Bad Piggies

2. Oktober 2012 1 Kommentar(e)
Bad Piggies Androidmag.de 5 5 Sterne

Vorhang auf für die fliegenden, grünen Schweinchen! (kostenlos)

Fans des beliebten Android-Spiels „Angry Birds“ kennen sie bestimmt: Die Schweinchen, die vor allem dann fies grinsen, wenn es nicht gelingt, mit ein paar Vögeln alle Exemplare der grünen „Grunzer“ zu treffen. Nun haben sich die kreativen Entwickler aus dem Hause Rovio dazu entschlossen, den Spieß umzudrehen. In ihrem neuesten Streich „Bad Piggies“ spielen die grünen Schweinchen die, im wahrsten Sinne des Wortes, fliegende Hauptrolle.

Wie alles begann

In der Welt der wütenden Vögel und der gemeinen Schweinchen dreht sich alles nur um Eier. Zuerst haben die Schweine die Vögel beklaut, woraufhin die Vögel die Eier natürlich zurückerobern wollten. Das ist ihnen auch gelungen und genau da setzt Bad Piggies an. Die Schweine lassen sich das nicht gefallen und planen daher schon den nächsten Feldzug gegen ihre tierischen Feinde. Eine Karte soll den Weg zu den Eiern zeigen – die liegt jedoch in Stückchen quer über das ganze Land verteilt.  Heißt es für die Schweinchen also nur mehr: Fragmente sammeln, Karte zusammensetzen, Eier stehlen. Was in der Theorie einfach klingt, ist in der Praxis etwas schwerer zu bewerkstelligen. Die Schweinchen benötigen diverse Fortbewegungsmittel und für deren Konstruktion zeichnet der Spieler verantwortlich.

Flugobjekte werden mit den entsprechenden Buttons am unteren Displayrand gesteuert.

Köpfchen ist gefragt

Die verstreuten Kartenteile zu erreichen, das ist gar nicht so leicht. Sie verstecken sich unter Felsvorsprüngen, auf hohen Bergspitzen oder ganz in der Nähe von gefährlichen Sprengstoffkisten. Und daher ist bei der Zusammenstellung der Fortbewegungsmittel auch jede Menge Köpfchen gefragt. Tipp: Werft, bevor ihr das Schweinchen auf den Weg schickt, einen Blick auf die Übersichtskarte. Sie verbirgt sich hinter dem Lupensymbol und bildet das Gelände ab. In der Bauphase des Schweinchen-Karts muss man nämlich Faktoren wie Steigungen, Gefälle, TNT-Boxen und dergleichen berücksichtigen. Doch wie sieht nun die Grundausstattung der Flugobjekte aus? Zwei oder mehr Rahmen, zwei Räder und spezielle Elemente, welche für den richtigen Antrieb oder das perfekte Flugverhalten sorgen. Dazu zählen Regenschirme, Motoren, Luftballone, Flügel, kleine Raketen und auch ein Blasebalg. Der grüne Pilot nimmt in einem der Rahmen Platz und schon kann es losgehen. Als Spieler manövriert ihr das Gefährt über Stock und Stein, immer mit dem Ziel, die verlorenen Kartenstücke wieder einzusammeln.

Schweinchen, flieg!

Auf der Jagd nach dem Schatz der Angry Birds haben die Schweinchen auch die Aufgabe, so viele Sterne und Totenköpfe wie möglich zu ergattern. Letztere helfen dabei, zusätzliche Geheim-Level freizuschalten. Egal, wie das selbst gebaute Objekt fortbewegt wird, die Gesetze der Schwerkraft sind unbedingt zu beachten. Schließlich geht es darum, im richtigen Moment den Antrieb zu betätigen und rechtzeitig gegen zu steuern, wenn sich das grüne Schweinchen gefährlich nahe auf eine Klippe zu bewegt. Timing ist alles – und in vielen Fällen bedeutet dies auch loslassen. Als Spieler könnt ihr Sterne und Kartenteile nämlich auch dann sammeln, wenn ihr mit dem Fahrt- oder Flugobjekt einen ordentlichen Crash verursacht. Es zerspringt in seine Einzelteile, das Schweinchen kullert heraus und sammelt dabei wichtige Gegenstände.

Rovio verspricht ein baldiges Update und neue Herausforderungen für die Schweinchen.

Glück UND Verstand

Während bei Angry Birds auch ein Quäntchen Glück zum gewünschten Erfolg führt, braucht es hier schon physikalische Grundkenntnisse, Kombinationsgabe und eine ordentliche Portion Geduld. Ohne diese Tugenden präsentieren sich die 60 Spiellevels, die 30 Zusatzpuzzles und die 4 Sandbox-Level nämlich als Fluch, und nicht als Segen. Steht ihr als Spieler tatsächlich einmal an, heißt es: durchatmen, Frust abbauen und von vorne beginnen.

Fazit

Bad Piggies wird vor allem jene begeistern, die einen langen Geduldsfaden mitbringen und Denk- bzw. Puzzlespiele lieben. Die Idee, Schweinchen in Karts zu setzen, ist erfrischend simpel und es macht unglaublich Spaß, die grünen Helden durch die Lüfte zu wirbeln. Ob der Angry Birds Nachfolger auch eingefleischte Gelegenheitsspieler fesseln kann, wird sich zeigen. Trotzdem,  Testurteil: Sehr Gut!

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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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