Die dahinterstehende Technologie birgt auch für den Otto-Normalverbraucher enormes Potenzial, konkrete Pläne für die kommerzielle Nutzung dieser Google-Autopiloten gab es bislang aber noch nicht – bis jetzt. Denn wie das Business-Portal Bloomberg.com berichtet, denkt der Elektroauto-Hersteller Tesla Motors aktuell intensiv über die Verwendung von Googles Autopiloten oder ähnlichen Technologien nach und befindet sich in entsprechenden Gesprächen mit dem IT-Konzern.

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Teslas Model S wird für rund 50.000 US-Dollar erhältlich sein. Künftig peilt das Unternehmen aber Modelle für etwa 30.000 US-Dollar an. Bild: Tesla Motors

Für Elon Musk, den 41 jährigen Milliardär und CEO von Tesla Motors, sind selbstfahrende Autos ein logischer Schritt in der Evolution von PKWs. Als Ansprechpartner hat sich das im Silicon Valley ansässige Unternehmen niemand geringeren als Google ausgesucht, die mit ihren Streetview-Fahrzeugen (in der Regel Toyota Prius Hybrid-Fahrzeuge) bereits seit längerem selbstfahrende Autos im Einsatz haben. Die sich anbahnende Kooperation kommt dabei nicht von ungefähr, denn die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin gehören zu den prominentesten und vor allem zahlungskräftigsten Unterstützern des Elektro-Auto-Startups Tesla Motors.

Das Konzept, welches Musk vorschwebt, soll sich aber etwas von Googles Ansatz unterscheiden. „Ich mag das Wort Auto-Pilot mehr als selbstfahrend“, so Musk gegenüber Bloomberg und meint damit etwas vage, dass für ihn ein Auto-Pilot wie in einem Flugzeug sinnvoller und für die Kunden vertrauenswürdiger erscheint als das Konzept eines selbstfahrenden Fahrzeuges. Denkbar wäre hier beispielsweise, dass der Auto-Pilot optional bei vordefinierten Navi-Routen eingesetzt werden kann, ansonsten das Fahrzeug aber manuell vom Fahrer gesteuert wird.

Tesla gehört zu den innovativsten Auto-Marken der Welt und konnte mit dem Tesla Roadster erste Erfolge verbuchen. Das Fahrzeug war der erste Sportwagen mit Elektromotor, der in größerer Stückzahl verkauft wurde. Mit dem neuesten Modell, der Premium-Limousine Model S, will Tesla die Preise weiter drücken und den Wagen in den USA für etwa 50.000 US-Dollar auf den Markt bringen. Langfristig ist es das erklärte Firmenziel, Elektroautos für jeden zu einem erschwinglichen Preis verfügbar zu machen.

Das Ziel von Musk ist es, ein Elektroauto für die Masse zu einem Preis von 30.000 US-Dollar anbieten zu können. Musk verriet in einem E-Mail, dass es aktuell noch nicht sicher sei, ob Tesla auf Software von Google zurückgreifen oder ein eigenes Autopiloten-System entwickeln wird. Interessant ist auch das Statement, wonach Musk meint, dass es durchaus denkbar ist, dass Tesla mittelfristig von einem Käufer außerhalb der Auto-Branche aufgekauft werden könnte. Mal sehen, ob sich die Kooperation zwischen Google und Tesla vielleicht schon bald mehr intensiviert als vorerst angenommen …

Quelle: Bloomberg (via androidauthority.com)

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