Money Boy – Hoodsounds

Michael Derbort 25. Januar 2015 8 Kommentar(e)
Money Boy – Hoodsounds Androidmag.de 1 1 Sterne

Politisch unkorrekt: Was macht ein Sonderschüler, der permanent seine Termine beim Logopäden vergeigt hat? – Antwort: Er wird Rapper. Ein besonders tragisches Beispiel hierfür hat sich den so poetisch anmutenden Künstlernamen „Money Boy“ zugelegt und seine (gefühlt) brillantesten geistigen Ergüsse in einer App vereinigt. (kostenlos, ohne In-App-Käufe)

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Dumm und primitiv

„Ich bin geil und ficke ein paar Bitches aus Brasilien“, erklärt mir der junge Mann, nachdem ich unbedacht auf eine der Schaltflächen getippt habe. In Ordnung, denke ich mir. Dann ist also am dem Spruch „Dumm fickt gut“ doch etwas dran. Oder wie darf ich das jetzt verstehen?

Über 60 Ergüsse auf diesem Niveau lassen auch bei mir innerhalb kürzester Zeit das Hirn erweichen und die Synapsen um Gnade winseln. Aber es ist schön, wenn hinterher der Schmerz wieder nachlässt.

Parallelgesellschaft

Ganze 4,9 von 5 Punkten hat die App im Playstore gesammelt. Da stehen gerade mal 10 Negativ-Bewertungen ganzen 519 Fünf-Sterne-Rezensionen gegenüber. Ich werfe einen Blick in die Nutzerkommentare und erkenne: Aha, es gibt ein Paralleluniversum, in dem die Leute in einer ganz eigenartigen Sprache reden und bei denen diese Äußerungen wohl eine tiefere Bedeutung haben, die sich uns primitiven Erdlingen nicht erschließt. Um mal etwas Alien-Lyrik zur Veranschaulichung zu zitieren: „Sheeeeesh! Der bizzoy hat 1 naise app gedroppt, die swag hat und für die man nuffin payen muss.“ Yup, alles klar. Darauf trinken wir erst mal einen Pangalaktischen Donnergurgler, nicht?

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Fazit

Tja, was soll ich sagen … Die App hat bei den Benutzern fast die volle Punktzahl erreicht. Daher muss sie einfach nur genial sein und ich bin nur blöd. Niedergeschrieben und Rente beantragt.

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