Intel Curie: Chip-Hersteller verwandelt Jackenknopf in einen Computer [CES 2015]

Hartmut Schumacher 7. Januar 2015 0 Kommentar(e)

Nicht grĂ¶ĂŸer als ein Jackenknopf ist das neue „Curie“-Modul von Intel. In Zukunft soll es unter anderem Ringe, ArmbĂ€nder, AnhĂ€nger, Fitness-Tracker und Taschen mit Computer-Intelligenz ausstatten.
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Das „Intel Curie“-Modul ist gedacht unter anderem zum Integrieren in Ringe, Taschen, ArmbĂ€nder, AnhĂ€nger, Fitness-Tracker oder sogar Kleidungsköpfe. (Foto: Intel)

Das „Intel Curie“-Modul ist gedacht unter anderem zum Integrieren in Ringe, Taschen, ArmbĂ€nder, AnhĂ€nger, Fitness-Tracker oder sogar Kleidungsköpfe. (Foto: Intel)

Gestern Abend hat Intel auf der Consumer Electronics Show einige Projekte vorgestellt, die das Ziel haben, „Computer in die nĂ€chste Dimension zu beschleunigen“.

Eines dieser Projekte: „Intel Curie“, ein knopfgroßes Computer-Modul, das fĂŒr kleine tragbare GerĂ€te (Wearables) gedacht ist. Enthalten in dem Modul sind das Intel-eigene System-on-a-Chip „Quark SE“, ein kombinierter Lage- und Beschleunigungssensor sowie ein Bluetooth-Low-Energy-Sender.

Das Intel-Curie-Modul zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass es sehr wenig Strom verbraucht: Eine lediglich mĂŒnzgroße Batterie oder ein entsprechender Akku soll es dem Mini-Computer ermöglichen, fĂŒr „einen langen Zeitraum“ zu laufen.

Damit ist Curie gut geeignet fĂŒr Anwendungen, die einen stĂ€ndig aktiven Kleinst-Computer benötigen – beispielsweise Sport- und Fitness-AktivitĂ€ten oder (laut Intel) das Verwenden von sozialen Medien. Einsetzen lĂ€sst sich das Modul unter anderem in Ringen, Taschen, ArmbĂ€ndern, AnhĂ€ngern, Fitness-Trackern oder sogar Kleidungsköpfen.

Mike Bell, Vice President von Intel, erlĂ€utert: „In Zukunft werden wir tragbare GerĂ€te sehen, die von Unternehmen geschaffen werden, die in der Vergangenheit nie Silizium [im Sinne von ‚Computer-Technologie‘] verwendet haben.“ Und er fĂŒgt hinzu: „Im vergangenen Jahr sind wir Partnerschaften eingegangen mit fĂŒhrenden Technik-, Mode- und Lifestyle-Marken, um ein robustes Wearable-Ökosystem aufzubauen.“

Komplettpaket fĂŒr Entwickler

Bei dem vorgestellten GerĂ€t handelt es sich noch um einen Prototyp. VerfĂŒgbar sein soll Curie in der zweiten HĂ€lfte dieses Jahres.

Um die Entwicklung von tragbaren GerĂ€ten zu beschleunigen, die das Curie-Modul verwenden, stellt Intel nicht nur die Hardware zur VerfĂŒgung, sondern auch ein Software-Paket, in dem ein Echtzeitbetriebssystem fĂŒr das Modul enthalten ist sowie begleitende Beispiel-Apps fĂŒr Smartphones.

Intel-Chef Brian Krzanich prĂ€sentiert stolz den Prototyp des knopfgroßen „Intel Curie“-Mini-Computers. (Foto: Intel)

Intel-Chef Brian Krzanich prĂ€sentiert stolz den Prototyp des knopfgroßen „Intel Curie“-Mini-Computers. (Foto: Intel)

Quelle: Intel

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren fĂŒr eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nĂŒtzliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person ĂŒber sich selbst.