Edward Snowden fordert Grundrecht auf Privatsphäre

Hartmut Schumacher 6. Mai 2016 0 Kommentar(e)

Wer stellt eine größere Bedrohung für die Privatsphäre dar: das FBI, Google, Facebook oder die Regierungen? Der Whistleblower Edward Snowdens hat eine deutliche Antwort.

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Der Whistleblower und ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat per Videoschaltung an der Internet-Konferenz Re:publica in Berlin teilgenommen. (Foto: re:publica / Jan Zappner. CC BY 2.0)

Der Whistleblower und ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat per Videoschaltung an der Internet-Konferenz Re:publica in Berlin teilgenommen. (Foto: re:publica / Jan Zappner. CC BY 2.0)

Edward Snowden hat auf der Internet-Konferenz Re:publica in Berlin ein weltweites Grundrecht auf Privatsphäre für alle gefordert.

Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter wurde per Videokonferenz aus Russland zugeschaltet.

„Eines der üblichen Argumente lautet: Wenn du nichts zu verbergen hast, dann hast du auch nicht zu befürchten. Aber bei Privatsphäre geht es nicht darum, etwas zu verbergen, sondern etwas zu beschützen“, sagte er.

Meinungsfreiheit bedeute nicht viel, wenn es keine Gedankenfreiheit gebe und wenn diese Gedanken nicht privat bleiben dĂĽrften.

Die größte Bedrohung?

Einer der Konferenzteilnehmer stellte ihm die Frage, wer eine größere Bedrohung für die Privatsphäre darstelle: das FBI, Google, Facebook oder die Regierungen? Snowdens Antwort: Der Missbrauch von Daten durch Unternehmen sei zwar verbreiteter, der Missbrauch durch Regierungen und ihre Behörden sei jedoch gefährlicher.

Quelle: Re:publica

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.