Das Smartphone als Lebensretter: Eine App verhindert ZusammenstĂ¶ĂŸe zwischen FußgĂ€nger und Autos

29. Juli 2015 1 Kommentar(e)

UnfĂ€lle, an denen Autos und FußgĂ€nger beteiligt sind, sollen bald der Vergangenheit angehören. So der Wunsch von einigen Ingenieuren bei Honda.

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Die Kommunikation zwischen FußgĂ€nger und Auto erfolgt via Funkwellen. Sobald sich die Wellen ĂŒberschneiden, wird Alarm ausgelöst (Foto: Honda Research).

Die Kommunikation zwischen FußgĂ€nger und Auto erfolgt via Funkwellen. Sobald sich die Wellen ĂŒberschneiden, wird Alarm ausgelöst (Foto: Honda Research).

Sie haben in den letzten drei Jahren ein System entwickelt, das sowohl FußgĂ€nger als auch Autofahrer via App warnt, wenn sich beide zu nahe kommen. Dieses System soll demnĂ€chst als App verfĂŒgbar sein und in Zukunft Menschenleben retten.

Das Smartphone kann Leben retten

Der Praxistest wurde vorige Woche in Mountain View vom Honda Forschungs- und Entwicklungszentrum vollzogen. Ein FußgĂ€nger, der am Smartphone Musik hörte, kreuzte vom Lenker des Fahrzeugs ungesehen dessen Fahrbahn. Sekunden vor dem Zusammenstoß erheilt der Fahrzeuglenker eine Warnung „Distracted pedestrian”, was so viel heißt wie „Achtung! Nicht auf den Verkehr konzentrierter FußgĂ€nger im Anmarsch!“. Auch der FußgĂ€nger erhielt eine Ă€hnliche Warnung.

Jetzt nĂŒtzt so eine Meldung wenig, wenn man darauf falsch reagiert. Wenn also der KFZ-Lenker aufs Gas steigt, statt auf die Bremse. Und deshalb ist das System so ausgelegt, dass es automatische eine Bremsung einleitet, falls dies nicht der Lenker ohnehin macht.

Kommunikation via Funkwellen

Die Kommunikation erfolgt ĂŒbrigens ĂŒber einen Kanal im 5,9 GHz-Band (Kurzstrecken-Funkkanal), das fĂŒr intelligente Transportsysteme geeignet ist. Das ist eine Frequenz, die Smartphones eigentlich nicht verwenden, aber mithilfe eines Firmware-Updates gelang es den Ingenieuren das Smartphone zur Kommunikation zu zwingen, ohne dass eine eigene Hardware erforderlich wĂ€re.

Wie das System reagiert, wenn ich als FußgĂ€nger zwar ein Smartphone bei mir habe, aber dieses nicht eingeschaltet ist, ist nicht bekannt. Im Zweifelsfalle also immer Musik hören, wenn man durch die Straßen lĂ€uft. Und hoffen, dass jeder Autofahrer ĂŒber das erwĂ€hnte System verfĂŒgt. Oder einfach das Smartphone in der Jackentasche lassen und die Augen offen halten.

Die Software soll noch dieses Jahr marktreif sein.

Quelle: NetworkWorld

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und GeschĂ€ftsfĂŒhrer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafĂŒr sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natĂŒrlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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