Das Neffos X1 Max im androidmag Test

Peter Mußler 16. August 2017 Kommentare deaktiviert für Das Neffos X1 Max im androidmag Test Kommentar(e)

Das X1 von Neffos hatten wir im Frühjahr bereits in unserem Testlabor. Nun ist sein großer Bruder dran, Rufname „Max“. Wie performt das rund 60 Euro teurere Modell? Wo liegen die Hauptunterschiede und was ist gleich geblieben?

t

Max steht für Maximum, zu deutsch: das Größte. Mit X1 Max fährt Neffos also augenscheinlich alle Geschütze auf, die die Marke augenblicklich in ihrem Arsenal hat. Es ist Neffos‘ Speerspitze des Smartphone-Portfolios. Beim günstigen Preis von knapp über 200 Euro sind die Erwartungen natürlich moderat – das lässt viel Raum für positive Überraschungen. Schauen wir deshalb nach, was „Max“ beim chinesischen Hersteller tatsächlich zu bedeuten hat.

Mehr Display-Fläch

Das erste, das ins Auge sticht, ist die physische Größe. 5,5 statt 5 Zoll Display-Diagonale zeichnen das Max aus. Wenn wir beim X1 noch ausriefen, dass Fünfzöller heutzutage schon klein anmuten, dann attestieren wir beim X1 Max folgerichtig: „Keine Auffälligkeiten bezüglich der Größe.“ Das Gehäuse wirkt nicht unangenehm groß. Zeiten ändern sich eben.

Die Auflösung stieg indes von 1.280 x 720 auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte. Die daraus resultierende Pixeldichte lässt keine Schärfewünsche übrig. Noch mehr zu loben gibt es bei der Helligkeit: Die gemessene durchschnittliche Helligkeit positioniert das Gerät, wenn man den Regler voll aufzieht, in unserer Testwerttabelle beinahe auf Platz 1. Natürlich: Ein IPS-Modul leuchtet nie so schön wie eines mit OLED-Technik. Dennoch sollte Tageslicht keine Probleme bereiten.

Unverändertes Design

Nimmt man den Blick vom Bildschirm und lässt ihn über das Gehäuse gleiten, stellt man fest, dass sich hier nichts getan hat, außer dass der Korpus beim Max natürlich gewachsen ist: Der Hauptteil besteht aus Aluminium, rechts befinden sich Power-Taste und Lautstärkewippe, links oben ist der Nicht Stören!-Schalter angebracht, mit dem man ohne Display-Gebrauch, das Telefon stumm schalten kann. Hinten befindet sich unter der Kamera der Fingerabdrucksensor (der gut funktioniert!). Was man leider bei der Inspektion des Äußeren erkennen muss, ist das Festhalten am alten USB-Standard. Statt der C-Form akzeptiert die Buchse nur MicroUSB-Stecker. Rechts und links von dieser Buchse sind Perforationen für den Schallaustritt. Nur unter einer Seite jedoch verbirgt sich auch ein Lautsprecher.

Zwei Speichervarianten

Nimmt man das Innenleben unter die Lupe, wird der Begriff der Maximierung ein wenig unschärfer. Das X1 gibt es in zwei Speichervarianten, nämlich mit 2 oder 3 GB RAM und 16 bzw. 32 GB ROM. Das X1 Max beginnt bei 32 GB ROM mit 3 GB RAM und ist auch mit der Paarung 64 + 4 GB erhältlich. Die gehobene Variante des X1 bietet also so viel Speichervolumen wie die Einstiegsversion des X1 Max. Der Preisunterschied zwischen den Modellen liegt dann nur noch bei circa 30 Euro (maximal bei 80 Euro).

Schaut man auf den Chip, gibt es auch Überschneidungen, jedoch nur teilweise. Prinzipiell ist der gleiche Typ verbaut (ein Helio P10 von MediaTek, der eine Schnellladung zulässt). Beim Max ist dieser aber leicht höher getaktet (2 + 1,2 statt 1,8 + 1 GHz). In unserer Leistungsmessung ergab sich dennoch kein bemerkbarer Unterschied zwischen den Testmodellen X1 mit 2 GB und X1 Max mit 3 GB RAM – das Full HD-Display beansprucht die Recheneinheit eben auch mehr.

x

Akku und Kamera

Was uns verwundert, sind die deutlich kürzeren Ladezeiten beim Max trotz 33% mehr Akkukapazität. Liegt hier ein besseres Ladegerät bei? Die 27 Minuten von 0 auf 50% sind jedenfalls eine Ansage. Bei der Ausdauer gab es auch deutliche Verbesserungen, dieses Neffos-Gerät liegt im guten Mittelfeld. Aufgrund der Ladeleistung gaben wir aber einen Extrapunkt.

Die Kamera ist die gleiche wie im X1 – mit ihren Schwächen (der Auslöseton ist nicht zum Schweigen zu bringen) und ihren Stärken (aus dem Schlafmodus heraus kann man per Leiser-Taste direkt ein Foto knipsen).

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
Pete_Mag_bw_160

Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.

Kennst du schon unsere Magazine?

Alle Magazine anzeigen