WhatsApp soll verboten werden: Das sind die Fakten

Martin Reitbauer 17. Dezember 2015 1 Kommentar(e)

„WhatsApp soll verboten werden“ – solche und ähnliche Meldungen kursieren seit einigen Tagen auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Was es mit der kuriosen Behauptung wirklich auf sich hat, klären wir im Folgenden. 

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WhatsApp ist der mit Abstand populärste Messenger der Welt. Allein in Deutschland nutzen 32 Millionen Menschen das Kommunikations-Tool, wie eine von ARD und ZDF in Auftrag gegebene Onlinestudie erst kürzlich festgestellt hat. Vor allem bei Jugendlichen gehört WhatsApp damit zur „Grundausstattung“ ihres Lebens und ist unverzichtbar geworden.

Um eben jene Zielgruppe dreht es sich auch im Kern, allerdings soll WhatsApp nicht verboten werden. Vielmehr sieht die neue Datenschutzrichtlinie der EU vor, dass Jugendliche Onlineplattformen und Messenger, dazu gehören zum Beispiel Facebook und eben WhatsApp, erst ab 16 Jahren nutzen dürfen. Sind sie hingegen jünger, brauchen sie explizit die Einverständniserklärung ihrer Eltern. Grundsätzlich könnte das nationale Recht die Altersgrenze auch herabsetzen, es ist aber unwahrscheinlich, dass das geschehen wird. Die neue EU-Datenschutzrichtline soll 2018 in Kraft treten.

Altersgrenzen im Netz nur schwer zu kontrollieren

Bedeutet das nun, dass Jugendliche unter 16 Jahren ab 2018 auf WhatsApp verzichten müssen? Nicht wirklich. Der Messenger, der seit 2014 zu Facebook gehört, hat bereits heute ein Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung seines Dienstes. Kontrolliert wird die Einhaltung der Altersgrenze jedoch nicht. Das ist nicht die Schuld von WhatsApp, sondern zeigt ein grundsätzliches Problem des Internets und von Onlinemedien, die sich mittels Gesetzen kaum oder nur schwer reglementieren lassen. Jeder pubertierende Teenager, der unbedingt mal nackte Frauen sehen wollte und auf einschlägigen Webseiten „Zugang nur ab 18 Jahren“ geklickt hat, kann das bestätigen.

Quelle: Berliner Kurier 

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Martin Reitbauer   Chefredakteur

Als Chefredakteur von Android Magazin und der Plattform-agnostischen Zeitschrift SMARTPHONE ist Martin hauptsächlich mit den Print-Magazinen des Verlags hinter androidmag.de beschäftigt. Ab und an bleibt dennoch Zeit für einen Blog-Artikel. Neben Android gilt seine Begeisterung GNU/Linux und freier Software ganz allgemein.

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