Erste Welle von Android-Smartphones mit Fingerprint-Sensoren kommt Anfang 2014

Tam Hanna 5. Oktober 2013 2 Kommentar(e)

Seit dem iPhone 5S sind Fingerabdruckscanner auch im Mobilbereich en Vogue. Dabei handelt es sich übrigens um keine Entwicklung von Apple – Businessnotebooks bringen ähnliche Komponenten seit Jahren mit.

Nutzer des als TouchID bezeichneten Sensors entsperren ihr Telefon, in dem sie den Finger über den Sensor ziehen. Das Smartphone wertet die Daten aus und gibt den Zugriff frei, wenn es die Hand „seines Meisters“ erkennt.

Das iPhone 5S bringt einen Fingerabdruckscanner mit - es ist nur logisch, dass Google auf diese Steilvorlage aus Cupertino reagiert...

Das iPhone 5S bringt einen Fingerabdruckscanner mit – es ist nur logisch, dass Google auf diese Steilvorlage aus Cupertino reagiert…

Die dahinterstehende Idee war, den Nutzern das fehleranfällige und lästige Hantieren mit Passwörtern zu ersparen. Ein Fingerabdruck lässt sich nur schwer aufschreiben und weitergeben, was Social Engineering und andere auf Manipulation basierende Attacken wesentlich erschwert. Denn: egal wie sinnig die am Telefon erzählte Geschichte auch klingt: Finger sind und bleiben angewachsen…

Leider haben sich Fingerabdruckscanner bisher nicht wirklich durchgesetzt. Neben der fehlenden Unterstützung in vielen Applikationen kursiert auch noch die eine oder andere Horrorgeschichte aus der Anfangszeit – damals war es möglich, die rudimentären Scanner der ersten Generation mit einem abgeschnittenen Finger oder einem von einem Glas abgefilmten Fingerabdruck zu überlisten.

Da diese Risiken mittlerweile nicht mehr bestehen, möchte eine als FIDO bezeichnete Standardisierungsallianz der Technologie zu mehr Akzeptanz verhelfen. Die im Februar dieses Jahres von PayPal und Lenovo gegründete Organisation versprach in einem Interviewe mit USA Today, dass erste Android-Smartphones mit Fingerabdruckscanner in den ersten Wochen des Jahres 2014 auf den Markt kommen würden.

Im Laufe der Zeit sollen diese Sensoren in das FIDO-Protokoll integriert werden. Ab diesem Zeitpunkt dienen sie nicht mehr nur dem Entsperren des Telefons und/oder des Notebooks, sondern sollen auch zum Einloggen in Konten bei Drittanbietern geeignet sein. Der dazu notwendige Server ist bei einem im Silicon Valley befindlichen Unternehmen in Entwicklung – der Vorstand der Firma träumt von einer Zeit, in der Fingerabdruckscanner so weit verbreitet sind wie WLan-Hotspots.

Würdet ihr euer Telefon mit einem Fingerabdruckscanner sichern? Oder findet ihr die diversen Risiken zu hoch? Eure Meinung interessiert uns – hinterlasst uns doch bitte ein Kommentar…

Quelle: The Verge

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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