Custom ROM Update: Aktuelle Android 5.0 Lollipop-ROMs im Überblick

3. Juni 2015 2 Kommentar(e)

Unzufrieden mit der SystemoberflĂ€che des Smartphones? Das GerĂ€t bekommt keine offiziellen Updates mehr? Dann muss eine alternative ROM her – wir verraten, was am Markt verfĂŒgbar ist.

Das Problem ist bekannt: Ab einem gewissen Zeitpunkt werden die meisten Android-GerĂ€te nicht mehr von offizieller Seite mit Updates versorgt. Oder, ebenfalls nicht angenehm: Der Hersteller hat bei der hauseigenen OberflĂ€che schwache Arbeit abgeliefert und zahlreiche vorinstallierte Apps und wenig durchdachte Bedienweisen stören das Smartphone-Erlebnis mehr, als dem Nutzer lieb ist. Die Lösung: alternative Betriebssysteme, in der Android-Welt als Custom ROMs bezeichnet. Auch bei diesen Versionen, zu großen ­Teilen von kleinen Teams oder gar Privatpersonen
entwickelt, ist nicht alles eitel Wonne: Viele ROMs laufen nur auf einigen wenigen GerĂ€ten, oder ­unstabile Versionen ziehen dem Nutzer den letzten Nerv. Den Überblick zu behalten, fĂ€llt nicht leicht: Die Auswahl ist riesig, und nicht alle Alternativen versprechen eine Verbesserung, im Gegenteil: Im ­schlimmsten Fall erweist sich das installierte System als nicht brauchbar, was wiederum jede Menge Arbeit nach sich zieht. Aus diesem Grund haben wir uns durch die Untiefen des Marktes gekĂ€mpft und unsere Favoriten gesucht.

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Paranoid Android 5.x

Ein vergleichsweise bekanntes Team, das im Februar dieses Jahres fĂŒr einen Paukenschlag sorgte: Die erste Alpha-Version von Paranoid Android ist seither kostenlos erhĂ€ltlich, mittlerweile ist sogar die zweite Alpha-Version schon zu haben. Die ROM basiert auf Android 5.0.2 und ist vor allem etwas fĂŒr das Auge: Floating Notifications ­ermöglichen ­beispielsweise das Bearbeiten von Benachrichtigungen ohne die ­laufende Anwendung schließen zu mĂŒssen, zahlreiche Features sorgen fĂŒr eine breite Funktionspalette.

Unter anderem erhĂ€ltlich fĂŒr: Google Nexus / OnePlus One / Oppo-GerĂ€te

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CyanogenMod

Die aktuelle Version hört auf den Namen CM12 und basiert auf Android 5.0.2. Der Vorteil von CyanogenMod: Das Entwicklerteam hat jede ­Menge Erfahrung, auch Nightly Builds, also sich in Entwicklung befindliche Versionen, laufen in der Regel stabil. Optisch hĂ€lt man sich bewusst ­zurĂŒck: Vieles erinnert an Stock-Android, ausgestattet allerdings mit jeder Menge zusĂ€tzlicher Funktionen. So bekommt der Nutzer beispielsweise erweiterte Soundeinstellungen und personalisierte Schnelleinstellungen.

Unter anderem erhĂ€ltlich fĂŒr: Google Nexus / OnePlus One / Samsung Galaxy S5/S4/S3

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AOKP

Ebenfalls ein Entwicklerteam der ersten Stunde, das der Konkurrenz im Moment allerdings etwas hinterherhinkt – aus verstĂ€ndlichen GrĂŒnden allerdings: Die Mannschaft wurde schlichtweg vom realen Leben eingeholt, weshalb weniger Zeit in die Entwicklung der ROM gesteckt werden konnte. Die guten Nachrichten am Schluss: Die Entwicklung lĂ€uft mittlerweile, erste Nightly Builds dĂŒrften also nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Die ersten Versionen werden aber noch stark an Stock-Android erinnern.

Unter anderem erhĂ€ltlich fĂŒr: noch nicht veröffentlicht

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LiquidSmooth

Die Version 4.0 basiert auf Android 5.0.2 und steht schon seit einiger Zeit zum Download bereit. Die meisten Nutzer zeigten sich bislang begeistert: Die Version scheint stabil zu laufen, bringt viele neue Features auf das GerĂ€t, befindet sich aber nach wie vor in der Alpha-Phase. Die Arbeit scheint aber stetig voranzuschreiten: Großteils stabile Versionen gibt es fĂŒr eine breite Palette an Samsung-GerĂ€ten, auch auf Phones von HTC, LG und sogar auf dem Kindle von Amazon kann die ROM jetzt schon genutzt werden.

Unter anderem erhĂ€ltlich fĂŒr: LG G2/G3 / Galaxy Note 3 / HTC One

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AICP

AICP steht fĂŒr „Android Ice Cold Project“. Die coolen Jungs und MĂ€dchen dahinter leisten hervorragende Arbeit: Die Version 8 der ROM ist bereits in einer finalen Version zu haben, sie fußt auf Android 5.0.2. Der Nutzer darf sich auf viele Extras freuen: Werbeeinblendungen lassen sich via ­Adblocker deaktivieren, die Display-Auflösung ist anpassbar und die Helligkeit lĂ€sst sich beispielsweise ĂŒber Wischgesten verĂ€ndern. Zudem lĂ€sst sich das GerĂ€t ĂŒber einen doppelten Tipp auf den Bildschirm wecken. Und: Die finale Version ist bereits fĂŒr einige Modelle verfĂŒgbar.

Unter anderem erhĂ€ltlich fĂŒr: OnePlus One / Nexus 5/7 / LG G2 / HTC One

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OmniRom

Ein Ă€hnlicher Fall wie bei AOKP: Das Team werkelt bereits fleißig an der Fertigstellung der ROMs, in der finalen Testphase befindet sich momentan aber nur die Version fĂŒr das Nexus 10. Zahlreiche freiwillige Entwickler sind und waren aber bereits mehr oder weniger erfolgreich, in den meisten FĂ€llen fehlen nur noch Kleinigkeiten, einige finale ­Versionen sind aber schlichtweg noch nicht fĂŒr den Download verfĂŒgbar. Fans dĂŒrfen aber guter Dinge sein, bald mit dem Aufspielen der ROM beginnen zu können.

Unter anderem erhĂ€ltlich fĂŒr: noch nicht veröffentlicht, Nexus in Arbeit

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Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews fĂŒr die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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