Samsung erstmals mit mehr Profit als Apple

Tam Hanna 27. Juli 2013 5 Kommentar(e)

Apple gilt im Computerbereich als Nonplusultra für teure Hardware – das Unternehmen hat eine enorme Marge, die im Zusammenspiel mit der hohen Attraktivität der diversen Produkte für enorme Gewinne sorgte. Samsung hat es diesmal indes geschafft, sich gegen den Konkurrenten auch in dieser Disziplin durchzusetzen.

Im dritten Quartal des Jahres kam Samsung auf einen Gewinn von 8.3 Milliarden US-Dollars; in Cupertino musste man sich mit „nur“ 6.9 Milliarden zufriedengeben. Das liegt – unter Anderem – auch daran, dass aufgrund des Todes von Steve Jobs einige Änderungen in der Produktpalette erfolgten: bis auf ein neues MacBook Air gab es im Jahr 2013 keine bedeutenden Neuvorstellungen.

Im Hause Apple sorgt Android für Probleme. (Grafik: androidauthority)

Im Hause Apple sorgt Android für Probleme. (Grafik: androidauthority)

Der effizienteste und schnellste Weg zum Erzielen zusätzlicher Einnahmen wäre das Anbieten eines iPhone Lite. Trotz diverser Subventionierungen von Seiten der Netzbetreiber ist das Produkt für die meisten Kunden viel zu teuer. Apple handhabt dieses Problem seit längerer Zeit, indem ältere Modellvarianten am Markt bleiben und somit preissensitivere Klienten ansprechen.

Laut der im Allgemeinen gut informierten amerikanischen Webseite GigaOm funktioniert diese Strategie ohne allzu große Probleme – leider wirkt sie sich negativ auf die Marge aus.

In der Vergangenheit hat Apple im Computerbereich durch Lizenzierungen versucht, Kunden mit preiswerter Hardware zu versorgen. Leider brachte dies nicht sonderlich viel: im Laufe der Jahre verlor das amerikanische Unternehmen immer mehr Kunden, die auf die mit dem selben Betriebssystem arbeitenden Geräte der Klonanbieter setzten.

Aus diesem Grund verweisen einige Analysten (Stichwort Tomi Ahonen) darauf, dass Apple lieber weniger Marktanteil in Kauf nimmt, um im hochpreisigen Bereich bleiben zu können. Es ist für die Firma weniger Arbeit, ein Gerät mit hoher Gewinnspanne zu verkaufen – mit preiswerteren Telefonen lässt sich zwar in Summe mehr Geld verdienen, allerdings ist der Vertrieb der Hardware wesentlich mehr Aufwand.

Zudem profitiert Apple stark vom Image des „Nobelherstellers“ – das Anbieten von „für den Durchschnittnutzer leistbaren“ Produkten würde unter Umständen stark negativ auf die Wahrnehmung des Unternehmens auswirken. Samsung hat dieses Problem indes nicht – die Koreaner bieten seit Jahren sowohl preiswerte als auch teurere Systeme an.

Denkt ihr, dass der „Verfall“ von Apple weiter fortschreitet. Oder handelt es sich hier nur um eine temporäre Schwäche, die die Amerikaner bald wieder unter Kontrolle bekommen? Eure Meinung interessiert uns – hinterlasst uns doch ein Kommentar.

Quelle: The Full Signal

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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