App-Review: Prune

8. November 2015 0 Kommentar(e)
App-Review: Prune Androidmag.de 5 5 Sterne

Eine Hommage an Bäume, das ist Prune. Dabei bedeutet „prune“ so viel wie abschneiden bzw. entlauben. Und genau darum geht es, wir müssen Äste von Bäumen abschneiden, damit die übriggebliebenen wachsen und Blüten austreiben können (4,21 Euro, ohne In-App-Käufe).

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In Prune werden wir zum digitalen Gärtner. Kein Widerspruch, das geht! Wir pflanzen Bäume und lassen sie wachsen. Nicht indem wir sie gießen, sondern indem wir nutzlose Äste entfernen. Denn das zu Boden fallende Geäst ist Nährboden für weiteres Wachstum. Schließlich müssen wir darauf achten, dass jene Äste wachsen können, die demnächst das Licht erreichen werden, denn nur dann können die Äste austreiben und Blüten bilden. Haben wir genügend Blüten gesammelt, ist der Level überstanden und es geht auf zum nächsten.

Digitale Gärtnerei

Das Besondere an dem Spiel ist, dass wir mit einem einzigen Fingerstreich (das muss nicht zwangsweise der grüne Daumen sein) Bäume wachsen lassen können. Und die wachsen vollkommen realistisch, das bedeutet, dass auch Wind, Licht und natürliche Hindernisse eine wichtige Rolle spielen. Wenn der Wind also von rechts kommt, ziehen wir den Stamm zu Beginn eher nach links, denn der Baum beugt sich später dem Wind ohnehin nach rechts. Wenn viele Äste einfach nicht das Licht erreichen können, dann schneiden wir sie ebenfalls mittels Fingerwisch ab und treiben so die restlichen Äste in Richtung Sonnenlicht. Aber aufgepasst, zu viele Äste abzuschneiden, ist auch nicht sinnvoll, denn dann stoppt das Wachstum zur Gänze.

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Minimalistische Schönheit

Prune beweist, dass es nicht auf die Anzahl der Aufgaben ankommt – es gibt nur 48 Level – sondern auf deren Aufmachung. Und da kommt die Ästhetik ins Spiel. Prune ist von so einfacher Schönheit, dass man das Spiel getrost auch statt der Einnahme einer Beruhigungstablette spielen kann. Die meditative Musik trägt ebenfalls viel zu dieser Grundstimmung bei.

Und so handelt man sich von Level zu Level weiter, immer auf die Gefahr hin, dass man irgendwann in Trance fällt. Aber das geht nicht, denn es kommt ja noch der Faktor Herausforderung dazu.

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Fazit

Die Schönheit der Natur, im Speziellen der Bäume, wurde hier auf ein einfaches Puzzle-Spiel heruntergebrochen, das vollkommen ohne Text auskommt. Wir lassen Bäume wachsen und erfreuen uns an deren minimalistischen Schönheit und an dem Erreichen des jeweils nächsten Levels. Der Preis mag einigen für den gebotenen Umfang zu hoch erscheinen, aber Prune ist eben kein gewöhnliches Spiel – und das hat offenbar seinen Preis.

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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